Tyrrhenischer Laubfrosch

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Tyrrhenischer Laubfrosch

Systematik
Klasse: Lurche (Amphibia)
Unterklasse: Lissamphibia
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Moderne Froschlurche (Neobatrachia)
Familie: Laubfrösche i.w.S. (Hylidae)
Unterfamilie: Hylinae
Gattung: Laubfrösche (Hyla)
Art: Tyrrhenischer Laubfrosch
Wissenschaftlicher Name
Hyla sarda
(De Betta, 1853)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Tyrrhenische Laubfrosch (Hyla sarda), auch unter den Synonymen Dendrohyas sarda, Hyla arborea savignyi und Hyla arborea sarda bekannt, zählt innerhalb der Familie der Laubfrösche i.w.S. (Hylidae) zur Gattung der Laubfrösche (Hyla). Der generische Name leitet sich aus dem Griechischen hyla (zum Holz gehörend) ab. Im Englischen wird der Tyrrhenische Laubfrosch sardinian tree frog oder tyrrhenian tree frog genannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Das Männchen erreichte eine Körperlänge von etwa 3,0 bis 4,0 Zentimeter, während das Weibchen eine Körperlänge von etwa 3,0 bis 4,5 Zentimeter aufweist. Der Kopf ist breiter als lang und die Schnauze ist ziemlich kurz geraten. Die Haut ist nicht glatt, sondern eher granuliert. Die Oberseite weist ein variables Muster sowie verschiedene Farbtöne auf wie grünlich, olive oder grau, meist zeigen sich zusätzlich noch dunelgrüne oder graue Flecken. Auf der Außenseite der Hinterbeine erkennt man in der Regel eine dunkel gefärbte Streifung. Der Bauch weist eine weißliche Färbung auf. An den Flanken erkennt man einen dunkel gefärbten Streifen, der sich vom Nasenloch bis hin durch das Auge erstreckt und auf halbem Weg entlang der Flanken sich in Flecken auflöst. Die Pupille ist horizontal ausgerichtet. Ferner ist das Tympanum deutlich sichtbar.

Lebensweise

Der Tyrrhenische Laubfrosch bewohnt die Pools, Teiche, Bäche sowie Flüsse und in der Regel auch waldreiche Gebiete. In bewohnten Gebieten kann der Tyrrhenische Laubfrosch in Gärten und in Mauerritzen gefunden werden, solange Wasser in der Nähe vorhanden ist. Für die Fortpflanzung bevorzugt der Tyrrhenische Laubfrosch natürliche Quellen und Zisternen. Der Tyrrhenische Laubfrosch ist gegenüber höheren Salzkonzentrationen tolerant.

Verbreitung

Tyrrhenischer Laubfrosch
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Tyrrhenischer Laubfrosch

Der Tyrrhenische Laubfrosch ist auf folgenden Mittelmeer-Inseln zu finden: ​​Korsika, Elba, Cavallo, Sardinien, Maddalena, Caprera und San Pietro. Möglicherweise kommt der Tyrrhenische Laubfrosch auch auf den Inseln Spargi, San Stefano, Guardinelli und auf Santa Maria vor. Der Tyrrhenische Laubfrosch bewohnt die Pools, Teiche, Bäche sowie Flüsse und in der Regel auch waldreiche Gebiete. In bewohnten Gebieten kann der Tyrrhenische Laubfrosch in Gärten und in Mauerritzen gefunden werden, solange Wasser in der Nähe vorhanden ist. Für die Fortpflanzung bevorzugt der Tyrrhenische Laubfrosch natürliche Quellen und Zisternen. Der Tyrrhenische Laubfrosch ist gegenüber höheren Salzkonzentrationen tolerant.

Ernährung

Die Nahrung besteht aus verschiedenen Arthropoden wie Spinnentiere, Wanzen, Käfer, Schmetterlinge, Fliegen und Ameisen, die aus dem Hinterhalt bei Tag und bei Nacht erbeutet werden.

Fortpflanzung

Während der Paarungszeit rufen die Männchen in der Nacht. Nach erfolgreicher Paarung heftet das Weibchen die Eier in Form kleiner Klumpen unter Wasser an Pflanzen. Nach der Reifung der Eier schlüpfen die Larven. Dies geschieht in der Regel in zwei bis drei Tagen. Kurz nach dem Schlupf ernähren sie sich vom Dottersack ihres Eies. Kurz danach machen sie bereits Jagd auf Mikroorganismen und Plankton und zelluläre Abfallstoffe. Dabei sind sie keineswegs wählerisch. Erbeutet wird alles, was sich überwältigen läßt. Das Gebiss besteht aus hornartigen Kiefern, die mit feinen Raspelzähnen besetzt sind. Der Körper ist langgestreckt und setzt sich letztlich aus einem Kopf und Magen sowie kräftigem Schwanz zusammen. Der Schwanz dient den Kaulquappen zur Fortbewegung und Steuerung. Der Schwanz ist mit einem Saum versehen, der sich bis zum Kopf erstreckt. Die Augen liegen seitlich am Kopf. Die Atmung erfolgt über innere Kiemen, dem sognannten Spritzloch (Spiraculum). Gegen Ende der larvalen Entwicklung erfolgt die Ausbildung der Extremitäten.
Tyrrhenischer Laubfrosch
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Tyrrhenischer Laubfrosch
In der Übergangsphase hält sich der Jungfrosch meist noch in der Nähe des Laichgewässers auf, ehe er vollständig das aquatile Leben aufgibt. Während der Anfangsphase lebt der Jungfrosch noch von seinen Reserven, wobei der Schwanz vollständig resorbiert wird. Erst danach geht der Jungfrosch aktiv auf die Jagd und verläßt sein Heimatgewässer. Dabei stellt er seine Ernährungsgewohnheiten vollständig um.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Tyrrhenische Laubfrosch heute noch nicht zu den bedrohten Arten. Er ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Tyrrhenische Laubfrosch selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird er als least concern (nicht gefährdet) geführt. Lokal häufig tritt der Tyrrhenische Laubfrosch im entsprechenden Lebensraum auf. Zu der größten Bedrohung zählt der Verlust von Lebensraum durch die Zerstörung der natürlichen Wälder.

Anhang

Literatur und Quellen

Qualifizierte Weblinks

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