Geomys tropicalis

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Geomys tropicalis
Foto/Zeichnung folgt.

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Familie: Taschenratten (Geomyidae)
Unterfamilie: Geomyinae
Tribus: Geomyini
Gattung: Flachland-Taschenratten (Geomys)
Art: Geomys tropicalis
Wissenschaftlicher Name
Geomys tropicalis
Goldman, 1915

IUCN-Status
Critically Endangered (CR)

Geomys tropicalis zählt innerhalb der Familie der Familie der Taschenratten (Geomyidae) zur Gattung der Flachland-Taschenratten (Geomys). Im Englischen wird die Art auch Tropical Pocket Gopher genannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt (Baker & Williams, 1974).

Der Gattungsname Geomys kommt aus dem griechischem und setzt sich aus den Begriffen Geo = '"Erde" und Mys = "Maus" zusammen. Der Artname setzt sich aus dem griechischem Wort tropic = "tropisch" und dem latainischen Suffix alis = "bezugnehmend" zusammen. Ursprünglich wurde Geomys tropicalis als Unterart Geomys personatus geführt. Der Artstatus gilt als bestätigt (Baker & Williams, 1974).

Inhaltsverzeichnis

Fossile Funde

Die Gattung Geomys hat ihren Ursprung in den Gattungen Orthogeomys, Zygogeomys und Pappogeomys aus dem späten Pliozän. Dies ist durch fossile Funde belegt. Die rezenten Arten der Gattung verweisen auf das späte Pleistozän (Baker & Williams, 1974).

Erkennung und Unterschiede

Die größte Ähnlichkeit weist Geomys tropicalis mit Geomys arenarius und Geomys personatus auf. Die Fellfärbung zwischen Geomys tropicalis und den meisten Unterarten von Geomys personatus ist mit zimtfarben identisch.

Beschreibung

Aussehen und Maße

Geomys tropicalis ist eine mittelgroße Art der Flachland-Taschenratten. Charakteristisch ist der dickliche Körper, die kleinen Augen, die reduzierten Ohrmuscheln, die ständig nachwachsenden Zähne und die ausgedehnten Backentaschen. Weibchen erreichen eine Gesamtlänge von 235 bis 250 (243,5) mm, eine Schwanzlänge von 78 bis 85 (82) mm, eine Hinterfußlänge von 31 bis 33 (32,2) mm, eine Condylobasallänge von 41,3 bis 43,1 (42,3) mm sowie eine Jochbeinbreite von 25,1 bis 27,7 (26,6) mm. Männchen erreichen eine Gesamtlänge von 260 bis 265 (260,0) mm, eine Schwanzlänge von 87 bis 93 (89) mm, eine Hinterfußlänge von 33 bis 35 (35,0) mm, eine Condylobasallänge von 46,0 bis 48,0 (46,2) mm sowie eine Jochbeinbreite von 30,4 bis 31,2 (30,5) mm. Das Gebiss besteht aus 20 Zähnen. Die zahnmedizinische Formel lautet 1/1, 0/0, 1/1, 3/3 (Baker & Williams, 1974).

Lebensweise

Die meiste Zeit des Lebens verbringt Geomys tropicalis als grabende Art unter der Erde. Die Art lebt einzelgängerisch und verhält sich ausgesprochen territorial. Zum Kontakt zwischen den Geschlechtern kommt es ausschließlich während der Paarungszeit. Geomys tropicalis ist ganzjährig aktiv, eine Winterruhe oder ein Winterschlaf wird nicht gehalten. Über die Ernährungsweise und das Fortpflanzungsverhaöten liegen keine Informationen vor (Baker & Williams, 1974).

Verbreitung und Lebensraum

Geomys tropicalis ist im mexikanischen Bundesstaat Tamaulipas endemisch. Besiedelt werden hier nur die südöstlichen Landesteile. Die Vorkommen erstrecken sich über lediglich 150 km². Geomys tropicalis bevorzugt als Lebensraum eher sandige Ebenen oder lichte Wälder mit sandigen, tiefen Böden (Baker & Williams, 1974; Ceballos & Olivia, 2005).

Biozönose

Prädatoren

Zu den natürlichen Feinden zählen insbesondere Fleckenskunks (Spilogale). Über weitere natürliche Feinde ist in der Literatur nichts dokumentiert (Baker & Williams, 1974).

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Geomys tropicalis gehört heute zu den stark bedrohten Arten und wird in der Roten Liste der IUCN in der Katzegorie CR, Critically Endangered, geführt. Die Hauptprobleme sind zum einen das kleine Verbreitungsgebiet, zum anderen die Präferenz zu spezifischen Lebensräumen. Zudem sind die Lebensräume stark von der sich immer weiter ausbreitenden Landwirtschaft bedroht. Auch die fortschreitende Urbanisierung stellt ein großes Problemn dar (Baker & Williams, 1974; IUCN, 2013).

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

Qualifizierte Weblinks

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