Sorex haydeni

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Sorex haydeni
Foto/Zeichnung folgt.

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Spitzmausartige (Soricomorpha)
Familie: Spitzmäuse (Soricidae)
Unterfamilie: Rotzahnspitzmäuse (Soricinae)
Gattung: Waldspitzmäuse (Sorex)
Art: Sorex haydeni
Wissenschaftlicher Name
Sorex haydeni
Baird, 1857

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Sorex haydeni zählt innerhalb der Familie der Spitzmäuse (Soricidae) zur Gattung der Waldspitzmäuse (Sorex). Im Englischen wird die Art Hayden's Shrew oder Prairie Shrew genannt. Die Amerikanische Maskenspitzmaus (Sorex cinereus) gilt als Schwestertaxon von Sorex haydeni (Demboski & Cook, 2003). Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Sorex haydeni erreicht eine Gesamtlänge von 88 bis 99 mm, eine Schwanzlänge von 25 bis 38 mm sowie ein Gewicht von 3 bis 5 g. Die Beine sind typischweise kurz, der Schwanz ist nur spärlich behaart. Das dichte Fell ist dorsal dunkelbraun bis schwarzbraun gefärbt, ventral zeigt sich eine grauweiße Färbung. Die Schnauze ist wie bei allen Spitzmäusen relativ lang (Novak, 1999).

Lebensweise

Sorex haydeni zeigt eine einzelgängerische Lebensweise und ist das ganze Jahr über aktiv. Die Art ist sowohl tag- als auch nachtaktiv. Die aktivste Zeit erstreckt sich jedoch über die frühen Morgen- und Abendstunden. Beide Geschlechter sind durchaus als territorial zu bezeichnen und verteidigen ihr Revier gegenüber Artgenossen. Die Reviermarkierung erfolgt mit hochfrequenten Lauten und über Sekrete aus lateral liegenden Duftdrüsen Novak, 1999).

Verbreitung und Lebensraum

Sorex haydeni ist im zentralen Nordamerika in Teilen der USA und Kanadas verbreitet. In Kanada werden die südlichen Teile der Provinzen Alberta, Saskatchewan und Manitoba besiedelt. In den USA ist die Art in Montana, North Dakota, South Dakota, Minnesota, Wyoming, Colorado, Nebraska und Iowa vertreten. Die Great Plains werden nur in den nördlichen Regionen besiedelt. In Kansas und Missouri gilt die Art punktuell als nachgewiesen. Vermeintliche Fänge in New Mexiko wurden hingegen einer anderen Art zugeordnet (IUCN, 2013). Sorex haydeni besiedelt Sumpfgebiete, die offene Prärie, die Ränder von Seen und Flüssen, Grünland und in der Nähe des Menschen auch Parkanlagen und ähnliche Habitate (IUCN, 2013).

Ernährung

Die Art ernährt sich hauptsächlich von Gliederfüßern (Arthropoda) wie beispielsweise Spinnentiere (Arachnida) und Insekten (Insecta) sowie deren Larven. Aber auch Ringelwürmern (Annelida) wie Regenwürmer (Lumbricidae), Tausendfüßer (Myriapoda) und kleine Wirbeltiere (Vertebrata) werden nicht verschmäht. Sämereien und andere Pflanzenteile bilden den Großteil der winterlichen Nahrung (Novak, 1999).

Fortpflanzung

Mit dem Verlassen des Nestes hat der Nachwuchs von Sorex haydeni die adulte Größe erreicht. Kurze Zeit später sind die Jungen auch geschlechtsreif. Die Paarungszeit erstreckt sich vom späten Frühjahr, meist Ende April bis September oder Oktober hinein. Die Geburt erfolgt im Nest des Weibchens. Nach einer Tragezeit von gut 19 bis 22 Tagen bringt ein Weibchen 4 bis 10 Jungtiere zur Welt. Die Jungen kommen nackt, taub und blind zur Welt. Krallen sind an den Füßen bei der Geburt noch nicht vorhanden. Ab dem 20. Lebenstag verlassen die Jungen das Nest. Zu diesem Zeitpunkt erfolgt auch die Entwöhnung von der Muttermilch. In einer Saison kommt es zu 2 bis 3 Würfen. Die Lebenserwartung liegt unter sehr günstigen Umständen bei 1 bis 1,5 Jahren (Novak, 1999).

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Nach Angaben der IUCN gehört die Art noch nicht zu den gefährdeten Arten. Sorex haydeni wird daher in der Kategorie LC, Least Concern geführt. Über Gefährdungsfaktoren ist nichts bekannt (IUCN, 2011).

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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