Runzliger Ohrwurm

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Runzliger Ohrwurm
Bild:Copyright.jpg Aufnahme von Danilo Matzke (Entomologe)

Taxonomie
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Teilklasse: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Ohrwürmer (Dermaptera)
Unterordnung: Eudermaptera
Überfamilie: Forficuloidea
Familie: Forficulidae
Unterfamilie: Allodahliinae
Gattung: Allodahlia
Art: Runzliger Ohrwurm
Wissenschaftlicher Name
Allodahlia scabriuscula
(Audinet-Serville, 1839)

Der Runzlige Ohrwurm (Allodahlia scabriuscula), auch unter den Synonymen Forficula scabriuscula und Forficula brachynot bekannt, zählt innerhalb der Familie Forficulidae zur Gattung Allodahlia. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Dem Runzligen Ohrwurm verleiht die raue runzlige Oberfläche seiner Cutikula sein markantes Aussehen und macht ihn fast unverwechselbar mit anderen Arten. Dunkelbraun bis schwarzbraun gefärbt, die versteckten Flügel sind jedoch blau aber die darüber sitzenden Flügeldecken variieren von schwarzbraun bis kastanienbraun und sind mit Tuberkeln besetzt. Die Tiere besitzen sehr intensive Stinkdrüsen bei Reizungen liegt dann ein gewisser „Karbolsäuregeruch“ in der Luft. Größe Männchen 18-30mm und Weibchen 16-22mm (Köper + Zange)

Verbreitung

Die Art kommt weitverbreitet in orientalische Regionen vor wie z. B. China und Indonesien. Dabei werden neben Kulturlandschaften auch die Hartlaubwälder besiedelt wobei Gebirgsregionen ab 1000m bevorzugt werden. Dort kann man sie dann unter Steinen und Holz in der Nähe von Gewässern finden.

Ernährung

Die Art ist ein typischer Allesfresser, in meinen Zuchten wurden Apfelstücke sowie Bachflohkrebse als Nahrung gut angenommen. Spezialisierungen auf eine bestimmte Nahrung sind aus der Natur nicht bekannt.

Fortpflanzung

Larve L2
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Larve L2

Nach der Paarung legt das Weibchen seine 30-50 Eier in eine Erdmulde z. B. unter einem Holzstamm ab. Wie die meisten Ohrwürmer kann das Weibchen auch mehrmals Eier ablegen. In diesem Fall 2 Gelege ein erstes Gelege mit 50 Eiern und nach ca. 2 Monaten wurde ein weiteres Gelege mit 30 Eiern produziert. Aus den hellgelblichen mit einer Größe von 1,4 x 1,2 mm Eiern schlüpften auch alle Larven. Nach 44 bis 109 Tagen Gesamtentwicklungszeit mit 4 Stadien erfolgt die Häutung zum Imago. Das Weibchen betreut ihre Larven bis fast zur letzten Häutung, Larven bei denen das Weibchen früher abhanden kommt entwickeln sich schlechter.


Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

Matzke, D. (2010):Zur Entwicklungsbiologie des Ohrwurmes Allodahlia scabriuscula(AUDINET-SERVILLE, 1839)(Dermaptera, Forficulidae)- ZAG-Phoenix Jg 1 Nr

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