Krötenkopf-Schildkröte

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Krötenkopf-Schildkröte

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schildkröten (Testudinata)
Unterordnung: Halswender-Schildkröten (Pleurodira)
Familie: Schlangenhalsschildkröten (Chelidae)
Gattung: Krötenkopf-Schildkröten (Phrynops)
Art: Krötenkopf-Schildkröte
Wissenschaftlicher Name
Phrynops hilarii
Duméril & Bibron, 1835

Die Krötenkopf-Schildkröte (Phrynops hilarii), die auch Froschkopfschildkröte genannt wird, gehört innerhalb zur Familie der Schlangenhalsschildkröten (Chelidae) und zählt zur Gattung der Krötenkopf-Schildkröten (Phrynops).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Das Weibchen der Krötenkopf-Schildkröte erreicht eine Länge von bis zu 40 Zentimeter, das Männchen etwa 35 Zentimeter. Das Gewicht liegt bei 3.000 bis 4.600 Gramm. Haut und Carapax weisen eine überwiegend graue bis hellbraune Färbung auf. Die Ränder der Randschilde weisen meist gelbliche bis orangene Bereiche auf. Die Randschilde sind an den Seiten deutlich abgerundet. Der Carapax ist insgesamt nur wenig gewölbt. Der Plastron ist beim Weibchen eben, beim Männchen deutlich konkav. Die Unterseite des Panzers sowie die Unterseite von Kopf und Extremitäten sind meist deutlich heller gefärbt. Auf Höhe der Augen verläuft über die gesamte Kopflänge ein schwärzlicher Streifen, der bis zur Schnauzenspitze reicht. Die Nasenöffnungen liegen oberhalb der Schnauzenspitze. Die Unterseite, im Bereich des Kinns, ist leicht gräulich gefärbt. Männchen verfügen über einen längeren Schwanz als Weibchen. Außerdem liegt die Kloake bei ihnen weiter hinten. Aufgrund der aquaristischen Lebensweise haben sich bei den Krötenkopf-Schildkröten im Laufe der Evolution zwischen den Zehen deutlich sichtbare Schwimmhäute gebildet. Die Schildkröte ist ein ausgesprochen guter Schwimmer. Die Beine sind kräftig gebaut und enden in starken Krallen. Das Land suchen sie nur zur Eiablage und zum Sonnenbaden auf. Die tagaktive Krötenkopf-Schildkröte ist in ihrer Art noch nicht bedroht.

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Krötenkopf-Schildkröten erstreckt sich über tropische und subtropische Gebiete im Südosten Südamerikas. Zu den Verbreitungsgebieten gehören insbesondere Südostbrasilien, Nordargentinien, Uruguay und Paraguay. Sie leben überwiegend an langsam fliessenden Gewässern wie Flüsse, große Seen und ausgedehnte Sumpfgebiete. Die meiste Zeit halten sie sich auf dem schlammigen Untergrund ihres Gewässers auf. Gelegentlich kommen sie an Land um sich zu sonnen.

Ernährung

Krötenkopf-Schildkröten sind räuberische Allesfresser, die alles erbeuten, was überwältigt werden kann. Dazu gehören neben Insekten, Weichtiere, Krebstiere und Fische. Ihre Nahrung suchen sie in der Regel im Wasser. In Gefangenschaft fressen sie auch reife Früchte.

Fortpflanzung

Die Hauptpaarungszeit der Krötenkopf-Schildkröte beginnt im Hochsommer, meist zwischen Januar und Februar. Das Weibchen legt rund 10 bis 25 Eier in Erdmulden, die sorgsam verschlossen werden. Die Mulden werden in der Regel in zehn bis zwanzig Metern Entfernung vom Gewässer angelegt. Hier sind die abgelegten Eier vor Überschwemmung sicher. Das Substrat ist in der Regel feinsandig und feinkörnig. Die Eier haben eine Länge von 35 bis 38 mm, eine Breite von 19 mm und ein durchschnittliches Gewicht von rund acht Gramm. In Abhängigkeit der Inkubationstemperatur schlüpfen die Jungtiere nach 110 bis 160 Tagen. Die Jungschildkröten haben eine Schlupflänge von 30 mm sowie ein Gewicht von 5 Gramm. Die Krötenkopf-Schildkröte kann ein Alter von 30 bis 35 Jahren erreichen.

Fotogallerie

Anhang

Literatur und Quellen

  • Fritz J. Obst: Die Welt der Schildkröten. Müller Rüschlikon, Auflage 2, (1988). ISBN 3275008552
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