Riesenholzwespen-Schlupfwespe

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Riesenholzwespen-Schlupfwespe

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)
Familie: Schlupfwespen (Ichneumonidae)
Unterfamilie: Rhyssinae
Gattung: Rhyssa
Art: Riesenholzwespen-Schlupfwespe
Wissenschaftlicher Name
Rhyssa persuasoria
(Linnaeus, 1758)

Die Riesenholzwespen-Schlupfwespe (Rhyssa persuasoria) zählt innerhalb der Familie der Schlupfwespen (Ichneumonidae) zur Gattung Rhyssa. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Riesenholzwespen-Schlupfwespe erreicht eine Körperlänge von 30 bis 40 Millimeter und gehört somit zu den größen Schlupfwespen-Arten. Der Körper ist langgestreckt, der Abdomen formt sich zu einer Wespentaille. Die Grundfärung ist dunkelbraun bis schwarz. Der Abdomen des Männchen weist einen leicht rötlichen Schimmer auf. Die abdominalen Segmente des Weibchen sind durch kleine gelbe Tupfen gekennzeichnet. Insgesamt ist das Männchen kleiner als das Weibchen. Die Beine sind bei beiden Geschlechtern orange gefärbt. Anders als das Männchen, so verfügt das Weibchen am Ende ihres Abdomens über einen bis zu vier cm langen Legeapparat, mit dem sie die Eier unter das Holz ablegen kann.

Lebensweise

Die Flugzeit der adulten Riesenholzwespen-Schlupfwespen erstreckt sich meist über Juni bis August.

Verbreitung

Die Riesenholzwespen-Schlupfwespe findet auf der gesamten nördlichen Erdkugel ihre Verbreitung. Sie kommt sowohl in Europa, Nordafrika, Nordamerika als auch in Asien vor. Sie bevorzugt lichte Wälder als Lebensraum. Meist handelt es sich dabei um Misch- oder reine Nadelwälder.

Ernährung

Die Larven der Riesenholzwespen-Schlupfwespe ernähren sich als Ektoparasit von Larven der Holzwespen oder der Bockkäfer.

Fortpflanzung

Die Eiablage erfolgt meist im August. Das Weibchen sucht die Larven von Wirtstieren, um in der Nähe der Larve ein oder mehrere Eier abzulegen. Mittels des Geruchssinnes kann sie die Larven aufspüren. Als Wirtslarven kommen meist die Larven der Holzwespen und der Bockkäfer in Frage. Mit ihrem langen Legeapparat dringt die Riesenholzwespen-Schlupfwespe zielsicher durch das Holz und legt ihre Eier ab. Dieser Vorgang kann bis zu 20, ja sogar bis zu 40 Minuten dauern.

Die Larve, die aus dem Ei schlüpft und gelblich-weiß gefärbt ist, ernährt sich dann von dem Körpergewebe der Wirtslarve. Die Entwicklung dauert meist ein bis zwei, selten bis drei Jahre. Die Larve verfügt über kräftige Beisswerkzeuge. Gegen Ende der Entwicklung erfolgt die Verpuppung. Nach dem Schlupf nagt sich die fertige Wespe (Imago) nach außen. Im August sterben die adulten Riesenholzwespen-Schlupfwespen.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Furchenbienen: Lasioglossum pauxillum
  • Heiko Bellmann: Insekten (ohne Schmetterlinge). Erkennen und Bestimmen. 2002 by Mosaik Verlag in der Verlagsgruppe FALKEN/Mosaik, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH, 81673 München / 5 4 3 2 1. ISBN 3-576-11476-9
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
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