Waldohrwurm

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Waldohrwurm
Bild:Copyright.jpg Aufnahme von Danilo Matzke (Entomologe)

Taxonomie
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Teilklasse: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Ohrwürmer (Dermaptera)
Unterordnung: Eudermaptera
Überfamilie: Forficuloidea
Familie: Forficulidae
Unterfamilie: Forficulinae
Gattung: Chelidurella
Art: Waldohrwurm
Wissenschaftlicher Name
Chelidurella guentheri
Galvagni, 1994

Der Waldohrwurm (Chelidurella guentheri), vormals Chelidurella acanthopygia, zählt innerhalb der Familie der Eigentlichen Ohrwürmer (Forficulidae) zur Gattung Chelidurella. Nach einer Revision von Antonio Galvagni, 1994, lautet die wissenschaftliche Bezeichnung jetzt Chelidurella guentheri.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Waldohrwurm erreicht eine Länge von zehn bis vierzehn Millimeter. Der abgeflachte und segmentierte Körper weist eine überwiegend bräunliche bis schwärzliche Färbung auf. Die Flanken, insbesondere die Seiten des Brustschildes sowie der Kopf sind meist hellbraun. Er besitzt nur ein Mesonotum und Metanotum die Flügel fehlen völlig. Die Cerci oder Zange ist beim Männchen drehrund und beim Weibchen nur spitz zulaufend. Die kleinen Augen liegen seitlich am Kopf. Die Antennen im Kopfbereich bestehen aus dreizehn Segmenten und sind bräunlich bis gräulich gefärbt. Gleiches gilt für die Extremitäten. Der Waldohrwurm ist ein dämmerungs- und nachtaktives Tier und hält sich tagsüber meist unter Rinde oder unter Steinen verborgen.

Verbreitung

Der Waldohrwurm ist weltweit in den gemäßigten Regionen der Palärarktis verbreitet verbleibt aber unter 1.000 m. Die Tiere bevorzugen dichte Laub- und Mischwälder meiden aber sauere Fichtenwälder.

Ernährung

Als Allesfresser ernähren sich Waldohrwürmer sowohl von tierischer als auch von pflanzlicher Nahrung. Da sie bevorzugt Blattläuse und Raupen von Schmetterlingen fressen, gelten sie auch als Nützlinge. Sie fressen darüber hinaus aber auch Colombolen oder Pilzsporen (als Larve). Auf Nahrungssuche geht der Waldohrwurm in der Dämmerung oder Nachts.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife erreicht der Waldohrwurm nach der letzten Häutung (Reifehäutung). Die Paarungszeit erstreckt sich meist über den Sommer. Das Weibchen legt zwischen 50 und 90 weißliche Eier in eine Kammer in den Erdboden, gelegentlich auch unter Totholz oder unter Rinde. Die Eier weisen eine Länge von gut 1 bis 1,2 Millimeter auf. Das Weibchen bleibt bis zum Schlupf der Larven bei dem Gelege und pflegt es. Kurz nach dem Schlupf stirbt das Weibchen und wird von den Larven gefressen. Bei der Entwicklung bis zum erwachsenen Tier durchlaufen die Larven 4 Stadien und vollziehen eine 1jährige Entwicklung. Aber in ungünstigen Lagen oder im Gebirge überwintert das L3 Stadium und somit erfolgt eine zweijährige Entwicklung bis zum Imago. Die Larven an sich sind weit entwickelt und ähneln den erwachsenen Tieren. Sie ernähren sich räuberisch von kleinen Insekten wie Blattläusen und von Pflanzenteilen.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Insekten erkennen und bestimmen. Ulmer 2002 ISBN 3576114769
  • Heiko Bellmann: Der neue Kosmos-Insektenführer. Franckh-Kosmos Verlag, 1999 ISBN 3440076822
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X

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