Rotbraunes Ochsenauge

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Rotbraunes Ochsenauge

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Edelfalter (Nymphalidae)
Unterfamilie: Augenfalter (Satyridae)
Gattung: Pyronia
Art: Rotbraunes Ochsenauge
Wissenschaftlicher Name
Pyronia tithonus
Linnaeus, 1771

Das Rotbraune Ochsenauge (Pyronia tithonus), auch Braungerändertes Ochsenauge genannt, gehört innerhalb der Familie der Augenfalter (Satyridae) zur Gattung Pyronia. Früher lautete der zoologische Name Maniola tithonus.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Das Rotbraune Ochsenauge erreicht eine Flügelspannweite von 45 bis 50 Millimeter. Die Flügeloberseite weist eine bräunliche Färbung auf. Der Vorderflügel zeigt in der oberen Ecke einen markanten schwärzlichen Augenfleck mit einem kleinen weißlichen Fleck im Innern. Der Augenfleck liegt insgesamt in einem größeren, orangenen Fleck. Die Vorderflügel weisen zudem unregelmäßige orangene Muster auf. Die Flügelunterseite ist bräunlich gefärbt und leicht marmoriert. Auch hier ist der Augenfleck ebenfalls deutlich erkennbar. Zudem zeigt sich an der Flügelunterseite eine helle Binde. Die Flügelränder sind charakteristisch weißlich ausgefranst. Der längliche Körper ist dicht behaart und weist eine gräuliche bis bräunliche Färbung auf. Die fadenartigen Fühler weisen eine helle Färbung auf.

Lebensweise

Die Falter fliegen in einer Generation von Juli bis September, im Süden auch bis Oktober. Sie sind sehr häufig anzutreffen und kommen meist in größeren Gruppen vor.

Verbreitung

Das Rotbraune Ochsenauge ist in weiten Teilen Mittel- und Südeuropas verbreitet. Im Osten erstreckt sich das Verbreitungsgebiet bis in den Kaukasus. Das Rotbraune Ochsenauge ist meist an Wald- und Wegrändern mit entsprechender Vegetation zu beobachten. Aber auch reines Grasland, Mäh- und Magerwiesen und naturnahe Gärten werden gerne besiedelt. In Höhenlagen kommt das Große Ochsenauge in Mittelgebirgen bis in Höhen von 1.500 Meter vor. Hier halten sich die Falter meist an sonnigen Hängen auf.

Ernährung

Die Raupen des Rotbraunen Ochsenauges ernähren sich polyphag, d.h. sie fressen Blätter von vielen verschiedenen Pflanzenarten. Dazu gehören insbesondere verschiedene Süßgräser der Familie Poaceae. Die Falter saugen den Nektar blütentragender Pflanzen. Als tagaktive Falter gehen sie nur am Tage auf Nahrungssuche. Die Raupen sind gegen Ende ihrer Entwicklung, insbesondere nach der Überwinterung, auch nachtaktiv.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit und die Eiablage des Rotbraunen Ochsenauges erfolgen im Spätsommer. Bei der Paarung berühren sich die Falter mit den Hinterleibern und es kommt zur Befruchtung. Meist im August legen die Weibchen ihre Eier auf die Blattoberseite von Futterpflanzen. Dazu gehören verschiedene Süßgräserarten der Familie Poaceae. Nach bereits 18 bis 20 Tagen schlüpfen die kleinen Raupen. Die Raupen sind überwiegend grünlich gefärbt. Dorsal und lateral zeichnet sich eine leichte Behaarung ab. Sie erreichen eine Endlänge von gut 25 Millimeter. Die Überwinterung geschieht im Raupenstadium. Hierzu ziehen sie sich an geschützten Stellen zwischen Blättern und Halmen zurück.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Der neue Kosmos-Schmetterlingsführer. Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen. Kosmos, 2003 ISBN 3440093301
  • Leon Rogez: Schmetterlinge und Raupen. Ensslin im Arena Verlag, 2006 ISBN 3401452541
  • Thomas Ruckstuhl: Schmetterlinge und Raupen. Gondrom Verlag, 2001 ISBN 3401452541
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
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