Polarfuchs

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Polarfuchs

Systematik
Stamm: Chordatiere (Chordata)
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Unterordnung: Hundeartige (Caniformia)
Familie: Hundeartige (Canidae)
Gattung: Echte Füchse (Vulpes)
Art: Polarfuchs
Wissenschaftlicher Name
Vulpes lagopus / Alopex lagopus
Linnæus, 1758

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Polarfuchs (Vulpes lagopus oder Alopex lagopus), auch Eisfuchs genannt, ist ein Raubtier (Carnivora) aus der Familie der Hundeartigen (Canidae). Im Englischen wird er Arctic fox genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Polarfuchs erreicht ein Stockmaß von bis zu 30 cm, eine Länge von bis zu 70 cm sowie ein Gewicht von 4 bis 5 kg. Das Fell ist im Winter schneeweiß und gilt als wärmstes Fell aller Säugetiere (Mammalia). Im Sommer ist das Fell graubraun bis braun. Der Polarfuchs verfügt über einen ausgesprochen gut entwickelten Geruchssinn. Mit ihm ist er in der Lage, seine Beute oder Aas präzise aufzuspüren. Außerhalb der Paarungszeit lebt der Polarfuchs als Einzelgänger oder in kleinen Familienverbänden. Sie bewohnen Erdhöhlen, die sie selbst an eisfreien Stellen im Boden graben und über Jahre nutzen.

Unterarten

Verbreitung

Der Polarfuchs ist sehr weit verbreitet. Er lebt in Alaska, Kanada, auf Grönland und Island sowie im nördlichen Russland nördlich der Polargrenze. Sein Lebensraum erstreckt sich über baumlose Tundren, Gebirgsregionen und Küstengebiete.

Ernährung

In seinem kargen Lebensraum ist er was Nahrung angeht nicht sehr wählerisch. Als Allesfresser frisst er alles, was er erjagen kann. Dazu gehören hauptsächlich Wühlmäuse (Arvicolinae), Schneehasen (Lepus timidus) und Mäuse (Mus). Aber auch Vögel (Aves) und deren Brut sowie Aas und Früchte und der Kot der Eisbären (Ursus maritimus) zählen zu seiner Nahrung. Für Mangelzeiten legt der Polarfuchs mehrere Vorratslager an. Damit er die Lager auch wiederfindet, werden sie mit Duftspuren markiert.

Fortpflanzung

Polarfüchse leben in einer monogamen Einehe. Die Geschlechtsreife wird mit etwa einem Jahr erreicht. Die Paarungszeit beginnt Anfang April. Nach einer Tragezeit von etwa zwei Monaten bringt das Weibchen bis zu zwölf Jungfüchse zur Welt, die anfangs noch blind aber schon behaart sind. Die Größe des Wurfes ist stark abhängig vom Nahrungsangebot. In schlechten Zeiten kann es dazu kommen, dass gar kein Nachwuchs zur Welt kommt. Die Jungfüchse werden zwei bis drei Monate gesäugt. Das Männchen beteiligt sich tatkräftig an der Aufzucht. Er bewacht den Wurf und schafft zudem Nahrung heran.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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