Yellowstone-Elch

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Yellowstone-Elch

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie: Hirsche (Cervidae)
Gattung: Alces
Art: Elch (Alces alces)
Unterart: Yellowstone-Elch
Wissenschaftlicher Name
Alces alces shirasi
Nelson, 1914

Der Yellowstone-Elch (Alces alces shirasi), der auch Felsengebirge-Elch oder Shiras-Elch genannt wird, ist eine Unterart des Elches (Alces alces) und zählt innerhalb der Familie der Hirsche (Cervidae) zur Gattung Alces.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Yellowstone-Elch erreicht eine Gesamtlänge von 250 bis 300 cm und eine Schulterhöhe von 160 bis 210 cm sowie ein Gewicht von bis zu 600 Kg. Das Fell ist dicht und lang, die Färbung reicht von braun über rotbraun bis grau. Selten kommen auch weiße Tiere zur Welt, eine sogenannte genetische Variation. Der Kopf ist sehr groß und lang gestreckt. Die Augen sind braun gefärbt und liegen seitlich am Kopf, was eine 360 Grad Rundumsicht ermöglicht. Die Pupillen sind von ovaler Form. Das Sehvermögen ist nicht sonderlich ausgeprägt. Dafür ist der Geruchssinn sehr fein. Die langen Beine enden in Hufe, die jeweils aus 2 Paar langen Schalen bestehen. Die Färbung dieser Schalen ist schwarz. Männliche Tiere verfügen über ein sehr großes Geweih, das eine Spannweite von bis zu 200 cm und ein Gewicht von bis zu 40 Kg aufweisen kann. Das Geweih wächst zwischen 2 und 2,5 cm am Tag. Es wird während der Brunftzeit abgestoßen. Elche sind sowohl tag- als auch nachtaktive Einzelgänger.

Verbreitung

Der Yellowstone-Elch ist insbesondere in den Rocky-Mountains verbreitet. Größere Populationen leben auch in Wyoming, Alberta, British Columbia, Colorado, Idaho, Montana, Utah und Washington. Sie bewohnen vorzugsweise Laub-, Nadelholz-, Mischwälder und Sumpfgebiete. In kalten Wintern sind sie in der Lage Temperaturen von -45 Grad auszuhalten.

Nahrung

Die Yellowstone-Elche fressen vorwiegend dünne Zweige, Blätter und Knospen von Laubbäumen sowie Gräser, Kräuter, Moose, Flechten und auch Wasserpflanzen. Insgesamt haben sie ein weites Nahrungsspektrum. Ihr Geruchssinn ist sehr fein ausgebildet. Hauptsächlich suchen sie ihre Nahrung in Mischwäldern, sie sind aber auch an Flüssen, Seen und Feuchtwiesen bei der Nahrungssuche anzutreffen. Elche verbringen 2/3 ihrer Zeit mit der Nahrungsaufnahme. Je nach Größe, Geschlecht und Jahreszeit braucht ein Elch zwischen 10 und 30 Kg Nahrung am Tag.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit beginnt im Herbst und kann sich über zwei Monate hinziehen. Das Geweih, das zu Beginn der Brunftzeit ausgewachsen ist, wird mit Ende der Paarungszeit abgestoßen. Der Bulle verbleibt bis zur Paarung beim Weibchen und verläßt sie danach. Die Geschlechtsreife erreichen Yellowstone-Elche mit rund 1,5 Jahren. Eine Elchkuh ist alle 28 Tage für rund 30 Stunden empfängnisbereit. Die Tragzeit beträgt zwischen 230 und 260 Tage. Die Kuh bringt ein, selten zwei Kälber an geschützter Stelle im Wald zur Welt. Bereits nach 20 Minuten folgt das Kalb der Mutter. Die Kuh verfügt über vier Zitzen, aus denen das Kalb bis zu achtmal am Tag die Muttermilch aufnimmt. Während der ersten Wochen nimmt das Kalb rund 1,5 Liter Milch zu sich, später werden es drei Liter am Tag. Das Geburtsgewicht bei Zwilligsgeburten liegt bei etwa acht Kg. Einzelkinder können zwischen zehn und fünfzehn Kg wiegen. Die Geburtsgröße liegt bei 80 cm, die Länge bei 80 bis 100 cm. Das Fell der Kälber ist wollig und weist eine rötliche Färbung auf. Nach drei Monaten wird das Fell zum ersten Mal gewechselt. Die Jungtiere bleiben ein Jahr bei der Mutter. Mit acht bis zehn Jahren sind die Tiere ausgewachsen. Die Lebenserwartung liegt bei günstigen Bedingungen bei 25 Jahren.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: die Familie der Hirsche (Cervidae)

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X
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