Plüschkopfente

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Plüschkopfente

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Enten (Anatinae)
Tribus: Meerenten (Mergini)
Gattung: Eiderenten (Somateria)
Art: Plüschkopfente
Wissenschaftlicher Name
Somateria fischeri
Brandt, 1847

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Plüschkopfente (Somateria fischeri), auch unter den Synonymen Fuligula fischeri, Arctonetta fischeri und Lampronetta fischeri bekannt, zählt innerhalb der Familie der Entenvögel (Anatidae) zur Gattung der Eiderenten (Somateria). Im Englischen wird die Plüschkopfente spectacled eider genannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Plüschkopfente erreicht eine Körperlänge von 52 bis 56 cm, eine Flügelspannweite von 130 cm sowie ein Gewicht von 1.400 bis 1.800 Gramm. Die Geschlechter weisen einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus auf. Das Männchen hat ein schwarzes Gefieder, wobei der Rücken überwiegend weiß befiedert ist. Der Kopf weist im hinteren Teil eine gelblichgrüne Färbung auf. Charakteristisch sind die weißen Partien rund um die Augen. Das Weibchen ist überwiegend bräunlich gefärbt. Das Gefieder ist schwarz gebändert. Das Gefieder jugendlicher Enten gleicht dem der Mutter.

Lebensweise

Plüschkopfenten leben meist gesellig in lockeren Verbänden.

Verbreitung

Die Brutgebiete liegen in Alaska und dem nordöstlichen Sibirien. Sie leben an den Meeresküsten oder auch an küstennahen Seen oder Mündungsarmen. Zum Winter hin ziehen sie in südlichere Gefilde, die unterhalb der Packeisgrenze liegen.

Ernährung

Plüschkopfenten suchen ihre Nahrung tauchend auf dem Boden von Meeren. Dabei tauchen sie im Flachwasser an Küsten oder vorgelagerten Inseln. Zu ihrer bevorzugten Nahrung zählen unter anderem Seeigel und Seesterne sowie Muscheln, Schnecken und kleine Krebse. Hier und da werden auch Wasserpflanzen gefressen.

Fortpflanzung

Weibchen
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Weibchen

Die Plüschkopfente erreicht die Geschlechtsreife mit rund zwei Jahren. Die Brutpaare bilden sich bereits mit Ende des Winters. Die Paarbildung hält nur während der Brutsaison. Die Brutgebiete liegen meist in Alaska oder im Nordöstlichen Sibiren. Die eigentliche Paarung wird an Land vollzogen. Das Nest, das an Land in der Nähe eines Gewässers gebaut wird, besteht hauptsächlich aus Pflanzenteilen und wird vom Weibchen errichtet. Der Nestbau erfolgt meist in den Monaten Mai bis Juni. Oft sind Plüschkopfenten in lockeren Brutkolonien, oft auch in Vergesellschaftung mit anderen Entenarten zu beobachten.

Das Weibchen legt zwischen vier und fünf Eiern, die über einen Zeitraum von gut 24 Tagen ausgebrütet werden. Bei Gelegeverlust kann es zu einem Nachgelege kommen. Die Küken sind Nestflüchter und folgen bald nach dem Schlupf der Mutter ins Wasser. Sie werden mit rund acht Wochen flügge.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört die Plüschkopfente heute noch nicht zu den bedrohten Arten. Sie ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt die Plüschkopfente selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird sie als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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