Rotsteißarassari

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Rotsteißarassari

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Spechtvögel (Piciformes)
Familie: Tukane (Ramphastidae)
Gattung: Schwarzarassaris (Pteroglossus)
Art: Rotsteißarassari
Wissenschaftlicher Name
Pteroglossus erythropygius
Gould, 1843

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Rotsteißarassari (Pteroglossus erythropygius) zählt innerhalb der Familie der Tukane (Ramphastidae) zur Gattung der Schwarzarassaris (Pteroglossus). Bislang wurde der Rotsteißarassari als Unterart des Pteroglossus torquatus angesehen. Neueste Untersuchungen zufolge war diese Einordnung nicht haltbar. Daraufhin erhielt der Vogel Artstatus und wird seither unter dem Namen Pteroglossus erythropygius geführt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Rotsteißarassari ist einer der größten Arten innerhalb der Gattung der Schwarzarassaris. Das Gefieder auf den Rücken ist schwarz. Brust und Bauchseite sind überwiegend gelblich bis orange. Die Bauchseite wird durch ein orang-schwarzes Band getrennt. Im Kehlbereich ist ein schwarzer Fleck erkennbar. Charakteristisch ist der rote Fleck hinter dem Auge. Der Schnabel ist überwiegend elfenbeinfarben und neigt sich zur Spitze hin leicht nach unten und schimmert stellenweise rötlich bis goldgelb. Die Unterseite des Schnabels geht zur Spitze hin ins Schwärzliche über. Der lange Schwanz ist auf der Oberseite schwarz, auf der Unterseite grau bis dunkelgrau. Die Extremitäten sind mit kräftigen Krallen versehen und von grauer bis dunkelgrauer Färbung. Der Rotsteißarassari ist tagaktiv und hält sich nachts in der Regel in seiner Baumhöhle auf.

Verbreitung

Der Rotsteißarassari ist in einem eng begrenzten Gebiet im Nordwesten Ecuadors edemisch. Er ist insbesondere in den Regionen Mindo, Rio Palenque und Tinalandia zu beobachten. Hier bewohnt er den tropischen Regenwald im Tiefland bis in Höhen von 600 Meter über NN. Er lebt vorzugsweise in den Wipfeln der Bäume.

Nahrung

Ihre Nahrung besteht aus Früchten und vor allem aus proteinhaltigen Insekten. Ihre Nahrung suchen sie meist in den Baumkronen. Erbäuten sie kleine Säugetiere oder Jungvögel, so sind sie in der Lage diese zu zerteilen.

Fortpflanzung

Die Rotsteißarassaris nisten in großer Höhe in Baumhöhlen. Das Weibchen legt drei bis vier weiße Eier, die über einen Zeitraum von 16 Tagen ausgebrütet werden. Die geschlüpften Jungvögel sind anfangs noch nackt und blind und werden fast ausschließlich mit tierischer Nahrung gefüttert. Nach rund 40 bis 42 Tagen sind sie flugfähig und selbständig.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. hc Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978

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