Ein Tierarztbesuch ist für Katzen, Hunde und andere Tiere meist so angenehm wie für uns Menschen der Zahnarztbesuch. Trotzdem muss er routinemäßig regelmäßig sein. Da Tierärzte aber feste Praxisöffnungszeiten haben, kannst du im Notfall schnell Probleme bekommen. Die nächste Tierklinik ist weit entfernt und guter Rat teuer. In solchen Situationen ist der Notfall Tierarzt mit Rufbereitschaft die Lösung, denn er steht dir rund um die Uhr zur Verfügung und hat an 365 Tagen pro Jahr geöffnet. Wir verraten dir, wann ein Notfall vorliegt und wie du dich richtig verhältst.
Inhaltsverzeichnis

Was sind Notfälle mit Tieren?
Oft ist es für Besitzer schwierig zu entscheiden, ob man bis zum nächsten Morgen warten kann oder ob sofortige Hilfe nötig ist. Ein echter Notfall für den Notfall Tierarzt liegt immer dann vor, wenn Lebensgefahr besteht oder das Tier massive Schmerzen leidet. Es gibt einige klare Anzeichen und Situationen, bei denen du keine Zeit verlieren solltest.
Hier sind die kritischsten Szenarien, die sofortiges Handeln erfordern:
- Atemnot und akute Kreislaufprobleme: Wenn dein Tier pumpt, die Zunge blau anläuft oder es massiv nach Luft schnappt, zählt jede Sekunde.
- Schwere Traumata: Unfälle, Stürze aus großer Höhe oder Bissverletzungen durch andere Hunde sind klassische Gründe, einen Notfall Tierarzt aufzusuchen.
- Krampfanfälle: Anhaltende oder wiederkehrende epileptische Anfälle können das Gehirn dauerhaft schädigen und müssen medikamentös gestoppt werden.
- Magenumdrehung beim Hund: Ein aufgeblähter, harter Bauch und erfolgloses Erbrechen sind Alarmzeichen für diesen lebensbedrohlichen Zustand.
- Vergiftungserscheinungen: Plötzliches starkes Speicheln, Zittern oder Erbrechen nach der Aufnahme von Giftködern oder giftigen Pflanzen.
- Harnverhalt: Besonders bei Katern kann eine Blockade der Harnwege schnell zu Nierenversagen führen, wenn kein Urin mehr abgesetzt werden kann.
- Starke Blutungen: Wunden, die sich nicht durch einen Druckverband stillen lassen, müssen umgehend chirurgisch versorgt werden.
Wie du dich deinem Tier gegenüber richtig verhältst
Wenn der Ernstfall eintritt, bricht bei vielen Besitzern erst einmal Panik aus. Das ist menschlich absolut verständlich, aber für dein Tier leider kontraproduktiv. Tiere haben extrem feine Antennen für unsere Emotionen. Wenn du schreist, weinst oder hektisch umherläufst, signalisierst du deinem Schützling, dass die Situation katastrophal ist.
Das versetzt das Tier in zusätzlichen Stress, was wiederum den Herzschlag beschleunigt und bei Verletzungen etwa Blutungen verstärken kann. Deine wichtigste Aufgabe ist es daher, Ruhe auszustrahlen, auch wenn es dir innerlich schwerfällt.
Versuche, mit ruhiger, tiefer Stimme auf dein Tier einzureden. Bewege dich langsam und bedacht. Wenn du dein Tier zum Auto transportieren musst, sichere es gut ab. Ein verletzter Hund oder eine Katze unter Schmerzen kann ganz anders reagieren als gewohnt und unter Umständen sogar nach dir schnappen. Decken können hier als Schutz dienen, um das Tier vorsichtig anzuheben. Bevor du losfährst, solltest du dich beim Notfall Tierarzt telefonisch ankündigen. So kann das Team vor Ort bereits alles vorbereiten, während du noch auf dem Weg bist.
Tabu: Das musst du unbedingt vermeiden
In der Hektik eines Notfalls neigen wir dazu, dem Tier „etwas Gutes“ tun zu wollen oder es zu beruhigen. Was gut gemeint ist, kann aber negative Folgen haben!
Es gibt einige Dinge, die du im Notfall auf keinen Fall tun darfst. Gib deinem Tier niemals Futter oder Wasser, es sei denn, der Tierarzt weist dich ausdrücklich dazu an. Sollte eine Notoperation nötig sein, ist ein voller Magen ein massives Risiko für die Narkose. Zudem kann die Aufnahme von Flüssigkeit bei bestimmten Verletzungen des Magen-Darm-Trakts die Situation drastisch verschlechtern.
Ein weiteres absolutes Tabu ist die Gabe von Medikamenten aus deiner eigenen Hausapotheke. Viele Schmerzmittel für Menschen, wie etwa Ibuprofen oder Paracetamol, sind für Hunde und Katzen hochgiftig und führen oft zu tödlichem Organversagen.
Auch „Hausmittelchen“ haben in einer akuten Krisensituation nichts verloren. Vertraue auf die Expertise, die ein Notfall Tierarzt bietet, und warte mit jeglicher Behandlung ab, bis du fachkundige Anweisungen erhältst.
Was kann der Notfall Tierarzt für dein Tier tun?
In einer Notfallpraxis kann der Tierarzt die Not sofort erkennen und handeln. Da Notfälle oft eine schnelle und präzise Diagnose erfordern, ist die technische Ausstattung vor Ort entscheidend. Ein moderner Notfall Tierarzt verfügt über ein eigenes Labor, in dem Blutwerte innerhalb weniger Minuten analysiert werden können.
Das ist besonders bei Vergiftungen oder inneren Erkrankungen lebensnotwendig, um sofort die richtige Therapie einzuleiten.
Darüber hinaus stehen bildgebende Verfahren wie digitales Röntgen oder Ultraschall zur Verfügung, um Brüche oder innere Blutungen sofort sichtbar zu machen. In schweren Fällen kommt sogar ein CT zum Einsatz, um detaillierte Einblicke in den Zustand der Organe oder der Wirbelsäule zu erhalten. Die Kombination aus schneller Diagnostik und sofort verfügbaren Medikamenten sorgt dafür, dass Schmerzen gestoppt und Vitalfunktionen stabilisiert werden können, noch bevor bleibende Schäden entstehen.
Muss ich bei jedem Notfall sofort handeln?
Hier gibt es eine einfache Faustregel: Wenn du dich fragst, ob es ein Notfall ist, dann ist es meistens einer. Wir kennen unsere Tiere am besten und bemerken oft instinktiv, wenn etwas nicht stimmt. Ein Tier, das sich apathisch in eine Ecke zurückzieht und nicht mehr auf Ansprache reagiert, zeigt deutliche Zeichen einer schweren Krise. Auch wenn die Symptome auf den ersten Blick vielleicht nicht dramatisch wirken, wie etwa leichtes Hecheln oder eine veränderte Körperhaltung, kann dahinter ein ernsthaftes Problem stecken.
Das Abwarten bis zum nächsten Werktag kann in vielen Fällen den Unterschied zwischen einer einfachen Behandlung und einer lebenslangen Beeinträchtigung machen. Ein erfahrener Notfall Tierarzt wird dir am Telefon bereits eine erste Einschätzung geben können, ob du sofort kommen musst oder ob Beobachtung ausreicht. Zögere nicht, diesen Kontakt zu suchen. Es ist besser, einmal „umsonst“ gefahren zu sein, als sich später Vorwürfe machen zu müssen, weil man zu lange gewartet hat.
Was kann der Notfall Tierarzt alles machen?
Nach der Diagnostik beginnt die eigentliche Arbeit des Tierarztes. In Notfallpraxen bekommt dein Tier die volle Bandbreite der Versorgung, abhängig von den individuellen Bedürfnissen. In manchen Situationen ist eine medikamentöse Stabilisierung erforderlich, in anderen Fällen muss eine Operation durchgeführt werden.
Bei Hunden mit Magendrehung oder schweren Bissverletzungen beispielsweise, wird der Notfall Tierarzt eine OP einleiten, um deinem Liebling zu helfen. Dafür stehen entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung.
Nach dem Eingriff oder bei schweren Erkrankungen ist oft eine stationäre Aufnahme nötig. Dein Tier wird dann auf einer Intensivstation überwacht, erhält Infusionen zur Stabilisierung des Kreislaufs und eine professionelle Schmerztherapie.
Die lückenlose Überwachung stellt sicher, dass auf jede Veränderung des Zustands sofort reagiert werden kann. Auch endoskopische Untersuchungen, um etwa verschluckte Fremdkörper ohne großen Schnitt zu entfernen, gehören oft zum Standardrepertoire, das ein spezialisierter Notfall Tierarzt für dein Tier bereithält.





