Polistes gallicus

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Polistes gallicus

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)
Familie: Faltenwespen (Vespidae)
Unterfamilie: Feldwespen (Polistinae)
Gattung: Polistes
Art: Polistes gallicus
Wissenschaftlicher Name
Polistes gallicus
(Linnaeus, 1758)

Die Feldwespe Polistes gallicus, auch unter den Synonymen Polistes foederatus und Polistes omissus bekannt, zählt innerhalb der Familie der Faltenwespen (Vespidae) zur Gattung Polistes. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Nachdem der frühere wissenschaftliche Name der Gallischen Feldwespe, Polistes gallicus, in Polistes dominulus geändert wurde, benannte man die hier beschriebene Art von P. foederatus in Polistes gallicus um. Somit wird der Name Polistes gallicus auch nicht mehr als Synonym der Gallischen Feldwespe geführt. Mittlerweile wurde auch der Artstatus der Polistes omissus gelöscht, dieser Name bildet heute ein Synonym der hier beschriebenen Art.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Polistes gallicus sieht der Gallischen Feldwespe (Polistes dominulus) sehr ähnlich. Auf dem Hinterleib (Abdomen) hat sie ein sehr variables, gelb-schwarzes Muster. Auf dem zweiten Hinterleibssegment (Abdominaltergit) sind zwei auffällige gelbe Flecken erkennbar, während die folgenden Tergiten gelb gestreift sind.

Verbreitung

Polistes gallicus kommt nur in wärmeren Regionen Südeuropas vor, wie z. B. im Mittelmeergebiet.

Ernährung

Polistes gallicus ernährt sich räuberisch von anderen Insekten und Spinnen, aber auch von Blütennektar.

Fortpflanzung

Gewöhnlich wird das Nest der Polistes gallicus im Frühling von einer Jungkönigin oder meist von mehreren gemeinschaftlich gegründet. Als Bausubstanz wird Holzkitt gebraucht, der aus Holz vertrockneter Pflanzenstängel und dem Sekret der Speicheldrüsen gemischt wird. Das kleine, mantellose (nach außen offene Waben) Nest wird an einem Neststiel (als Engstelle gute Verteidigungsmöglichkeiten) gebaut. Kurz nach der Eiablage verzehrt die stärkste Königin die Brut der Konkurrentinnen, bis diese die Eiablage aufgeben und sich nur noch als Arbeiterinnen betätigen. Sollte das stärkste Weibchen sterben, folgt das zweitstärkste an ihre Position. Die Arbeiterinnen füttern die Larven und ihre Königin mit Insekten (überwiegend Fliegen) und Spinnen, die sie erst zerkauen und in Kugelform weitergeben.

Anhang

Siehe auch

Literatur

  • Wilhelmine M. Enteman: Coloration in Polistes. Washington 1904.
  • D. Guiglia: Les Guepes sociales (Hymenoptera, Vespidae) d'Europe occidentale et septentrionale. Masson, Paris 1972.
  • S. Turillazzi & M. J. West-Eberhard: Natural history and evolution of paper wasps. Oxford 1996. ISBN 0-198-54947-4
  • Mary J. West-Eberhard: The social biology of polistine wasps. Ann Arbor 1969.
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