Königspinguin

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Königspinguin

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neornithes)
Ordnung: Pinguine (Sphenisciformes)
Familie: Pinguine (Spheniscidae)
Gattung: Großpinguine (Aptenodytes)
Art: Königspinguin
Wissenschaftlicher Name
Aptenodytes patagonicus
Miller, 1778

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Königspinguin (Aptenodytes patagonicus) gehört zusammen mit dem Kaiserpinguin zu den größten Vertretern der Familie der Pinguine (Spheniscidae). Im Englischen wird die Art King Penguin genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Königspinguin erreicht ein Größe von bis zu 95 cm und ein Gewicht von bis zu 14 Kg. Das Gefieder weist auf Rücken und Flügel eine dunkelgraue bis schwarze Färbung auf, sein Kopf ist schwarz. Die Bauchseite sowie die Unterseite der Flügel sind weiß. Erkennungsmerkmal sind die orangenen bis gelben Färbungen der Ohrenpartie sowie im oberen Brustbereich. Sein Schnabel ist relativ lang und leicht nach unten gebogen. Darüber hinaus weist der Schnabel an beiden Seiten eine orangerote Färbung auf, die vom Schnabelansatz zur Spitze hin abnimmt.

An Land hat der Königspinguin keine Feinde, im Wasser stellen ihm insbesondere der Schwertwal und der Seeleopard nach. Unter günstigen Voraussetzungen wird er 20 Jahre alt. Die Eier und die Jungvögel stellen allerdings für Raubvögel eine leichte Beute dar.

Unterarten

Verbreitung

Königspinguine leben in den subantarktischen Gewässern um die Inselngruppen wie Südgeorgien, den Macquarie-Inseln, den Crozetinseln und auf den Falklandinseln.

Nahrung

Auf ihrem Speiseplan stehen Fische, Tintenfische und Krill. Die Nahrung wird in Tiefen von bis zu 300 Metern ertaucht. Dabei können sie mehrere Minuten unter Wasser bleiben. Das im Blut vorhandene Protein Myoglobin ermöglicht ihnen diese langen und tiefen Tauchgänge. Ihre Nahrungsgebiete liegen weit draussen auf hoher See. Sie legen auf ihren Beutezügen oft mehrere hundert Kilometer zurück und fressen dabei bis zu 20 kg Fisch.

Fortpflanzung

Der Brutzyklus der Königspinguine ist mit mehr als 13-15 Monaten ausgesprochen lang. Das Weibchen legt im Sommer, an eisfreien Flächen, nur ein grünliches Ei, welches zwischen den Füßen in einer Bauchfalte ausgebrütet wird. Nach dem Schlupf bleiben die Küken den Winter über in Kolonien mit zum Teil vielen tausend Jungvögeln zurück und werden in Abständen von 2-3 Wochen gefüttert. Das Dunenkleid der Jungvögel ist braun. Nach der Mauser trennen sich die Jungvögel von ihren Eltern. Die Geschlechtsreife wird mit rund 6 Jahren erreicht.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Boris M. Culik & Rory P. Wilson: Die Welt der Pinguine. Überlebenskünstler in Eis und Meer. Blv Buchverlag; 1993 ISBN 3405144760
  • Prof. Dr. Dr. hc Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

Qualifizierte Weblinks

'Persönliche Werkzeuge