Rotschnabelschweifkitta

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Rotschnabelschweifkitta

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Rabenvögel (Corvidae)
Tribus: Corvini
Gattung: Kittas (Urocissa)
Art: Rotschnabelschweifkitta
Wissenschaftlicher Name
Urocissa erythrorhyncha
(Boddaert, 1783)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Rotschnabelschweifkitta (Urocissa erythrorhyncha) zählt innerhalb der Familie der Rabenvögeln (Corvidae) zur Gattung der Kittas (Urocissa).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Rotschnabelschweifkitta erreicht eine Gesamtlänge von etwa über 50 Zentimeter sowie ein Gewicht von 200 bis 250 Gramm. Zwei Drittel seiner Gesamtlänge entfallen dabei auf den Schwanz. Die Brust und der Kopf sind schwarz gefärbt. Der Hinterkopf und der Bauchbereich sind weißlich bis cremefarben. Das restliche Gefieder ist überwiegend hellblau bis blau gefärbt. Die sehr langen Schwanzfedern sind oberseits blau, unterseits schwarzweiß gefärbt. Die Iris der Augen ist rötlich, die Pupillen sind bräunlich. Der kräftige Schnabel weist eine dunkelrote Färbung auf. Auch die Beine, die Zehen und der Augenring sind rötlich bis orangerot gefärbt. Das Weibchen ist insgesamt etwas matter gefärbt.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Rotschnabelschweifkitta erstreckt sich vom westlihen Himalaya, über China bis nach Vietnam. Er ist insbesondere in Bangladesh, Kambotscha, China, Indien, Laos, Myanmar, Nepal, Thailand und Vietnam verbreitet. Er lebt zumeist im tropischen Tieflandregenwald, tritt stellenweise aber auch in Höhenlagen und sogar in Mittelgebirgen auf.

Ernährung

Der Rotschnabelschweifkitta ist ein Allesfresser. Zu seiner pflanzlichen Nahrung gehören u.a. Sämereien und Früchte. An tierischer Nahrung nimmt er Vogeleier, junge Vögel, aber auch Mäuse, größere Insekten und deren Larven zu sich. Er sucht seine Nahrung sowohl in den Bäumen als auch auf dem Boden. ALs tagaktiver Vogel geht er nur am Tage auf Nahrungssuche.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife wird etwa mit Beginn des zweiten Lebensjahres erreicht. Die Brutsaison des Rotschnabelschweifkitta erstreckt sich meist über die Regenzeit. Die Nester werden in hohen Bäumen errichtet und bestehen aus Wurzelwerk, Ästchen und Blättern. Ausgepolstert wird das Nest mit Moosen, Wolle und Haaren. Das Weibchen legt drei bis fünf Eier. Die Brutzeit erstreckt sich dabei über rund 17 bis 19 Tage, wobei nur das Weibchen auf den Eier sitzt und sie wärmt. Die Nestlingszeit beträgt rund drei bis vier Wochen. Die Küken werden von beiden Elternteilen mit Nahrung versorgt. Insgesamt bleibt der Familenverband für rund drei Monate zusammen.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

Links

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