Durango-Chipmunk

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Durango-Chipmunk
Foto/Zeichnung folgt.

Systematik
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
Teilordnung: Sciurida
Überfamilie: Hörnchenartige (Sciuroidea)
Familie: Hörnchen (Sciuridae)
Unterfamilie: Erd- und Baumhörnchen (Sciurinae)
Tribus: Streifenhörnchen (Tamiini)
Gattung: Chipmunks (Tamias)
Species: Durango-Chipmunk
Wissenschaftlicher Name
Tamias durangae
(Allen, 1903)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Durango-Chipmunk (Tamias durangae) zählt innerhalb der Familie der Hörnchen (Sciuridae) zur Gattung der Chipmunks (Tamias) und hier zur Untergattung Neotamias. Im Englischen wird dieses Hörnchen Durango Chipmunk genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Durango-Chipmunk erreicht je nach Unterart und Geschlecht unterschiedliche Maße und Gewichte. Männchen in der Nominatform erreichen eine Körperlänge von 125 bis 156 (137) mm, eine Schwanzlänge von 80 bis 100 (91) mm, eine Hinterfußlänge von 31 bis 37 (35) mm, eine Schädellänge von 36 bis 38,9 (37,4) mm, eine Rostrumlänge von 13,6 bis 15,1 (14,2) mm, eine Hirnschädellänge von 22 bis 24,2 (23,2) mm, eine Jochbeinbreite von 19,9 bis 21,2 (20,2) mm, eine Hirnschädeltiefe von 14,8 bis 16 (15,2) mm sowie eine Hirnschädelbreite von 17 bis 18,2 (17,7) mm. Weibchen erreichen eine Körperlänge von 131 bis 150 (138) mm, eine Schwanzlänge von 87 bis 110 (98) mm, eine Hinterfußlänge von 34 bis 38 (36) mm, eine Schädellänge von 36,9 bis 39,5 (38,0) mm, eine Rostrumlänge von 13,5 bis 15,8 (14,4) mm, eine Hirnschädellänge von 23,1 bis 24,0 (23,5) mm, eine Jochbeinbreite von 19,5 bis 21,3 (20,6) mm, eine Hirnschädeltiefe von 14,7 bis 15,7 (15,2) mm sowie eine Hirnschädelbreite von 17,2 bis 18,5 (17,7) mm. Das Sommerfell ist insgesamt dunkelfarbig, im Winter ist es etwas heller gefärbt. In der Fellfärbung ähnelt die Art dem Buller-Chipmunk. Im Bereich der dorsalen Region zeigen sich jeweils 4 hellere und 5 dunkle Streifen (Best, Barting & Burt, 1993).

Lebensweise

Über die Lebensweise ist so gut wie nichts bekannt.

Unterarten

  • Tamias durangae durangae - Allen, 1903
  • Tamias durangae solivagus - Howell, 1922

Verbreitung und Lebensraum

Der Durango-Chipmunk ist in den südöstlichen mexikanischen Bundesstaaten Chihuahua, Coahuila und Durango endemisch. Die Art tritt in Höhen von 1.950 bis 2.550 m über NN in Erscheinung. Durango-Chipmunks. Die Tiere besiedeln vor allem bewaldete Berghänge, in denen Kiefern (Pinus), Eichen (Quercus), Heilige Tannen (Abies religiosa), Douglasien (Pseudotsuga menziesii) und Amerikanische Zitterpappeln (Populus tremuloides) dominieren (Best, Barting & Burt, 1993).

Biozönose

Sympatrie

Der Durango-Chipmunk teilt sich seinen Lebensraum mit zahlreichen anderen kleinen Säugetieren wie dem Felsen-Chipmunk (Tamias dorsalis), dem Buller-Chipmunk (Tamias bulleri), Sorex vagrans, dem Felsenziesel (Spermophilus variegatus), dem Sierra-Madre-Ziesel (Spermophilus madrensis), dem Felsen-Chipmunk (Tamias dorsalis), dem Aberthörnchen (Sciurus aberti), dem Apache-Fuchshörnchen (Sciurus apache), dem Assapan (Glaucomys volans), dem Zwergtaschenratte (Thomomys umbrinus), der Schwarzohrmaus (Peromyscus melanotis), der Pinyon-Hirschmaus (Peromyscus truei), Peromyscus boylii, Peromyscus difficilis, der Baumwollratte (Sigmodon hispidus), Neotoma albigula, Neotoma mexicana, Kleinstbuschratten (Nelsonia), der Mexikanischen Wühlmaus (Microtus mexicanus) und dem Florida-Waldkaninchen (Sylvilagus floridanus) (Best, Barting & Burt, 1993).

Prädatoren

Zu den natürlichen Feinden zählen der Streifenskunk (Mephitis mephitis), der Westliche Fleckenskunk (Spilogale gracilis), der Graufuchs (Urocyon cinereoargenteus), der Kojote (Canis latrans), der Wolf (Canis lupus) und der Puma (Puma concolor) (Best, Barting & Burt, 1993).

Ernährung

Der Durango-Chipmunk ernährt sich hauptsächlich von Pinienkernen und grünen Eicheln. Je nach Jahreszeit stehen auch andere Nüsse und Körner auf der Speisekarte (Best, Barting & Burt, 1993).

Fortpflanzung

Die Paarungszeit der Durango-Chipmunks erstreckt sich über das Frühjahr bis in den späten Sommer hinein. Ein durchschnittlicher Wurf besteht aus 2 bis 3 Jungtieren. Weiteres wurde bisher nicht erforscht (Best, Barting & Burt, 1993).

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Durango-Chipmunks gelten aufgrund ihrer eifrigen Sammeltätigkeit von Sämereien für den Waldbestand als ausgesprochen wichtig. Die Tiere verbreiten im großen Umfang die Samen von Bäumen und Sträuchern und tragen so zum ausgewogenen Wachstum des Waldes bei. Durango-Chipmunks gelten heute als noch nicht gefährdet. Die Tiere sind überall noch häufig anzutreffen. In der Roten Liste der IUCN wird die Art daher als nicht in der Kategerie LC, Least Concern, geführt (IUCN, 2013).

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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