Syrischer Wüstenschläfer

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Syrischer Wüstenschläfer

Systematik
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Teilordnung: Bilchverwandte (Glirimorpha)
Familie: Schlafmäuse (Gliridae)
Unterfamilie: Leithiinae
Tribus: Leithiini
Gattung: Gartenschläfer (Eliomys)
Art: Syrischer Wüstenschläfer
Wissenschaftlicher Name
Eliomys melanurus
Wagner, 1839

IUCN-Status
Least Concern (LC) - IUCN

Der Syrische Wüstenschläfer (Eliomys melanurus) zählt innerhalb der Familie der Schlafmäuse (Myoxidae) zur Gattung der Gartenschläfer (Eliomys).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Syrische Wüstenschläfer erreichen eine Körperlänge von 12 bis 17 cm. Hinzu kommt der Schwanz, der eine Länge von 10 bis 14 cm aufweist. Das Gewicht liegt bei 60 bis 100 g. Männchen werden etwas größer und schwerer als Weibchen. Das kurzhaarige Fell weist eine graubraune Färbung auf. Die Bauchseite ist hellgrau bis weißlich gefärbt. Die großen Ohren sind nur spärlich behaart. Charakteristisch ist die schwarze Augenbinde, die sich von den Augen bis hinter die Ohren zieht. Die knopfartigen Augen sind dunkel gefärbt und groß. Der Schwanz endet in einer schwarzen, buschigen Quaste. Syrische Wüstenschläfer sind nachtaktive Tiere, die den Tag schlafend in ihren Nestern verbringen. Während der kalten Jahreszeit halten sie eine mehrmonatige Winterruhe. Die Art ist heute noch nicht akut vom Aussterben bedroht, sie wird in der Roten Liste der IUCN als "nicht gefährdet" ("Least Concern") geführt.

Verbreitung

Syrische Wüstenschläfer leben in ausgesprochen trockenen Habitaten im Südosten Europas, in Kleinasien und im Norden Afrikas. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich dabei über Algerien, Ägypten, Irak, Israel, Jordanien, Libanon, Libyen, Marokko, Saudi Arabien, Syrien, Tunesien und der Türkei.

Ernährung

Syrische Wüstenschläfer sind Allesfresser. Sie ernähren sich von Insekten aller Art und deren Larven, von Spinnentieren, Schnecken und Eiern. Sie fressen aber auch Jungvögel und nestjunge Mäuse. Früchte und Beeren gehören ebenfalls zu ihrem Nahrungsspektrum. Insgesamt überwiegt aber tierische Kost.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife erreichen Wüstenschläfer mit zehn bis zwölf Monaten. In den meisten Verbreitungsgebieten erstreckt sich die Paarungszeit über die Monate März bis Mai, also auf die Zeit nach der Winterruhe. Das Weibchen bringt nach einer sehr kurzen Tragezeit von 24 bis 28 Tagen drei bis acht Jungtiere in ihrem Nest zur Welt. Die Jungen sind anfangs noch nackt und blind. Nach etwa 18 Tagen öffnen sie erstmals ihre Augen. Sie werden für etwa einen Monat gesäugt und erreichen ihre Selbstständigkeit mit rund 60 Tagen. Die Lebenserwartung liegt bei fünf bis sechs Jahren.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999

Links

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