Blauschwarze Rosenbürstenhornblattwespe

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Blauschwarze Rosenbürstenhornblattwespe

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Teilklasse: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Unterordnung: Pflanzenwespen (Symphyta)
Überfamilie: Tenthredinoidea
Familie: Bürstenhornblattwespen (Argidae)
Gattung: Arge
Art: Blauschwarze Rosenbürstenhornblattwespe
Wissenschaftlicher Name
Arge pagana
(Panzer, 1798)

Die Blauschwarze Rosenbürstenhornblattwespe (Arge pagana) gehört innerhalb der Familie der Bürstenhornblattwespen (Argidae) zur Gattung Arge. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Blauschwarze Rosenbürstenhornblattwespe besitzt - wie der Name schon darauf hindeutet - einen überwiegend blauschwarzen Körper mit vereinzelten Markierungen und erreicht eine Körperlänge von sieben bis neun Millimeter. Der Abdomen, also der Hinterleib ist dabei gelblich gefärbt. Die Flügel sind dunkel gefärbt und lassen dunkle Äderchen erkennen. Die intersegmentale Membrane ist lichtdurchlässig und schimmert je nach Lichteinfall etwas metallisch. Die Beine weisen eine schwarze Färbung auf. Der Abdomen des Weibchens wirkt größer und breiter als beim Männchen. Der Kopf und die seitlich sitzenden Facettenaugen weisen ebenfalls eine schwarze Färbung auf. Die Antennen (Fühler) der Blauschwarzen Rosenbürstenhornblattwespen sind in dreigeteilt. Das dritte Element ist dabei deutlich länger und beim Weibchen keulenartig verdickt. Die Unterseite der Fühler sind bürstenartig behaart. Der Körperbau wirkt insgesamt recht plump. Die Blauschwarze Rosenbürstenhornblattwespe ist eine eher mittelmäßige FLiegerin.

Verbreitung

Die Blauschwarze Rosenbürstenhornblattwespe ist im nördlichen Bereich der Paläarktis verbreitet. Sie ist vor allem in weiten Teilen Mitteleuropas zu Hause. Zu den Habitaten zählen vegetationsreiche Feuchtflächen und Trockenrasen. Auch wenn die Larven eher als Schädlinge eingestuft werden, so ist durch die großflächige Kultivierung von Brachflächen als unmittelbare Gefährdungsursache für den Rückgang dieser Art anzusehen. Des weiteren tragen zum Rückgang der Blauschwarzen Rosenbürstenhornblattwespen die Trockenlegung von Feuchtwiesen und Mooren, Rodung von Gebüschen und Hecken, Waldrandbegradigungen, Düngung von Magerwiesen, Nutzung von wertvollen Landschaftselementen durch Verbauung sowie Intensivierung der Landwirtschaft bei. Dies gilt nicht nur für diese Art, sondern für alle Arten der Pflanzenwespen

Ernährung

Die Blauschwarze Rosenbürstenhornblattwespe ernährt sich hauptsächlich von den Blättern und und Stängeln verschiedener Rosengewächse. Auch die Larven ernähren sich phytophag von Rosengewächsen. Bei massenhaftem Auftreten gelten sie als Schädlinge.

Fortpflanzung

Die Blauschwarze Rosenbürstenhornblattwespe fliegt im zeitigen Frühjahr. Die Eier sind sehr klein und werden vom Weibchen in die Blätter oder Stängel von Wirtspflanzen gestochen. Zu den Wirtspflanzen gehören insbesondere Rosengewächse. Die Larven erreichen eine Körperlänge von bis zu zwei Zentimenter. Sie leben gesellig und sind meist in Massen auf einer Pflanze anzutreffen. Sie können erhebliche Fraßschäden an Blättern von Rosenstöcken anrichten. Gegen Ende ihrer Entwicklung verpuppen sich die Larven in einem Kokon aus weißlichem Gespinst. Aus dem Kokon schlüpft dann das fertige Insekt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Insekten (ohne Schmetterlinge). Erkennen und Bestimmen. 2002 by Mosaik Verlag in der Verlagsgruppe FALKEN/Mosaik, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH, 81673 München / 5 4 3 2 1. ISBN 3-576-11476-9
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
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