Purpurroter Zünsler

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Pyrausta

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Teilklasse: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Überfamilie: Zünslerfalter (Pyraloidea)
Familie: Zünsler (Pyralidae)
Gattung: Pyrausta
Art: Purpurroter Zünsler
Wissenschaftlicher Name
Pyrausta purpuralis
(Linnaeus, 1758)

Der Purpurrote Zünsler (Pyrausta purpuralis) zählt innerhalb der Familie der Zünsler (Pyralidae) zur Gattung der Pyrausta. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Purpurrote Zünsler ist eine von rund 300 in Mitteleuropa vorkommenden Arten aus der Familie der Zünsler (Pyralidae) und erreicht eine Flügelspannweite von gut 20 Millimeter. Die Flügel, insbesondere die Vorderflügel, sind schmal, von leicht dreieckiger Form. Die Vorderflügel sind überwiegend purpurfarbenen und weisen eine feine Zeichnung aus gelblichen Flecken auf. Der Flügelraum ist gräulich gesäumt. Die hinteren Flügel sind überwiegend gräulich bis fast schwarz. Charakteristisch ist hier eine orangene Binde im hinteren Teil des Flügels. Die Augen liegen am stark verlängerten Kopf weit hinten seitlich am Kopf. Der Kopf ist dicht behaart und orangerot gefärbt, der Abdomen weist eine graubraune Grundfärbung auf und ist mit eingen schmalen hellen Querbinden gekennzeichnet.

Lebensweise

Der Purpurrote Zünsler ist ein überwiegend dämmerungs- und nachtaktiver Falter. Seine Flugzeit erstreckt sich in zwei Generationen von Juni bis September.

Verbreitung

Der Purpurrote Zünsler ist in ganz Europa bis in den Norden Skandinaviens verbreitet. Auch in Asien, im Osten bis nach Sibirien, ist er ein oft gesehener Zünsler. Als Habitat bevorzugt er grasreiche Wiesen und Naturgärten. Er lebt sowohl in der Ebene als auch in Mittelgebirgen bis in Höhen von gut 2.000 Metern.

Ernährung

Die Falter des Purpurroten Zünslers ernähren sich vom Nektar blütentragender Pflanzen. Zu den Futterpflanzen der Raupen gehören insbesondere Acker-Minze (Mentha arvensis), Wasser-Minze (Mentha aquatica) und Oregano (Origanum vulgare). Sie fressen innerhalb einer Gespinsthülle an den Blättern.

Fortpflanzung

Die Eiablage durch die Weibchen der Purpurroten Zünsler erfolgt im Spätsommer. Erst im Oktober schlüpfen die Larven. Sie sind grünlich gefärbt, weisen dorsal gelbliche Längslinien auf und leben an verschiedenen Futterpflanzen auf Blättern in einer Gespinsthülle. Hier fressen sie innerhalb der Blatthülle das Blatt von innnen her auf. Der Kopf der Larven ist bräunlich gefärbt. Die Verpuppung erfolgt zum Ende des Herbstes hin. Dazu begeben sie sich in die lockere Erde der oberen Bodenschicht.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Der neue Kosmos-Schmetterlingsführer. Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen. Kosmos, 2003 ISBN 3440093301
  • Leon Rogez: Schmetterlinge und Raupen. Ensslin im Arena Verlag, 2006 ISBN 3401452541
  • Thomas Ruckstuhl: Schmetterlinge und Raupen. Gondrom Verlag, 2001 ISBN 3401452541
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
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