Südlicher Leopardfrosch

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Südlicher Leopardfrosch

Systematik
Klasse: Lurche (Amphibia)
Unterklasse: Nacktlurche (Lissamphibia)
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Moderne Froschlurche (Neobatrachia)
Familie: Echte Frösche (Ranidae)
Gattung: Lithobates
Art: Südlicher Leopardfrosch
Wissenschaftlicher Name
Lithobates sphenocephalus
(Cope, 1886)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Südliche Leopardfrosch (Lithobates sphenocephalus), auch unter den Synonymen Lithobates sphenocephala, Rana sphenocephala und Rana utricularius bekannt, zählt innerhalb der Familie der Echten Frösche (Ranidae) zur Gattung Lithobates. Im Englischen wird der Südliche Leopardfrosch southern leopard frog genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Südliche Leopardfrosch erreicht eine Körperlänge von etwa 50,0 bis 90,0 Millimeter. Die Hinterbeine sind mehr als 101,6 Millimeter lang. Die Männchen sind in der Regel kleiner als die Weibchen. Die Oberseite weist eine dunkel olivfarben-grüne Färbung auf und über dem Rücken verstreut, zeigen sich subovale Punkte oder Flecken. Des Weiteren erkennt man auf dem Rücken links und rechts je einen orangefarbenen Längsstreifen, der sich von den Hinterschenkeln bis zum oberen Teil der Augen erstreckt und neben den orangefarbenen Längsstreifen zeigt sich wieder je ein kurzer grün gefärber Längsstreifen und in der Mitte des Rückens ist ebenfalls ein grün gefärbter Längsstreifen zu erkennen. Die Unterseite ist von einer weißen oder hellgelben Tönung. Die Schnauze ist ziemlich klein und eckig geformt. Der Kopf ist verhältnismäßig abgeflacht und die Schallblasen weisen eine grünliche Tönung auf. Vorne im Bereich der Schnauze ist jeweils links und rechts ein kurzer grüner Längsstreifen erkennbar. Die Seite des Halses, die Beine und die Schenkel sind mit ein paar schwarzen Quer- und Längsbinden markiert.

Lebensweise

Laut der Roten Liste der IUCN bevorzugt der Südliche Leopardfrosch die Nähe der Süßwasserseen, aber auch Brackwassermarschen werden gelegentlich besucht. Im Sommer hält sich der Südliche Leopardfrosch in feuchter Vegetation auf. Des Weiteren findet man den Südlichen Leopardfrosch auch auf den Böden von Schwimmbecken sowie in Höhlen. Der Laich wird in flachen Gewässern abgelegt.

Unterarten

Verbreitung

Laut der Roten Liste der IUCN kommt der Südliche Leopardfrosch in den Niederungen im Südosten der USA, in Süd-New York sowie in nach Florida und im Westen bis östlich von Kansas und östlich von Texas vor. Auf den Bahamas wurde der Südliche Leopardfrosch eingeführt. Zu seinen Lebensräumen zählen unter anderem gemäßigte Wälder, gemäßigte Heideflächen, Feuchtgebiete (Inland) wie Flüsse, Bäche, schmale Buchten mit Wasserfällen, saisonal intermittierende irreguläre Flüsse, Bäche, schmale Buchten, Moore, Sümpfe, Torf-Moor-Landschaften, Süßwasserseen über 8 Hektar, saisonal intermittierende Süwasserseen über 8 Hektar, Süßwassersümpfe und Pools unter 8 Hektar, saisonal intermittierende Süßwassersümpfe und Pools unter 8 Hektar, Süßwasserquellen und Oasen, aquatische Teiche unter 8 Hektar, aquatische offene Entwässerungsgräben sowie saisonbereinigte überschwemmte Ackerflächen.

Ernährung

Südlicher Leopardfrosch
vergrößern
Südlicher Leopardfrosch

Der Südliche Leopardfrosch ernährt sich hauptsächlich von allerlei Insekten (Insecta) und deren Larven.

Fortpflanzung

Der Südliche Leopardfrosch erreicht die Geschlechtsreife mit zwei bis drei Jahren. Die Paarungszeit beginnt mit dem Ende der Winterruhe. Das Weibchen legt ihren Laich in Klumpen am Gewässerrand, wo er vom Männchen befruchtet wird. Die Eier haben einen Durchmesser von etwa 1,7 Millimeter. Die Kaulquappen schlüpfen nach sechs bis zehn Tagen. Zu dieser Zeit haben sie eine Länge von 65,0 bis 83,0 Millimeter. Nach 60 bis 80 Tagen ist die Metarmorphose zum Frosch abgeschlossen. Sie haben eine Lebenserwartung von rund sechs bis neun Jahren.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Südliche Leopardfrosch heute noch nicht zu den bedrohten Arten. Er ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Südliche Leopardfrosch selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird er als least concern (nicht gefährdet) geführt. Der Südliche Leopardfrosch ist zwar noch nicht akut bedroht, jedoch sind die Bestände in den letzten Jahrzehnten beständig am Sinken. Zu den Hauptgründen zählen die Vernichtung von Kleinstgewässern, insbesondere durch die Versiegelung und Trockenlegung, die Habitatfragmentierung durch exzessive Bebauung und intensivierte Landwirtschaft sowie die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft. Auf den Laichwanderungen kommen Jahr für Jahr viele Frösche im Straßenverkehr ums Leben. Auch der Fischbesatz von Kleinstgewässern hat zum Rückgang der Populationen beigetragen. Jedoch sind auch in völlig unberührten Lebensräumen teils dramatische Populationsrückgänge zu verzeichnen. Forscher haben festgestellt, dass diese Rückgänge auf eine Pilzerkrankung zurückzuführen sind. Man hat hier einen Töpfchenpilz (Chytridiomycota) aus der Gattung Batrachochytrium ausgemacht. Es handelt sich dabei um den Chytridpilz (Batrachochytrium dendrobatidis), der insbesondere Amphibien befällt. Die ausgelöste Krankheit, die sogenannte Chytridiomykose, verläuft in der Regel tödlich.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Dr. Wolf-Eberhard Engelmann, Jürgen Fritzsche, Dr. sc. Rainer Günther und Dipl.-Biol. Fritz Jürgen Obst: Lurche und Kriechtiere Europas. Neumann Verlag Radebeul 1993. ISBN 3-7402-0094-4
  • Dr. Josef Blab und Hannelore Vogel: Amphibien und Reptilien erkennen und schützen. Alle mitteleuropäischen Arten, Biologie, Bestand, Schutzmaßnahmen. BLV Verlagsgesellschaft mbH München Wien Zürich 1996. ISBN 3-405-14936-3
  • Andreas Nöllert und Christel Nöllert: Die Amphibien Europas. Bestimmung - Gefährdung - Schutz. Kosmos Naturführer, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH Stuttgart 1992. ISBN 3-440-06340-2
  • Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Fische 2, Lurche. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG, München Oktober 1993. ISBN 3-423-05970-2
  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3
  • Kurt Brauer, Annette Bromma: Kröten. Urania, Freiburg (1991). ISBN 3332003798

Qualifizierte Weblinks

'Persönliche Werkzeuge