Sonoma-Chipmunk

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Sonoma-Chipmunk
Foto folgt.

Systematik
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
Teilordnung: Sciurida
Überfamilie: Hörnchenartige (Sciuroidea)
Familie: Hörnchen (Sciuridae)
Unterfamilie: Erd- und Baumhörnchen (Sciurinae)
Tribus: Streifenhörnchen (Tamiini)
Gattung: Chipmunks (Tamias)
Species: Sonoma-Chipmunk
Wissenschaftlicher Name
Tamias sonomae
(Grinnell, 1915)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Sonoma-Chipmunk (Tamias sonomae) zählt innerhalb der Familie der Hörnchen (Sciuridae) zur Gattung der Chipmunks (Tamias). Im Englischen wird dieses Hörnchen Sonoma Chipmunk genannt.

Inhaltsverzeichnis

Fossile Funde

Die Arten der Gattung Chipmunks (Tamias) entwickelten sich im frühen Miozän. Fossile Funde der Sonoma-Chipmunks sind nicht bekannt (Best, 1993).

Erkennung und Unterschiede

Der Sonoma-Chipmunk kann den sympatrischen Arten verwechselt werden. Vom Gelben Fichten-Chipmunk (Tamias amoenus) kann der Sonoma-Chipmunk aufgrund der unterschiedlichen Größe, den weißen Martkierungen auf dem Schwanz und die dunkelrötliche Färbung unterschieden werden. Auch den anderen Arten wie T. ochrogenys, T. siskiyou und T. senex ähnelt der Sonoma-Chipmunk, jedoch ist die Fellfärbung insgesamt blasser, die Beine, Schwanz und Ohren sind länger, der Schwanz ist breiter und mehr buschig, die Wangen sind im Winter gräulich anstatt bräunlich und die Ohren sind im Sommer nur spärlich behaart und einfarbig (Best, 1993).

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Sonoma-Chipmunk erreicht in der Nominatform eine Gesamtlänge von 220 bis 264 (250) mm, eine Schwanzlänge von 100 bis 126 (116) mm, eine Hinterfußlänge von 35,5 bis 39 (37) mm, eine Ohrlänge von 15,5 bis 19 (17,2) mm, eine Schädellänge von 38 bis 39,7 (38,7) mm, eine Jochbeinbreite von 19,4 bis 21,3 (20,8) mm und eine Schädelbreite von 15,4 bis 16,5 (16,1) mm. Tamias sonomae alleni ist geringfügig kleiner als die Nominatform. Zwischen den Geschlechtern zeigen sich nur sehr marginale Unterschiede. Der Schädel ist lang und schmal, die Jochbeinbreite beträgt 54% der Schädellänge. Das Fell ist blassgrau gefärbt. Die blassen Gesichtsstreifen sind gräulich bis weißlich gefärbt. Dorsal und lateral zeigt sich eine markante Fellstreifung. Ventral ist das Fell cremefarben bis weißlich gefärbt. Zweimal im Jahr kommt es zu einem Fellwechsel, wobei das Winterfell insgesamt etwas dunkler gefärbt ist. Die dorsalen Schutzhaare erreichen eine Länge von bis zu 10 mm. Das Gebiss besteht aus 22 Zähnen, die zahnmedizinische Formel lautet 1/1, 0/0, 2/1, 3/3 (Best, 1993).

Lebensweise

Der Sonoma-Chipmunk ist extrem scheu und führt eine heimliche Lebensweise. Die Tiere gelten als gute Kletterer in Büschen und Bäumen. Sonoma-Chipmunks leben außerhalb der Paarungszeit einzelgängerisch, die Geschlechter treffen sich in Grunde nur während der Paarungszeit. Die Reviere der Männchen sind etwas größer und decken sich mit Revieren mehrerer Weibchen. Die Tiere weisen eine tagaktive Lebensweise auf, jedoch sind sie in der warmen Jahreszeit auch in der Dämmerung aktiv. Die aktive Zeit wird hauptsächlich für die Nahrungssuche und die Fellpflege genutzt (Best, 1993).

Unterarten

Verbreitung und Lebensraum

Die Art ist im nordwestlichen Kalifornien, USA, endemisch. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von der nördlichen Francisco Bay area bis nach Siskiyou County. Die Lebensräume liegen bis in Höhen von gut 2.100 m über NN. Sonoma-Chipmunks leben dichten Chaparrals, entlang von Flussläufen, Waldlichtungen und Buschland mit dichtem Unterholz. Die Baumnester befinden sich in Höhen von bis zu 15 m über dem Waldboden.Zu den typischen Pflanzen im Lebensraum der Tiere zählen Gelb-Kiefern (Pinus ponderosa), Kalifornische Schwarzeichen (Quercus kelloggii) und Ceanothus velutinus (Best, 1993).

Biozönose

Prädatoren

Sonoma-Chipmunks werden von zahlreichen räuberisch lebenden Tieren gejagt. Hier sind insbesondere der Rotschwanzbussard (Buteo jamaicensis) zu nennen (Best, 1993).

Sympatrie

Der Sonoma-Chipmunk lebt im Verbreitungsgebiet sympatrisch mit nah verwandten Arten. Dies sind der Gelbe Fichten-Chipmunk (Tamias amoenus), der Gelbwangen-Chipmunk (Tamias ochrogenys), der Siskiyou-Chipmunk (Tamias siskiyou) und der Allen-Chipmunk (Tamias senex) (Best, 1993). Weitere sympatrische Arten sind Waldspitzmäuse (Sorex) wie Sorex trowbridgii, Amerikanische Spitzmulle (Neurotrichus gibbsii), Westamerikanische Maulwürfe (Scapanus), Strauchkaninchen (Sylvilagus bachmani), Kalifornische Ziesel (Spermophilus beecheyi), Nördliche Gleithörnchen (Glaucomys sabrinus), Westliche Grauhörnchen (Sciurus griseus), Rötelmäuse (Clethrionomys), Heidekraut-Wühlmäuse (Phenacomys), die Hirschmaus (Peromyscus maniculatus), die Pinyon-Hirschmaus (Peromyscus truei), die Buschschwanzratte (Neotoma cinerea) und Neotoma fuscipes (Best, 1993).

Ernährung

Sonoma-Chipmunks ernähren sich hauptsächlich von Sämereien, Körner aller Art, Früchten und Waldfrüchten sowie Wurzeln und Knollen (Best, 1993).

Fortpflanzung

Sonoma-Chipmunks erreichen die Geschlechtsreife mit knapp 2 Jahren. Die Paarungszeit erstreckt sich über das Frühjahr. Während dieser Zeit kommt es nur zu einem Wurf. Die Geschlechter treffen nur während der Paarungszeit aufeinander, ansonsten leben sie einzelgängerisch. Die Lebensweise kann als polygam bezeichnet werden, da sich ein Männchen mit mehreren Weibchen paart und mit der Aufzucht des Nachwuchses nichts zu tun hat. Dieses obliegt einzig dem Weibchen. Um ein Weibchen bemühen sich zumeist mehrere Männchen. Sie paart sich dabei in der Regel der Reihe nach mit mehreren Männchen. Die Tragezeit erstreckt sich über 31 Tage, die Säugezeit über 39 bis 45 Tage (Best, 1993).

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Sonoma-Chipmunks gehören heute noch nicht zu den bedrohten Arten. Daher wird die Art in der Roten Liste der IUCN als nicht gefährdet (LC, Least Concern) geführt. Über Gefährfungsfaktoren ist nichts bekannt (IUCN, 2013).

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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