Zebraspringspinne

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Zebraspringspinne

Systematik
Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm: Kieferklauenträger (Chelicerata)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Salticus
Art: Zebraspringspinne
Wissenschaftlicher Name
Salticus scenicus
Clerck, 1757

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:036032]

Die Zebraspringspinne (Salticus scenicus) zählt innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung der Salticus.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Zebraspringspinne erreicht eine Körperlänge von vier bis sieben Millimeter. Weibchen werden dabei deutlich größer als Männchen. Ihr Erscheinung wirkt aufgrund der relativ kurzen Beine als gedrungen und plump. Der Cephalothorax ist durch charakteristische weißliche Flecken gekennzeichnet, die die Art von ähnlichen Arten abgrenzen. Der Opisthosoma, also der Hinterleib, ist braun-weiß quer gebändert. Die Extremitäten sind unregelmäßig cremefarben und bräunlich gebändert. Die Augen befinden sich in drei Reihen vorne im Kopfbereich. Die zwei großen Hauptaugen sowie zwei kleinere Nebenaugen sind nach vorne gerichtet. Die anderen vier Augen liegen leicht seitlich am Cephalothorax, was ihnen eine gute Rundumsicht ermöglicht. <2>

Männliche Tiere verfügen über lange Giftklauen, die insbesondere bei den Paarungspämpfen zum Einsatz kommen. Die Giftklauen der Weibchen sind wesentlich kleiner. Neben dem gut ausgebildetem Sehsinn ist auch der Geruchssinn sehr gut ausgebildet. In Kombination beider Sinne können sie sogar bereits tote Beutetiere aufspüren. Markant bei der Zebraspringspinne ist die außerordentlich hohe Sprungkraft. Die Sprungkraft geht dabei von den beiden hinteren Beinpaaren aus, die über kräftige Streckermuskeln verfügen. Insbesondere das vorderste Beinpaar nutzt die Spinne zum Festhalten der Beute. Sie sind in der Lage zehn bis fünfzehn Zentimeter weit zu springen. Das ist bezogen auf ihre Körperlänge eine enorme Weite. Das der Beute verabreichte Gift ist ein hochwirksames Nervengift, daß dem Menschen allerdings nicht gefährlich werden kann. <2>

Verbreitung

Die Zebraspringspinne ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Im Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis in den Osten Asiens. Gebietsweise ist sie auch in Nordamerika heimisch. Als Habitat bevorzugen sie sonnige Bereiche. Oftmals sind sie in Siedlungsräumen in unmittelbarer Nähe zum Menschen anzutreffen. Hier sieht man sie oft auf Mauern oder ähnlichen Plätzen. <3>

Ernährung

Zebraspringspinnen erjagen Beutetiere aktiv, also nicht mit einem Netz. Als Lauer- und Anschleichjäger warten sie, bis sich ein Beutetier in erreichbarer Nähe befindet. Dann springen sie das Tier mit einem gezielten Sprung an und injizieren mit einem Biss ein hochwirksames Nervengift, was die Beute lähmt. Mit den Vorderbeinen wird das Tier festgehalten bis das Gift seine Wirkung entfaltet. Die Ortung der Beutetiere erfolgt dabei visuell.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit der Zebraspringspinne erstreckt sich in der Regel von Mai bis August. Während der Paarungszeit liefern sich rivalisierende Männchen zum Teil heftige Kämpfe, die aber meist glimpflich enden. Ist ein Gegner ausgeschaltet, so nähert sich das Männchen dem größeren Weibchen und bewegt dabei seine Taster auf und ab. Paarungsbereite Weibchen verhalten sich eher passiv und abwartend. Das Männchen kann nun das Weibchen besteigen.
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Dies geschieht meist in der Gespinsthöhle des Weibchens. Er bringt mit seinen Pedipalpen die Samenpakete an das Begattungsorgan des Weibchens. Dieser Vorgang kann durchaus einige Stunden dauern. Danach verläßt das Männchen seine Partnerin und kümmert sich auch nicht um die Aufzucht. Die Eier werden vom Weibchen in einen Kokon abgelegt. Meist schlüpfen die Jungspinnen im Juni oder im August. Das Weibchen ist ihrem Nachwuchs behilflich und öffnet den Kokon. Das Gelege kann durchaus einige hundert Individuen umfassen. In der ersten Zeit ernähren sie sich vom Eidotter. Selbständig sind sie meist nach der ersten Häutung.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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