Sinaloa-Dreiecksnatter

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Sinaloa-Dreiecksnatter

Systematik
Klasse: Kriechtiere (Reptilia)
Ordnung: Eigentliche Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Teilordnung: Wahre Schlangen (Alethinophidia)
Familie: Nattern (Colubridae)
Gattung: Königsnattern (Lampropeltis)
Art: Dreiecksnatter (Lampropeltis triangulum)
Unterart: Sinaloa-Dreiecksnatter
Wissenschaftlicher Name
Lampropeltis triangulum sinaloae
Williams, 1978

Die Sinaloa-Dreiecksnatter (Lampropeltis triangulum sinaloae), auch Sinaloa-Milchschlange genannt, ist eine Natter (Colubridae) aus der Gattung der Königsnattern (Lampropeltis) und bildet eine Unterart der Dreiecksnatter (Lampropeltis triangulum). Im Englischen wird diese Unterart Sinaloan milk snake genannt. Erstmalig wissenschaftlich beschrieben wurde die Sinaloa-Dreiecksnatter von Kenneth Lee Williams im Jahre 1978.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Sinaloa-Dreiecksnatter erreicht eine Länge von 100 bis 120 cm. Jungtiere haben beim Schlupf eine Größe von ca. 20 bis 25 cm. Die Grundfärbung dieser Unterart ist rot. Der Kopf ist schwarz und auf der Schnauze sitzen viele weiße Punkte. Die schwarze Färbung zieht sich wie ein Dreieck in den Hals herein und endet in einer Spitze. Um diese Dreiecksspitze zieht sich der erste weiß- bis cremefarbene Ring, gefolgt von einem schwarzen. Auch am restlichen Körper sind die weißen Ringe, schwarz umringt und ziehen sich um den ganzen Körper, sind also sozusagen fast nie unvollständig. Bei manchen Tieren ist auch die Schwanzspitze und manchmal auch mehr schwarz gefärbt.

Ernährung

Diese Königsnatter hat einen gesunden Appetit. Sie ernährt sich von kleinen Nagetieren (Rodentia), Eiern, Vögeln (Aves), Reptilien (Reptilia), Amphibien (Amphibia) und Wirbellosen. In der Terrarienhaltung werden gern junge Mäuse (Mus) angenommen. Wenngleich die meisten Dreiecksnattern kannibalische Tendenzen zeigen, ist das bei dieser Unterart nur sehr gering ausgeprägt.

Verbreitung

Die Sinaloa-Dreiecksnatter bewohnt das westliche Küstentiefland Mexikos, insbesondere Sonora, Sinaloa und Südwest-Chihuahua. Sie kann bis 1000 m ü. NN vorkommen. Am Tag versteckt sich diese Schlangenart unter Felsen, Kakteen, Holz, Büschen oder ähnlichem, außerdem wühlt sie gerne in lockerem Bodensubstrat. Sehr häufig ist sie auch am Rand von Getreidefeldern anzutreffen.

Haltung und Zucht

Haltung

Sinaloa-Dreiecksnatter: Ansicht des Dreiecks im Nacken
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Sinaloa-Dreiecksnatter: Ansicht des Dreiecks im Nacken

Halbwüchsige und adulte Sinaola-Dreiecksnattern sind sehr ruhig und für den Terraristik-Einsteiger sehr gut geeignet. Jungtiere verweigern oft zum Anfang die Nahrung. Eine Einzelhaltung ist auf Grund des häufig auftretenden Kannibalismus zu empfehlen. Gleichgroße Dreiecksnattern kann man versuchen, gemeinsam zu pflegen.

Um dieser Unterart ein möglichst schönes Zuhause in menschlicher Obhut zu geben, müssen die Maße für ein Terrarium mit dem Besatz von einem bis zwei Tiere 120x80x60 cm groß sein. Das ganze Terrarium sollte als Halbtrockenterrarium eingerichtet sein. Den Boden streut man mit einem Sand-Torf-Gemisch aus. Ein großes Badebecken sollte auch unbedingt als Einrichtung vorhanden sein, dieses hilft auch die Luftfeuchtigkeit, die bei 50 bis 60% liegen sollte, zu steigern. Die Temperatur sollte am Tag nicht weniger als 25°C, aber auch nicht mehr als 30°C betragen. In der Nacht reichen oft auch schon 18°C bis 20°C aus. Außerdem benötigen die Schlangen einen geregelten Tag-Nacht-Rhythmus mit 12 Stunden Beleuchtung, zum Herbst vor der Winterruhe kürzer. Um der Schlange am Tag genügend Rückzugsmöglichkeiten zu bieten, sollte man ihr große Steine, die nicht auf die Schlange fallen könnten, oder Rinde, am besten aus Kork, anbieten. Da diese Schlangenunterart bodenlebend ist, benötigt man keine Kletteräste, wobei sie dennoch gelegentlich in geringer Höhe kletternd beobachtet werden kann, wenn man ihr die Möglichkeit mittels starker Äste bietet.

Im Winter hält die Sinaloa-Dreiecksnatter Winterruhe, die Temperaturen sollten dabei am Tag auf 18°C bis 20°C gesenkt werden und in der Nacht nur noch 13°C bis 20°C betragen. Außerdem wird die Beleuchtung ganz ausgeschaltet.

Zucht

Die Paarung der eierlegenden Sinaloa-Dreiecksnatter findet im Frühjahr statt, nach 45 bis 64 Tagen werden zwischen 6 und 16 Eier gelegt. Kurz vor dem Legen der Eier werden die Weibchen unruhig und suchen einen geeigneten Platz im Terarrium. Meist wird ein Behälter mit halb aufgefülltem Torf akzeptiert, oft passiert es auch, dass sie stattdessen das Wasserbecken verwenden, indem die Eier aber zu Grunde gehen. Die Eier sollten zwischen 26°C und 28°C inkubiert werden.

In Terrarienhaltung kann man für die Sinaloa-Dreiecksnatter mit einem maximalem Alter von um die 20 Jahren rechnen.

Galerie

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

Links

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