Trinomys dimidiatus

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Trinomys dimidiatus
Foto/Zeichnung folgt.

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Stachelschweinverwandte (Hystricognatha)
Teilordnung: Hystricognathi
Familie: Stachelratten (Echimyidae)
Unterfamilie: Eumysopinae
Gattung: Trinomys
Art: Trinomys dimidiatus
Wissenschaftlicher Name
Trinomys dimidiatus
(Günther, 1877)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Trinomys dimidiatus zählt innerhalb der Familie der Stachelratten (Echimyidae) zur Gattung Trinomys. Im Englischen wird diese Art Atlantic Spiny Rat genannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt (Wilson & Reeder, 2005). In einigen wissenschaftlichen Werken wird Trinomys dimidiatus auch unter dem Synonym Proechimys dimidiatus geführt (Pessôa & Reis, 1993). Nach Lara & Patton (2000) ist Trinomys dimidiatus ein Schwestertaxon von Trinomys iheringi.

Inhaltsverzeichnis

Erkennung und Unterschiede

Trinomys dimidiatus kann von den anderen Vertretern des der Untergattung Trinomys aufgrund der relativ dünnen Schutzhaare unterschieden werden. In der Fellfärbung ähneln sich alle Arten. In Teilen des Verbreitungsgebietes kommt Trinomys dimidiatus sympatrisch mit Unterarten der Art Trinomys iheringi vor (Pessôa & Reis, 1993).

Beschreibung

Aussehen und Maße

Trinomys dimidiatus gehört zu den großen Arten der Gattung. Männchen erreichen eine Körperlänge von 180 bis 220 (199) mm, eine Schwanzlänge von 150 bis 195 (170) mm, eine Hinterfußlänge von 44 bis 50 (46) mm, eine Schädellänge von 48,1 bis 56,4 (52,4) mm, eine Jochbeinbreite von 24,6 bis 27,5 (26,2) mm und eine Schnauzenlänge von 17,5 bis 21,5 (19,5) mm. Weibchen erreichen eine Körperlänge von 165 bis 230 (197) mm, eine Schwanzlänge von 190 bis 205 (197) mm, eine Hinterfußlänge von 42 bis 46 (44) mm, eine Schädellänge von 48,6 bis 55,1 (51,8) mm, eine Jochbeinbreite von 23,8 bis 27,4 (25,8) mm und eine Schnauzenlänge von 17,6 bis 22,0 (19,4) mm. Weibchen bleiben demnach nur unwesentlich kleiner als Männchen. Der Schwanz erreicht 80% der Körperlänge. Das relativ weiche Fell ist dorsal orange-hellbraun gefärbt. Das Schutzhaar kann schwarzbraune Spitzen aufweisen. Ventral und an den Innenseiten der Füße zeigt sich eine weißliche Färbung. Das Gebiss weist 2ß Zähne auf, die zahnmedizinische Formel lautet i1/1, c0/0, p1/1, m3/3 (Pessôa & Reis, 1993).

Verbreitung

Die Art ist an den östlichen Hängen des Serra do Mar, einer Gebirgskette im Südosten Brasiliens endemisch. Die Vorkommen beschränken sich auf den Bundesstaat Rio de Janeiro. Trinomys dimidiatus kommt auf Seehöhe und in Höhenlagen bis in Höhen von gut 1.000 m über NN vor (Pessôa & Reis, 1993; Lara & Patton, 2000). Trinomys dimidiatus besiedelt hauptsächlich höher gelegene offene Wälder mit spärlicher Bodenvegetation. Zu den typischen Gewächsen zählen Lorbeergewächse (Lauraceae), Mahagonigewächse (Meliaceae), Schwarzmundgewächse (Melastomataceae), Rötegewächse (Rubiaceae) und Myrsinengewächse (Myrsinoideae) (Pessôa & Reis, 1993).

Fortpflanzung

Über die Ontogenese und die Reproduktion ist weitestgeehend nichts bekannt. Ein Weibchen bringt zweimal im Jahr zwischen September und November sowie zwischen März und Mai 1 bis 5 (2) Jungtiere zur Welt (Pessôa & Reis, 1993).

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Trinomys dimidiatus zählt heute noch nicht zu den bedrohten Tierarten. In der Roten Liste der IUCN wird die Art in der Kategorie LC, Least Concern, geführt. Die größte Bedrohung geht aktuell von der Zerstörung der natürlichen Lebensräume, insbesondere von der Zerstörung und Fragmentierung der Wälder, aus (IUCN, 2013).

Anhang

Literatur und Quellen

Qualifizierte Weblinks

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