Sahara-Dickschwanzskorpion

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Sahara-Dickschwanzskorpion

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Skorpione (Scorpiones)
Unterordnung: Neoscorpionina
Familie: Buthidae
Gattung: Androctonus
Art: Sahara-Dickschwanzskorpion
Wissenschaftlicher Name
Androctonus australis
Linnaeus,1758

Der Sahara-Dickschwanzskorpion (Androctonus australis) zählt innerhalb der Familie der Buthidae zur Gattung Androctonus. Er wird auch Nordafrikanischer Dichschwanzskorpion oder Saharaskorpion genannt. Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde der Sahara-Dickschwanzskorpion von dem schwedischen Naturwissenschaftler Carl von Linné im Jahre 1758.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Sahara-Dickschwanzskorpion kann eine Größe von bis zu 10 Zentimeter erreichen, seine Körpergrundfarbe kann hellbraun, gelblich oder sandfarben und seine Scheren sowie das letzte Metasonasegment können etwas dunkler, bis hin ins rötlich-braune gefärbt sein. Er hat schmale Scheren und ein auffallend dickes Metasoma. Männchen haben deutlich schmälere Scheren, keine geteilte Genitalplatte und mehr Kammzähne als weibliche Exemplare, im Großen und Ganzen haben sie eine zierliche Gestalt. Beide Geschlechter sind bodenlebend und nachtaktiv, die Weibchen gebären ihre Jungen lebend.

Unterarten

Verbreitung

Der Sahara-Dickschwanzskorpion kommt in ganz Nordafrika vor. Von dort an erstreckt sich sein Verbreitungsgebiet weiter über Ägypten und den gesamten nahen Osten bis nach Afghanistan. Er bewohnt in seinem Verbreitungsgebiet ausschließlich trockene Wüsten, Geröllwüsten und Steppen. Dort gräbt er sich Gänge in den Boden oder hält sich versteckt unter Steinen auf.

Nahrung

Der Sahara-Dickschwanzskorpion ernährt sich hauptsächlich von Insekten, dabei können diese auch einen harten Chininpanzer haben oder etwas größer ausfallen.

Haltung

Um einem Tier dieser Art eine artgerechte Haltung bieten zu können, benötigt man ein 30x20x20 cm großes Terrarium dass man mit Sand oder einem Sand-Lehmgemisch auf etwa 10 Zentimeter auffüllt. Da sich der Skorpion am Tag versteckt und nur in der Nacht hervor kommt, sollte man flache Steine oder knorrige Äste ins Terrarium geben. Am Tag sollten die Temperaturen zwischen 30 und 35 °C liegen, in der Nacht bei Zimmertemperatur. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei etwa 30% bis 35% (maximal 40%) liegen und morgens etwas ansteigen (durch etwas Sprühen von Wasser), um die Feuchtigkeitsverhältnissen den natürlichen besser anzupassen. Bei täglichen Sprühen erleidet das Tier aber eine Mykoseinfektionen, daher sollte man es nicht jeden Morgen machen.
Sahara-Dickschwanzskorpion
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Wenn man ein Paar hält, sollte man das Männchen nach der Geburt der Jungen separieren, da es sonst die Jungen auffrisst. Nach der Geburt befinden sich die Jungen am Rücken des Weibchens und gehen erst nach der ersten Häutung von ihr herunter. Nachdem sie den Rücken verlassen haben, sollte man auch das Weibchen entfernen, da dieses sonst möglicherweise auch die Jungen fressen würde.

Durch ihr starkes Gift, das für den Menschen tötlich sein kann, sollte diese Art nur von sehr sachbewussten Skorpionhaltern gepflegt werden, auch müssen alle sicherheitsrelevanten Vorkehrungen zur Haltung beachtet werden (Terrarienschloss anbringen, Kinder fernhalten, Besucher über die Giftigkeit aufklären, direkten Kontakt vermeiden, das Tier/die Tiere bei der Pflege beobachten, ect.). Sofern seine Grundbedürfnisse im Terrarium erfüllt werden, ist er ein dankbarer Pflegling, der mehrere Jahre alt werden kann und sich auch regelmäßig fortpflanzt.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Janitzki, Ariane: 250 Terrarientiere: bestimmen, halten, pflegen. Kosmos (Franckh-Kosmos), September 2008 ISBN 3440110893
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