Sorex preblei

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Sorex preblei
Foto/Zeichnung folgt.

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Spitzmausartige (Soricomorpha)
Familie: Spitzmäuse (Soricidae)
Unterfamilie: Rotzahnspitzmäuse (Soricinae)
Gattung: Waldspitzmäuse (Sorex)
Art: Sorex preblei
Wissenschaftlicher Name
Sorex preblei
Jackson, 1922

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Sorex preblei zählt innerhalb der Familie der Spitzmäuse (Soricidae) zur Gattung der Waldspitzmäuse (Sorex). Im Englischen wird die Art Preble's Shrew genannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt (Cornely, Carryway & Verts, 1992).

Inhaltsverzeichnis

Fossile Funde

Die ältesten fossilen Funde einer Sorex preblei stammen aus pleistozänen Ablagerungen in Dry Cave, Eddy County sowie U-Bar-Cave, Hildago County, New Mexico (Cornely, Carryway & Verts, 1992).

Erkennung und Unterschiede

Von der sympatrischen Art Sorex merriami kann Sorex preblei aufgrund der geringeren Größe, der gräulichen Fellfärbung und der silbergrauen Färbung des Bauches unterschieden werden. Die Amerikanische Maskenspitzmaus (Sorex cinereus) unterscheidet sich von Sorex preblei insbesondere in der Schädellänge. Die dritte und vierte sympatrische Art ist Sorex haydeni und Sorex nanus. Von diesen Arten ist Sorex preblei leicht anhand der Zahnmorphologie zu unterscheiden (Cornely, Carryway & Verts, 1992).

Beschreibung

Aussehen und Maße

Sorex preblei gilt als einer der kleinsten Vertreter der Gattung Sorex und erreicht je nach Geschlecht eine Gesamtlänge von 77 bis 95 mm, eine Schwanzlänge von 28 bis 38 mm, eine Hinterfußlänge von 7 bis 11 mm, eine Ohrlänge von 8 bis 11 mm, eine Condylobasallänge von 13,8 bis 15,1 mm, eine Schädelbreite von 7,0 bis 7,2 mm sowie ein Gewicht von 2,1 bis 4,1 g. Das Gebiss besteht aus 32 Zähnen, die zahnmedizinische Formel lautet i3/1, c1/1, p3/1, m 3/3. Die Schnauze ist länglich und die Augen klein. Das Fell ist überwiegend gräulich gefärbt, ventral schimmert das Fell leicht silbrig. Der Schwanz ist zweifarbig gefärbt. Oberhalb zeigt sich eine olivbraune Färbung, ventral eine leicht haselnussbraune Färbung. Die Schwanzspitze ist dunkel und die Füße sind hellbraun gefärbt (Cornely, Carryway & Verts, 1992).

Lebensweise

Über die Lebensweise, das Fortpflanzungsverhalten und die Ernährung ist nichts dokumentiert.

Verbreitung und Lebensraum

Die Art ist im westlichen Nordamerika beheimatet. Die Vorkommen erstrecken sich vom westlichen Kanada südlich bis ins nordöstliche Kalifornien und den Nordosten Nevada. Südlich von Idaho sind keine Funde belegt. Sorex preblei lebt hauptsächlich in ariden oder semiariden Lebensräumen wie Gras-, Busch- und Strauchland. Seltener ist die Art auch in subalpinen Nadelwäldern anzutreffen. Im Lebensraum der Tiere dominieren Pflanzen wie Idaho-Schwingel (Festuca idahoensis), Stipa comata, Agropyron dasystachyum, Wüsten-Beifuß (Artemisia tridentata), Chrysothamnus nauseosus, Chrysothamnus viscidiflorus und Tetradymia canescens. Für gewöhnlich werden Höhenlagen zwischen 1.280 und 2.550 m über NN besiedelt (Cornely, Carryway & Verts, 1992).

Biozönose

Zu den sympatrischen Arten zählen insbesondere Sorex merriami, Sorex vagrans, Sorex haydeni, Sorex nanus, die Amerikanische Maskenspitzmaus (Sorex cinereus) und die Dunkle Rotzahnspitzmaus (Sorex monticolus). Darüber hinaus teilt sich Sorex preblei den Lebensraum mit anderen kleinen Säugetieren wie dem Gelben Fichten-Chipmunk (Tamias amoenus), die Nördliche Taschenratte (Thomomys talpoides), der Hirschmaus (Peromyscus maniculatus), Amerikanische Erntemäuse (Reithrodontomys) wie Reithrodontomys megalotis, Rötelmäuse (Clethrionomys) wie Clethrionomy gapperi, Salbeiwühlmäuse (Lemmiscus) wie Lemmiscus curtatus sowie Feldmäuse (Microtus) wie die Rocky-Mountains-Wühlmaus (Microtus montanus), die Richardson-Wühlmaus (Microtus richardsoni) und die Langschwänzige Wühlmaus (Microtus longicaudus) (Cornely, Carryway & Verts, 1992).

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Sorex preblei gehört heute noch nicht zu den gefährdeten Spitzmäusen (Soricidae). In den meisten Regionen kommt die Art noch häufig vor. In der Roten Liste der IUCN wird Sorex preblei daher als nicht gefährdet (LC, Least Concern) geführt. Über Gefährdungsursachen ist nichts bekannt (IUCN, 2013).

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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