Rautenpython

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Rautenpython

Systematik
Klasse: Kriechtiere (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Pythons (Pythonidae)
Gattung: Rautenpythons (Morelia)
Art: Rautenpython
Wissenschaftlicher Name
Morelia spilota
La Cépède, 1804

Der Rautenpython (Morelia spilota), der auch Diamantpython (Morelia spilota spilota) genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Pythons (Pythonidae) zur Gattung der Rautenpythons (Morelia).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Rautenpython variiert je nach Unterart und Verbreitungsgebiet in Größe, Färbung und Zeichnung. Er erreicht eine Größe von 160 bis 350 cm, wobei die der McDowells Teppichpython die längste und der Papua Teppichpython die kleinste Unterart bildet. Die Grundfärbung ist in der Regel ein dunkler Farbton wie dunkelbraun bis schwarz. Der Körper ist mit einem rautenartigen Muster durchzogen. Die Rauten weisen eine gelbliche bis orangene, zu den Flanken hin meist cremefarbene Färbung auf. Die Bauchseite ist meist gelblich bis cremefarben und ist oft mit dunklen Punkten versehen. Die Kopfunterseite ist einfarbig hell gefärbt. Der Kopf setzt sich deutlich vom Körper ab und weist am Hinterkopf eine herzförmige Form auf. Die Schnauze ist recht kurz und kantig. Charakteristisch für den Rautenpython ist die bläuliche Zunge. Die Augen liegen in der Mitte des Kopfes leicht seitlich. Der Schwanz ist ungewöhnlich lang. Insgesamt ist der Körperbau dieser Schlange als schlank aber dennoch kräftig anzusehen.

Lebensweise

Die nur wenig aggressive Schlange ist überwiegend dämmerungs- bis nachtaktiv. Tagsüber hält sie sich in Baumhöhlen, Erdbauten oder Felsspalten auf. Je nach Verbreitungsgebiet, vor allem im Süden Australiens in Victoria, hält der Rautenpython eine Winterruhe. Die Schlangen stehen in Anhang II des Washingtoner Artenschutzabkommens unter Schutz.

Unterarten

Darwin-Teppichpython (Morelia spilota variegata)
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Darwin-Teppichpython (Morelia spilota variegata)

Verbreitung

Der Rautenpython ist in weiten Teilen Ostaustraliens entlang der Küste, von Queensland bis zur Nordspitze Victorias, beheimatet. Die Unterart Papua Teppichpython ist auch im Süden Neu-Guineas verbreitet. Sie bewohnen sowohl den tropischen und subtropischen Küstenregenwald als auch lichte Wälder, Hochwaldregionen und Savannengebiete. Ausgesprochen trockene Gebiete wie Wüsten und Halbwüsten werden allerdings gemieden.

Ernährung

Rautenpythons fressen alles was sich überwältigen läßt. Dazu gehören insbesondere Vögel, Mäuse, Ratten und Säuger in ähnlicher Größe. Nach einem kräftigen Biss wird das Beutetier erwürgt und im Ganzen mit dem Kopf voran verschlungen. Je nach Alter der Schlange benötigt sie nur alle drei bis fünf Wochen neue Nahrung.

Fortpflanzung

Der Rautenpython erreicht die Geschlechtsreife mit drei bis vier Jahren. Die Paarungszeit in den natürlichen Lebensräumen erstreckt sich über die Monate von August bis Oktober. In der Regel ist dies nach der Winterruhe, die allerdings nicht alle Unterarten abhalten. Zwischen den Männchen kommt es während der Paarungszeit regelmäßig zu heftigen Kämpfen um die Weibchen. Die Tragezeit beträgt durchschnittlich 60 bis 70 Tage.

Ein Gelege umfasst je nach Unterart und Alter der Tiere zwischen zehn und fünfzig Eier. In Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur schlüpfen die Jungschlangen nach 50 bis 80 Tagen. Die Schlupfgröße der Jungschlangen weist etwa 35 bis 50 cm auf. Auch dies ist abhängig von der jeweiligen Unterart. Die graubraune Grundfärbung ist durchsetzt mit helleren Rautenmustern. Die adulte Ausfärbung wird mit rund drei Jahren erreicht. Ein Rautenpython kann je nach Unterart ein Alter von 13 bis 20 Jahren erreichen.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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