Vierauge

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Vieraugen
Vierauge (Anableps anableps)

Systematik
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Zwischenklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Überordnung: Stachelflosser (Acanthopterygii)
Ordnung: Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes)
Familie: Vieraugen (Anablepidae)
Unterfamilie: Anablepinae
Gattung: Vieraugen (Anableps)
Art: Vierauge
Wissenschaftlicher Name
Anableps anableps
Linnaeus, 1758

Das Vierauge (Anableps anableps) zählt innerhalb der Familie der Vieraugen (Anablepidae) zur Gattung der Vieraugen (Anableps). Im Englischen wird das Vierauge Four-eyed Fish genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Das Vierauge erreicht eine Körperlänge von bis zu 30 cm. Der Körper ist langgestreckt, leicht zylinderförmig und recht flach. Auf der Oberseite ist das Vierauge gräulich bis olivgrün, die Flanken sind meist weißlich. Die Rückenflosse liegt sehr weit hinten auf dem Rücken. Die kräftigen Brustflossen sind paddelförmig ausgebildet und dienen auch zur Fortbewegung im flachen Wasser. Eine Besonderheit stellen die Augen dar. Ihre Augen sind durch eine Scheidewand zweigeteilt. Mit dem oberen Teil des Augen können sie über Wasser sehen. Mit dem unteren Teil können sie gleichzeitig unter Wasser sehen. Durch eine unterschiedliche Krümmung der Netzhaut können sie sowohl unter als auch über Wasser gleich scharf sehen. Vieraugen leben in kleinen Gruppen von bis zu zehn Fischen.

Verbreitung

Vieraugen finden im nördlichen Südamerika ihre Verbreitung. Sie sind in Trinidad, Venezuela und Brasilien bis zum Amazonasdelta anzutreffen. Die Vieraugen leben meist in Süßgewässern, sind hier und da aber auch im Brackwasser von Lagunen und Mangrovensümpfen zu finden.

Nahrung

Vieraugen sind Carnivoren und ernähren sich hauptsächlich von Wasserinsekten, Larven und anderen wirbellosen Tieren sowie von kleinen Fischen. Auf Beutejagd gehen Vieraugen an der Wasseroberfläche.

Fortpflanzung

Das Vierauge gehört zu den wenigen Fischarten, die lebendgebärend sind. Pro Jahr kommt es maximal zu zwei Geburten. Die Paarung wird durch eine innere Befruchtung vollzogen. Das Begattungsorgan des Männchens ist morphologisch das sicherste Unterscheidungsmerkmal. Das Weibchen bringt zwischen einem und fünf Jungtiere zur Welt, die eine Länge von drei bis vier Zentimeter aufweisen. Sie ernähren sich von kleinen, auf der Wasseroberfläche schwimmenden Insekten.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Fische 2, Lurche. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG, München Oktober 1993. ISBN 3-423-05970-2
  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3
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