Benutzer:Riesenahi 14/Baustelle2

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Gespenstschrecken
Weibchen von Oreophoetes peruana

Systematik
Reich: Tiere (Animalia)
Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm: Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Ordnung: Gespenstschrecken
Wissenschaftlicher Name
Phasmatodea
Gray, 1835

Die Ordnung der Gespenstschrecken (Phasmatodea) auch Phasmiden genannt zählt innerhalb der Klasse der Insekten (Insecta) zur Unterklasse Geflügelte Insekten (Pterygota). Die Ordnung der Phasmiden teilt man grob in Gespenstschrecken, Stabschrecken und Wandelnden Blätter. Lediglich die Wandelndes Blätter werden auch als die Familie Phylliidae zusammengefasst. Im Englischen wird diese Ordnung Stick Insects, Walking Sticks oder, aber eher die Wandelnden Blätter, Leaf Insects genannt. Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurden drei Phasmidenarten von Carl von Linné im Jahre 1758, wirklicher Erstbeschreiber, der sich nur den Phasmiden widmete, war jedoch George Robert Gray im Jahre 1835.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Geschichte der Phasmiden lässt sich bis 1758 zurückführen, da zu diesem Zeitpunkt der schwedische Naturforscher Carl von Linné die ersten drei Phasmidenarten beschrieb.

Dies erfolgte in der 10. Ausgabe seiner berühmten "Systema Naturae", in der er alle Geradflügler (Orthoptera) in der Gattung der Grillen (Gryllus) zusammenführte. Später, führte der die Phasmiden gemeinsam mit den Fangschrecken (Mantodea) in die Gattung Mantis zusammen. Dies wurde erst wieder durch Caspar Stoll und Anton August Heinrich Lichtenstein geändert, da sie sich für die Stellung der Phasmiden als eigene Familie einsetzten. Entgültig eingeführt wurde es von Johann Karl Wilhelm Illiger in seinem Werk "Verzeichnis der Käfer Preußens" und in den Werken von Johann Christian Fabricius. Erst 1833 wurde von George Robert Gray das Werk "The entomology of Australia, in a series of monographs. The monograph of the genus Phasma", welches sich ausschließlich mit Phasmiden beschäftigt verfasst, zwei Jahre später, 1835, wurde einen erste Monographie der Ordung der Phasmiden publiziert. In dieser waren die bereits 134 Arten beinhaltet, sowie viele neue Gattungen.

Das jedoch größte Werk, der "Catalogue of Orthopterous Insects in the Collection of the British Museum", welcher noch heute unumgänglich für Phasmatologen ist, verfasste John Obadiah Westwood. In diesem sind bereits 471 Arten in 39 Gattungen beschrieben, außerdem sind 40 Tafeln mit Bleistiftzeichnungen der Phasmiden enthalten. Nach vielen unbrauchbareb Systematiken und Klassifizierungen, verfassten erst 1904 Karl Ritter Brunner von Wattenwyl und Joseph Redtenbacher ein in drei Teile geteiltes Werk, das, "Die Insektenfamilie der Phasmiden", welches bereits 1899 Arten beschrieb. Bis heute stellt es die umfangreichste Monographie über Phasmiden dar. Bis heute werden immer wieder neue Arten entdeckt und wissenschaftlich beschrieben.

Beschreibung

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Körperbau

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Ernährung

Phasmiden sind reine Pflanzenfresser und ernähren sich polyphag, dabei sind die meisten Arten auch nicht sehr wählerisch, jedoch fressen sie nicht jede Pflanze. In ihren Verbreitungsgebieten spezialisieren sich die meisten Arten auf eine gewisse Pflanzenfamilie, wie zum Beispiel auf Rosengewächse (Rosaceae) oder Ölbaumgewächse (Oleaceae). Viele Arten ernähren sich auch von Guave (Psidium guajava).

In der Haltung in Terrarien sind die Phasmiden noch weniger wählerisch und fressen beinahe alle Pflanzenarten, die mit den Pflanzen in den tropischen oder subtropischen Verbreitungsgebieten wachsen, verwandt sind. Oder stellen sich auch auf ganz andere Pflanzen ein. Besonders werden Brombeeren (Rubus allegheniensis), Eichen (Quercus), Weißdorn (Crataegus), Rose (Rosa), Efeu (Hedera helix), Erdbeere (Fragaria), Himbeere (Rubus idaeus), Johannisbeeren (Ribes), Buche (Fagus), Haselnuss (Corylus avellana), Liguster (Ligustrum), Flieder (Syringa) oder Forsythie (Forsythia) angenommen. Viele Pflanzen die als Kübelpflanzen zu uns kommen, werden ebenso gefressen, gute Beispiele wären hierzu Eukalytus (Eucalyptus) Bambus (Bambuseae) und Akazien (Acacia). Dabei muss darauf geachtet werden, dass alle Pflanzen nicht gespritzt sind. Etwa 90% aller Phasmiden nehmen Brombeere und Himbeere als Hauptfutter, oder zumindest als Beifutter an. Daneben gibt es auch richtige Futterspezialisten wie zum Beispiel die Samtschrecke (Peruphasma schultei) die als Hauptfutter nur Liguster annehmen, oder die Farn-Stabschrecken (Oreophoetes peruana) die sich auf Farne spezialisiert hat. Auch gibt es auch viele wintergrüne Pflanzen, die im Winter verfüttert werden können.

Verbreitung

Phasmiden kommen auf jedem Kontinent der Erde vor, ausgenommen ist nur die Antarktis. Im südlichen Europa, wie etwa in Italien, Spanien, Frankreich und dem Balkan ist lediglich die Art Bacillus rossius bekannt. In Australien sind wohl die bekanntesten Vertreter, die Australische Gespenstschrecke (Extatosoma tiaratum) oder auch Eurycnema goliath, die sich dort bevorzugt in Eukalyptuswäldern aufhalten beheimatet. Besonders im Indonesischen Archipels, wie in Borneo, den Phillipinen, Neuguinea und Java ist die Artenvielfalt der Phasmiden sehr groß. Um einige zu nennen, wären da Dares validispinus, Epidares nolimetangere, Eurycantha calcrata und Haaniella dehaanii. Aber auch die nördlicher gelegeneren Gebiete in Indien, Thailand und Malaysia bieten vielen Arten eine Heimat an. Darunter ist unteranderem auch eines der schwersten Insekten der Welt verbreitet, die Riesengespenstschrecke (Heteropteryx dilatata) mit 50 Gramm. Auch eines der längsten Insekten der Welt, Phobaeticus serratipes, die fast bis zu 300 Millimeter wird, sowie Wandelnde Blätter, wie etwa Phyllium giganteum und Phyllium westwoodi bewohnen diese Gebiete. Südamerika wird besonders in den Anden, wie in Peru, Kolumbien und Ecuador von etwas kleinere Arten bewohnt, wie die Samtschrecke (Peruphasma schultei), die Farnstabschrecke (Oreopoetes peruana) oder auch die kleinste Phasmide der Welt, mit etwa 17,5 Millimetern, Grylloclonia minima. In Nordamerika ist die Artenvielfalt geringer als in Südamerika, nördlich der USA ist zum Beispiel Anismorpha buprestoides beheimatet. Auch im Süden von Afrika kommen wärmeliebende Arten vor.

Im Allgemeinen bewohnen Phasmiden tropische und subtropische Gebiete und halten sich dort von der unteren Strauch- und Krautschicht bis hin zu den Baumkronen auf. Auch die Vegetation spielt eine große Rolle, und viele Arten haben sich an diese angepasst. Wie etwa in Auwäldern, die an Flüssen und Bächen stehen und auch oft überschwemmt werden. In solchen Gebieten gibt es zum Beispiel hauptsächlich Arten, welche ihre Eier nicht zu Boden fallen lassen, da dieser ja regelmäßig unter Wasser steht. Stattdessen sind dort flugfähige Phasmiden beheimatet, die ihre Eier unter Baumrinden ablegen oder an die Futterpflanze kleben. Auch werden Sekundärwälder bewohnt, das heißt Wälder die nach dem sie abgeholzt, brandgerodet und danach jahrelang landwirtschaftlich genutzt wurden, brach gelassen werden. Dort bildet sich ein neuer, jüngere und meist wenig hoher Wald, den viele Arten als neuen Lebensraum nutzen. Selbst in Stadtgebieten, in denen es viele Grünflächen gibt und die nicht mit Insektiziden behandelt sind, treten einige Arten auf. Diese leben dann selbst in der Nähe von Siedlungen und Häusern der Menschen (Homo sapiens).

Fortpflanzung und Entwicklung

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Abwehr- und Verteidigungsmechanismen

Extatosoma tiaratum tarnt sich durch Krypsis auf einem Baum mit welken Blättern
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Extatosoma tiaratum tarnt sich durch Krypsis auf einem Baum mit welken Blättern
Bacillus rossius betreibt Mimese und tarnt sich als Ast
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Bacillus rossius betreibt Mimese und tarnt sich als Ast

Phasmiden sind als Meister der Tarnung bekannt. Die Stabschrecken imitieren Äste, die Wandelndes Blätter versuchen sich als Blätter zu tarnen, beide Vorgänge nennt man Mimese. Phyllium giganteum bekommt mit der Zeit sogar braune Flecken auf dem blattartigen Körper, um wie ein kranken Blatt auszusehen. Die einzige Ausnahme sind die Arten, die als Gespenstschrecken zusammengefasst werden, sie verlassen sich nicht nur auf ihre Tarnung, sondern verteidigen sich auch aktiv. Die Riesengespenstschrecke (Heteropteryx dilatata) zum Beispiel besitzt bedornte Hinterbeine mit der sie auch ausschlägt und blutende Feinde hinterlassen kann. Ein weiterer Tarnvorgang der von manchen Arten angewendet wird, ist Krypsis, d.h. sie versuchen mit ihrer farblichen Umwelt zu verschmelzen. Ein gutes Beispiel ist die Australische Gespenstschrecke (Extatosoma tiaratum) die auf einem Baum mit welken Blättern überhaupt nicht aufällt, zusätzlich trägt sie das Abdomen, wie ein Skorpion (Scorpiones) über dem Rücken um Feinde abzuschrecken. Die sogenannte Mimese beherrschen sogar schon die Eier einiger Arten, so können erfahrene Botaniker Pflanzensamen und manche Eier nicht auseinanderhalten. Die Stabschrecken tarnen sich als Äste, strecken ihren Körper und legen die Beine eng an, um wie ein Ast auszusehen. Phaenopharos struthioneus gleicht zum Beispiel, wenn die die Mimese betreibt einem Birkenästchen, da auch die weißliche und grüne Farbe dazubeiträgt. Zusätlich besitzen einige Stabschreken auch noch dornen- oder pilzförmige Fortsätze am Rupf oder an den Extremitäten. Die Wandelnden Blätter, wie zum Beispiel die bekanntesten Vertreter Phyllium siccifolium, Phyllium bioculatum und Phyllium westwoodi, ahmen Blätter nach. Dabei gleicht die Aderung der Flügel, der Aderung von Laubblättern. Der Körper trägt Flecken und braune Ränder, um Fraßstellen oder Krankheitenvorzutäuschen. Wenn sie sich fortbewegen, wackeln sie wie die Blätter im Wind. Nymphen von Extatosoma tiaratum besitzen eine Scheintracht und imitieren eine in Australien wehrhafte Ameisenart. Neben Täuschung und Tarnung, besitzen einige Arten, wie zum Beispiel Oreophoetes peruana oder auch viele Arten aus der Gattung Anisomorpha, auch eine auffällige Warnfarbe. Phasmiden mit besonders gut ausgebildeten Wehrdrüsen sind besonders bunt gefärbt. Die Farben Schwarz-Gelb und Rot-Orange sind die häufigsten Warnfarben. So warnt auch Peruphasma schultei mit ihren roten Flügeln vor ihrem Wehrsekret. Einige Arten, wie zum Beispiel Heteropteryx dilatata und Epidares nolimetangere, besitzen entweder am Körper oder an den Beinen kräftige oder spitze Dornen. Einige Arten lassen sich einfach zu Boden fallen und stellen sich tot, flugfähige Phasmiden ergreifen einfach die Flucht und werfen ein Bein ab, um den Feind abzulenken. Sehr viele Arten besitzen Wehrdrüsen, mit denen sie ein Wehrsekret versprühen oder zumindest einen Warngeruch erzeugen können. Besonders die Gattung Anisomorpha und Peruphasma, aber auch viele andere beherrschen diese Verteidigungsmöglichkeit. Viele Arten zeigen eine Schrecktracht und präsentieren ihre tarnfarbenen Flügel, bunten Unterseiten und auffälligen Analfedern. Besonders Eurycnema goliath sind für dieses Verhalten bekannt. Andere Arten schlagen mit ihren bedornten Hinterbeinen oder Schenkeln zu, Männchen der Art Eurycantha calcarata können sogar dem Menschen gefährlich werden. Die Gattung Heteropteryx und Haaniella schlagen klappmesserartig zu und halten den Feind mit ihren bedornten Schenkeln fest. Weibchen der Wandelnden Blätter stridulieren mit ihren Antennen, wenn sich ein Feind in ihrer Gegenwart aufhält.

Haltung in Terrarien

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Systematik der Gespenstschrecken

Anhang

Litertur und Quellen

Links

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