Roter Dickschwanzskorpion

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Roter Dickschwanzskorpion

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Skorpione (Scorpiones)
Familie: Buthidae
Gattung: Babycurus
Art: Roter Dickschwanzskorpion
Wissenschaftlicher Name
Babycurus jacksoni
Pocock,1890

Der Rote Dickschwanzskorpion (Babycurus jacksoni) zählt innerhalb der Familie Buthidae zur Gattung Babycurus.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Rote Dickschwanzskorpion ist ein sehr kleiner Skorpion, der sich optimal an seinen Lebensraum angepasst hat. Durch seine Färbung ist er sehr schwer im Terrarium zu erkennen. Er ist fast am ganzen Körper hellbraun, außer die Pedipalpen (Scheren) sind am Ende dunkelbraun bis schwarz. Eine Gruppe zu halten, ist in einem großen Terrarium möglich. Der Rote Dickschwanzskorpion wird sehr oft mit Odonturus sp. verwechselt. Der Rote Dickschwanzskorpion besitzt am Beinpaar 4 Tibiaspuren, wobei Odonturus sp. am Beinpaar 3 und 4 Tibiaspuren aufweist. Der Rote Dickschwanzskorpion erreicht eine Körperlänge von etwa vier Zentimetern ohne Metasoma. Er ist ein sehr giftiger Skorpion! Man spricht von starker Schwellung etc. Der Rote Dickschwanzskorpion ist ein relativ aktiver Skorpion, der sich ab und zu am Abend zeigen läßt und sonst in seiner Höhle hockt. Er ist ein friedlicher Skorpion, aber er kann auch verdammt schnell sein, auf das ist Acht zu geben!

Verbreitung

Der Rote Dickschwanzskorpion ist vor allem in Zentral- und Ostafrika weit verbreitet. Er ist insbesondere in Kenia, Tansania, Uganda, im Kamerun und im Kongo anzutreffen. Die natürlichen Lebensräume erstrecken sich über savannenartige Landschaften. Auf natürliche Wasserquellen sind Rote Dickschwanzskorpione nicht angewiesen, sie nutzen im wesentlichen Tau, um sich mit Flüssigkeit zu versorgen.

Ernährung

Rote Dickschwanzskorpione ernähren sich im wesentlichen von Gliederfüßern, Insekten wie Heuschrecken, Käfer und Schaben sowie von kleinen Reptilien und sogar von nestjungen Mäusen. Ein Beutetier wird in der Regel durch Gift aus dem Stachel getötet.

Fortpflanzung

Ähnlich wie bei den Spinnen, so legt das Männchen seine Spermien in eine Spermatophore (Samenpaket) ab. Ein geschlechtsreifes Weibchen wird über Pheromone lokalisiert. Im Zuge eines sogenannten Hochzeitstanzes legt das Männchen die Spermatophore mit den Spermien ab. Im Verlaufe des Hochzeitstanzes streift das Weibchen über die Spermatophore und nimmt sie auf. Nach einer geglückten Übertragung der Spermien, beginnt die Trächtigkeit, die sich zumeist über einen Zeitraum von fünf bis acht Monaten erstreckt. Die Entwicklung der Eier erfolgt im Uterus des Weibchens. Das Weibchen bringt je nach Alter und Ernährungszustand zwischen 20 und 40 Jungtiere zur Welt. Die erste Zeit bleiben die Jungtiere bei der Mutter. Erst mit der ersten Häutung gehen sie eigene Wege.

Haltung

Temperatur: Am Tage sollte es 30 Grad Celsius sein, in der Nacht sollte eine Zimmertemperatur von 20 Grad Celsius herrschen.

Luftfeuchtigkeit: Die Luftfeuchtigkeit sollte am Tag 50 bis 60 %, nachts nicht mehr als 70 %

Terrariengröße: Der Rote Dickschwanzskorpion benötigt ein feuchtes Tropenterrarium mit einer Bodenfläche für ein einzelnes Tier 20-20-20 (l-b-h).

Futter: Steppengrillen, Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Schaben

Einrichtung: Ein Torf-Blumenerde-Gemisch, das etwa 5 bis 8 Zentimeter hoch sein soll. Pflanzen müssen entsprechend dem Klima angepasst sein und passende Verstecke dürfen auch nicht fehlen.

Bemerkungen

Wegen seiner hohen Giftpotenz sind alle sicherheitsrelevanten Vorkehrungen zur Haltung zu beachten und es sollten ihn auch nur erfahrene Skorpionshalter pflegen.
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