Gefleckte Wiesenschnake

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Gefleckte Wiesenschnake
Weibchen
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Weibchen
Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Zweiflügler (Diptera)
Unterordnung: Mücken (Nematocera)
Familie: Schnaken (Tipulidae)
Gattung: Krähenschnaken (Nephrotoma)
Art: Gefleckte Wiesenschnake
Wissenschaftlicher Name
Nephrotoma appendiculata
Pierre, 1919

Die Gefleckte Wiesenschnake (Nephrotoma appendiculata) zählt innerhalb der Familie der Schnaken (Tipulidae) zur Gattung der Krähenschnaken (Nephrotoma).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Gefleckte Wiesenschnake erreicht eine Körperlänge von 16 bis 25 Millimeter. Weibchen werden etwas größer als Männchen. Die Flügellänge entspricht in etwa der Körperlänge und weisen eine pigmentlose milchige Färbung auf. Die vorderen Ränder der Flügel sind bräunlich gefärbt. Der Körper weist eine gelbliche Färbung mit verschiedenen schwarze Zeichnungen auf. Der Kopf weist ebenfalls eine gelbliche Färbung auf. Der Oberkopf ist mit einem schwarzen Längsstreifen versehen.

Die sehr langen Beine befinden sich allesamt am Thorax. Der Kopf ist recht klein und weist eine längliche Form auf. Im Bereich um die Facettenaugen sind zwei kurze Fühler erkennbar. Die Gefleckte Wiesenschnake ist überwiegend dämmerungsaktiv und verhält sich tagsüber ruhig sitzend auf Ruheplätzen. Bei einem Massenauftreten können die Larven der Gefleckten Wiesenschnaken erheblichen Schaden an Pflanzen anrichten. Ansonsten ist die Wiesenschnake harmlos und für den Menschen oder die Tiere nicht gefährlich.

Verbreitung

Die Gefleckte Wiesenschnake ist in weiten Teilen des gemäßigten Europas und in Nordafrika verbreitet. Sie bevorzugt hauptsächlich feuchte Habitate wie Sümpfe, Feuchtwiesen und Moor- und Heideflächen. Auch Kulturflächen, Agrarflächen sowie Parks und Gärten werden besiedelt.

Nahrung

Adulte Gefleckte Wiesenschnaken ernähren sich in ihrem kurzem Leben hauptsächlich von Nektar. Larven ernähren sich von Wurzeln und Blättern der Erbsen, Kartoffeln, verschiedenen Getreidearten und Gräsern. Die Larven gelten bei massenhaftem Auftreten als Schädling.

Fortpflanzung

Gefleckte Wiesenschnake - Paarung
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Gefleckte Wiesenschnake - Paarung
Gefleckte Wiesenschnake - Männchen
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Gefleckte Wiesenschnake - Männchen
Die Paarungszeit der Gefleckten Wiesenschnake erstreckt sich über den Spätsommer. Das Weibchen läßt nach einer erfolgreichen Paarung ihre Eier im Fluge fallen, selten erfolgt die Eiablage auch direkt auf dem Erdboden. Pro Saison legt ein Weibchen zwischen 300 und 400 Eier. Die ovalen Eier weisen eine Länge von gut einem Millimeter auf und sind schwärzlich gefärbt. Die embryonale Entwicklung dauert etwa 15 Tage. Im Herbst schlüpfen die Larven, die einen zylinderförmigen Körper aufweisen. Die Larve ist bräunlich gefärbt und mißt in etwa drei bis vier Millimeter. In dieser Form findet die Überwinterung statt, die im Erdboden erfolgt. Meist im April oder Mai entwickweln die Larven ihre Hauptaktivität. Sie ernähren sich knapp unter der Erdoberfläche von Wurzeln sowie nachts auch oberirdisch von den Pflanzen direkt. Ihre Endlänge kann bis zu vier cm erreichen. Die Verpuppung erfolgt in Juni oder Juli. Der Schlupf der fertigen Schnaken erfolgt meist drei Wochen danach. Pro Jahr kommt es zu einer Generation.
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