Zwergflamingo

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Zwergflamingo
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Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Flamingos (Phoenicopteriformes)
Familie: Flamingos (Phoenicopteridae)
Gattung: Flamingos (Phoenicopterus)
Art: Zwergflamingo
Wissenschaftlicher Name
Phoenicopteridae minor
Geoffroy, 1798

Der Zwergflamingo (Phoenicopteridae minor) gehört innerhalb der Familie der Flamingos (Phoenicopteridae) zur Gattung der Flamingos (Phoenicopterus).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Zwergflamingo erreicht eine Standhöhe von bis zu 90 cm sowie ein Gewicht von 1.500 bis 2.000 Gramm. Er ist die kleinste der fünf Flamingoarten. Das Gefieder ist leicht rosa gefärbt. Die Rosafärbung ist abhängig von der carotin-haltigen Nahrung. Die sehr dünnen Beine sind rosarot gefärbt und enden in Füßen mit 4 Zehen. Der wuchtige Schnabel ist in der Mitte stark nach unten gekrümmt. Die recht kleinen Augen sind rosa und sitzen unmittelbar hinter dem Schnabelansatz. Abgesehen von der Größe sind die Geschlechter kaum voneinander zu unterscheiden. Die Tiere sind ausgesprochen gute Flieger und halten ihren langen Hals während des Fluges in gestreckter Haltung. Die geselligen Vögel leben in zum Teil riesigen Kolonien von bis zu einer Millionen Tieren.

Verbreitung

Die Hauptverbreitungsgebiete liegen in Ostafrika, im Westen Afrikas in Mauretanien und Senegal sowie im Süden Afrikas in Namibia und Botsuana und angrenzenden Ländern. In Asien leben Zwergflamingos in Pakistan und im Nordwesten von Indien. Sie bevorzugen große und seichte Stillgewässer wie brackige Lagunen und Salzseen. Sie treten in großen Kolonien auf.

Nahrung

Zwergflamingos sind wie alle Flamingos Nahrungsspezialisten. Sie ernähren sich ausschließlich von Bakterien, Algen und anderen Mikroorganismen. Mit einem spezialisierten Filterapparat gewinnen sie ihre Nahrung aus meist stark salzhaltigem Wasser. Mittels feinen Borsten auf den hornartigen Lamellen im Schnabel filtern sie die Kleinstlebewesen aus dem Wasser.

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Fortpflanung

Die Geschlechtsreife tritt beim Zwergflamingo mit fünf bis sechs Jahren ein. Die Vögel leben monogam, die Paarbildung hält meist über mehrere Jahre. Zwergflamingos brüten in zum Teil riesigen Kolonien in der Nähe der Gewässer, in der sie ihre Nahrung finden. Die Nester bestehen überwiegend aus schlammiger Erde, die zu trichterartigen Bauten aufgeschichtet ist. Die oben liegene Mulde ist so vor Überflutung geschützt. Das Gelege besteht aus nur einem Ei, das über einen Zeitraum von etwa 30 Tagen von beiden Elternteilen ausgebrütet wird.

Das geschlüpfte Küken verfügt anfangs über ein weißliches Dunenkleid. Der Jungvogel wird, ähnlich wie bei den Tauben, mit einer Kropfmilch von beiden Elternteilen gefüttert. Diese breiartige Flüssigkeit wird im Bereich des Vormagens und der Speiseröhre produziert. Bereits nach rund zehn Tagen verläßt der Jungvogel das Nest. Innerhalb der Kolonie finden sich die Jungvögel in großen "Krippen" zusammen und werden gemeinschaftlich betreut. Gefüttert werden sie weiterhin von ihren Eltern, die ihr Jungtier über das Geschrei wiedererkennen.

Mit 35 bis 40 Tagen nimmt der Jungvogel bereits neben der Kropfmilch selbständig Nahrung zu sich. Die Flugfähigkeit wird mit etwa 75 bis 80 Tagen erreicht. Zu diesem Zeitpunkt ist auch ihr Filterapparat voll entwickelt und sie ernähren sich selbständig, ohne auf die Kropfmilch angewiesen zu sein. Ihr Gefieder weist eine graubraune bis rosabraune Färbung auf. Die adulte Ausfärbung stellt sich mit etwa drei bis vier Jahren ein. Ein Zwergflamingo kann ein Alter von über 50 Jahren erreichen.
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