Star

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Star

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Parvordnung: Passerida
Überfamilie: Muscicapoidea
Familie: Stare (Sturnidae)
Tribus: Sturnini
Gattung: Stare (Sturnus)
Art: Star
Wissenschaftlicher Name
Sturnus vulgaris
Linnaeus, 1758

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Star (Sturnus vulgaris) zählt innerhalb der Familie der Singvögel (Passeri) zur Gattung der Stare (Sturnus).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Star erreicht eine Größe von etwa 22 cm sowie ein Gewicht von 80 Gramm. Im Flug kommt er auf Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h. Sein schwarzes Federkleid schimmert im Licht leicht grünlich. Während der kalten Jahreszeit ist sein Gefieder mit grauen bis weißen Tupfen überzogen, die beim Weibchen stärker ausgeprägt sind. Der Schnabel ist braun bis fast schwarz. Während der Brutsaison färbt er sich allerdings in ein leuchtendes Gelb. Der Körperbau wirkt insgesamt leicht gedrungen. Der Schnabelansatz ist beim Weibchen rötlich, beim Männchen geht es mehr ins blaue. Das ist ein gutes Unterscheidungsmerkmal. Der Schwanz ist relativ kurz, die Flügel recht spitz. Die Tiere leben außerhalb der Brutzeit sehr gesellig und sind oft in größeren Schwärmen anzutreffen. Zur Paarungszeit im Frühjahr imitieren Starenmännchen den Gesang anderer Vögel und Geräusche, z.B. den Ruf von Nachtigall, Elster, Schwalben, Quaken von Fröschen, Handy-Klingeltöne, ganze, von Menschen gesprochene Sätze und quietschende Reifen. Sie erreichen ein Alter von gut 21 Jahren.

Unterarten

Verbreitung

Ihr natürliches Verbreitungsgebiet ist der Eurasische Kontinent. Als Kulturfolger sind sie oft in der Nähe von Siedlungen anzutreffen. Sie bevorzugen im allgemeinen offene Feld- und Flurlandschaften. In Städten bewohnen sie größere Parks, Gärten und Stadtwälder. Mittlerweile sind Stare auch in Nordamerika, Nord- und Südafrika sowie in Australien verbreitet. Die europäische Art zieht zu Beginn der kalten Jahreszeit nach Südeuropa oder Nordafrika.

Ernährung

Neben Insekten fressen sie auch Weichtiere sowie pflanzliche Kost. Dazu gehören insbesondere Früchte und Beeren. In Gärten sind sie gern gesehene Gäste, da sie Raupen und andere Blattschädlinge fressen.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife stellt sich etwa mit Beginn des 2. Lebensjahres ein. Als Höhlenbrüter bevorzugen sie insbesondere Höhlen in Bäumen aber auch Felsen und Mauerritzen. Den Nistplatz sucht sich das Weibchen alleine aus. Die Brutzeit beginn in unseren Breitengraden etwa ab April und zieht sich bis in den Juli. Das Nest besteht aus Wurzeln, Blattwerk, Stroh und dergleichen. Das Weibchen legt zwischen 4 und 7 Eier, die sie alleine über einen Zeitraum von 14 Tagen bebrütet. Die Nestlingszeit beträgt rund 3 Wochen.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Pierandrea Brichetti: Vögel. In Garten, Park und freier Natur. Neuer Kaiser Verlag , 2002.ISBN 370431322X
  • Rob Hume: Vögel in Europa. Dorling Kindersley; Auflage: 1 (Januar 2003) ISBN 3831004307
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Dr. Einhard Bezzel: Der zuverlässige Naturführer. BLV Handbuch Vögel. 3. überarbeitete Auflage (2006). BLV Buchverlag GmbH & Co. KG, München.ISBN 3-8354-0022-3; ISBN 3-8354-0022-1
  • Manfred Pforr, Alfred Limbrunner: Ornithologischer Bildatlas der Brutvögel Europas, Band 2. Weltbild Verlag GmbH, Augsburg, 1991 ISBN 3894400072
  • Bärbel Oftring: Kosmos - Natur Sammelsurium. Frankh-Kosmos, Stuttgart (2007) ISBN 9783440110324

Qualifizierte Weblinks

'Persönliche Werkzeuge