Schwarze Springspinne

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Schwarze Springspinne

Systematik
Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm: Kieferklauenträger (Chelicerata)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Evarcha
Art: Schwarze Springspinne
Wissenschaftlicher Name
Evarcha arcuata
Clerck, 1757

Die Schwarze Springspinne (Evarcha arcuata) zählt innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Evarcha.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Schwarze Springspinne erreicht eine Länge von fünf bis sieben Millimeter. Männchen bleiben ein wenig kleiner als Weibchen. Der Körperbau ist auffällig kräftig und kompakt. Die kurzen und stämmigen Beine unterstützen diesen Eindruck. Bei der Färbung des Körpers ist ein deutlicher Geschlechtsdismorphismus erkennbar. Männchen sind überwiegend schwarz gefärbt, sind stark behaart und weisen im Gesichtsfeld einige weißliche Querstreifen unterhalb der großen Augen auf. Weibchen sind graubraun gefärbt. Eine markante Zeichnung auf dem Abdomen bietet zudem ein weiteres Unterscheidungsmerkmal. <2>

Diese Spinnenart verfügt wie alle Spinnen über Spinndrüsen. Die Seide wird aber nicht zum Bau von Fangnetzen genutzt. Lediglich die Kokons werden aus der Spinnseide gewoben. Die Schwarze Springspinne ist eine tagaktive Spinne. Demzufolge ist ihr Sehsinn außerordentlich gut entwickelt. Die Hauptaugen am Vorderkopf sind recht groß und ermöglichen in Kombination mit den kleinen Nebenaugen ein weites Sichtfeld. Beute können sie in einer Entfernung von gut zwanzig cm gestochen scharf erkennen. Auf längere Entfernung spielen ihre Spaltsinnesorgane, ihre Behaarung sowie der Geruch und der Geschmack eine gewisse Rolle. <2>

Eine Besonderheit bei der Schwarzen Springspinne ist die Behaarung mit Nanohärchen an den Tarsen. Diese feinen Härchen nennt man Scopulahaare. Mit ihnen sind sie in der Lage selbst auf glatten Flächen wie Scheiben emporzuklettern. An den sechs Beinen verfügen sie weit über 600.000 dieser feinen Härchen. Die Kraft, die dadurch erzeugt wird, nennt man Anhangskraft oder wissenschaftlich Adhäsion. Technisch wird die Haftung durch Anziehungskraft einzelner Moleküle realisiert. <2>

Verbreitung

Die Schwarze Springspinne ist in weiten Teilen des gemäßigten Europas verbreitet. Sie lebt meist an trockenen Plätzen wie Waldränder, Wiesen und teilweise auch Gärten. Hier und da sieht man sie auch an ausgesprochen feuchten Gebieten wie Gewässerrändern und Feuchtwiesen. <3>

Ernährung

Schwarze Springspinnen leben räuberisch von anderen Insekten, die sie regelrecht überfallen. Sie lauern an exponierten Stellen auf ihre Beute und springen sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle.

Fortpflanzung

Wie auch die Jagd, so ist auch das Balz- und Paarungsverhalten stark auf den Sehsinn geprägt. Die Paarungszeit erstreckt sich über den Hochsommer. Der eigentlichen Paarung gehen anmutige Balztänze voraus, die sich über verschiedene Tanzschritte mit einhergehendem Trommeln der Pedipalpen manifestieren. Nach erfolgreicher Begattung spinnt das Weibchen meist an Blättern eine Art Kokon oder Eihülle, in der sie ihre Eier ablegt. Der Kokon wird vom Weibchen bis zum Schlupf der jungen Spiderlinge bewacht.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • [2] [3] Dipl. Biol. Dr. METZNER, H. (1999): Die Springspinnen (Arachnida, Araneae, Salticidae) Griechenlands. Andrias 14: 1-279, Karlsruhe.
  • Heiko Bellmann, Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Und Süßwasserkrebse, Asseln, Tausendfüßer, Kosmos, 2006 ISBN 3440107469
  • Dick Jones, Der Kosmos-Spinnenführer, Frankh, 1990 ISBN 3440061418
  • Hans-Eckhard Gruner, Hans-Joachim Hannemann und Gerhard Hartwich, Urania Tierreich, 7 Bde., Wirbellose Tiere, Urania, Freiburg, 1994 ISBN 3332005022
  • Evarcha arcuata (♂,♀) (Clerck, 1757)
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