Seidenspinne

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Seidenspinne

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Teilordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Familie: Seidenspinnen (Nephilidae)
Gattung: Seidenspinnen (Nephila)
Art: Seidenspinne
Wissenschaftlicher Name
Nephila senegalensis
(Walckenaer, 1842)

Die Seidenspinne (Nephila senegalensis), auch als Riesenradnetzspinne bekannt, zählt innerhalb der Familie der Seidenspinnen (Nephilidae) zur Gattung der Seidenspinnen (Nephila).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Das Weibchen der Seidenspinne erreicht eine Körperlänge von vier bis fünf cm. Das Männchen erreicht nur ein Bruchteil dieser Größe. Beine und Körper sind überiegend schwarz. Der Hinterleib weist gelbe Abdominal-Markierungen auf und ist zudem zylinderförmig. An den Beinen sind gelbliche bis rötliche Streifen erkennbar. Die Netze der Seidenspinne sind riesig, sie können einen Durchmesser von bis zu zwei Metern erreichen und sind äußerst stabil. Selbst Vögel können sich in diesen Netzen verfangen, stehen aber nicht auf der Speisekarte der Seidenspinne. Bei Lichteinfall glänzt die Seide leicht golden. Ein Netz wird für gewöhnlich zwischen Bäumen oder Büschen in mittlerer Höhe von zwei bis sechs Meter Höhe errichtet. Nur das Weibchen baut Netze. Das Männchen nicht. Ein Biss einer Seidenspinne ist zwar schmerzhaft, aber nicht weiter gefährlich.

Unterarten

Verbreitung

Die Seidenspinne ist von Westafrika bis nach Äthiopien verbreitet. Im Süden reicht das Verbreitungsgebiet bis nach Südafrika. Sie besiedeln unterschiedlichste Habitate wie tropischen Regenwald und Trockenwälder.

Ernährung

Sie ernähren sich überwiegend von Insekten. Insbesondre Heuschrecken gehören zu ihrer Hauptnahrung. Mit ihrem senkrecht angebrachten Radnetz in Bodennähe fangen sie ihre Beute.

Fortpflanzung

Zu Beginn der Paarung baut das Männchen ein kleines Samenzellennetz, in das er seinen Samen abgibt. Mit seinen Pedipalpen nimmt er das Samenpaket auf. Dann begibt er sich auf die Suche nach einem Weibchen. Am Rand eines Netzes, das einem Weibchen zuzuordnen ist, wartet das Männchen ab und prüft durch Zupfen am Nest die Paarungsbereitschaft des Weibchens. Für das Weibchen ist das männliche Tier zunächst ein Beutetier. Erwiedert das Weibchen die zaghaften Versuche des Männchen, so begibt es sich Stück für Stück immer weiter in Richtung Netzmitte.

Beim eigentlichen Paarungsakt klettert das Männchen auf die Bauchseite des Weibchen und gibt das Samenpaket an die Begattungsorgane des Weibchens ab. Der reine Paarungsakt kann durchaus mehr als zehn Minuten dauern. Danach macht sich das Männchen auf und davon, da es sonst als Mahlzeit für das Weibchen endet. Wenige Wochen nach erfolgreicher Begattung legt das Weibchen außerhalb des Neszes ein Eipaket ab, das einen Durchmesser von etwa einen cm hat. Das Eipaket wird in Spinnenseide gehüllt. Je nach Umgebungstemperatur schlüpfen die Spiderlinge nach rund 100 Tagen. Die Lebenserwartung liegt bei etwa einem Jahren.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Hans-Eckhard Gruner, Hans-Joachim Hannemann und Gerhard Hartwich, Urania Tierreich, 7 Bde., Wirbellose Tiere, Urania, Freiburg, 1994 ISBN 3332005022
  • Stefan Heimer, Wunderbare Welt der Spinnen, Landbuch-Verlag, 1988, Landbuch-Verlag GmbH, Hannover, 1988 ISBN 3-7842-0382-0
  • Rainer F. Foelix, Biologie der Spinnen, Thieme, 1979 ISBN 313575801X
  • Platnick, Norman I. (2008): The world spider catalog, version 8.5. American Museum of Natural History.
'Persönliche Werkzeuge