Phidippus audax

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Phidippus audax

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Phidippus
Art: Phidippus audax
Wissenschaftlicher Name
Phidippus audax
(Hentz, 1845)

Phidippus audax ist eine zur Familie der Springspinnen (Salticidae) gehörende Spinnenart. Sie kommt fast überall in Nordamerika vor und ist dort die häufigste Art der in ganz Amerika verbreiteten Gattung Phidippus.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Phidippus audax ist eine eher kompakt gebaute schwarze, bis 13 mm große Spinne mit zwei seitlichen weißen Flecken oder Streifen und einem weißen Dreieck in der Mitte auf dem Abdomen. Das Männchen ist etwas kleiner als das Weibchen, sein Dreieck ist jedoch etwas größer. Bei jüngeren Spinnen sind die Flecken noch rot, orange oder gelb. Auf den Cheliceren (Kieferklauen) schillern sie meist grün.

Wie alle Springspinnen können sie mit ihren sehr großen vorderen, dunkelblau schimmernden Mittelaugen gut sehen. Nicht nur Bewegungen werden genau wahrgenommen und verfolgt, sie ist auch in der Lage, ihre Umwelt im Umkreis von 25 bis 30 cm in scharfen Formen wahrzunehmen und wahrscheinlich nicht nur ihre Beute und Angreifer, sondern auch ihre Geschlechtspartner zu erkennen. Sie bauen ein Nest aus Seidenfäden und entfernen sich nie sehr weit davon.

Ihr Temperament variiert von Individuum zu Individuum, so sind einige lebhafter als andere. Sie laufen viel und verstecken sich wieder, doch fühlen sie sich in die Enge getrieben, erheben sie ihre zwei Vorderbeine, um durch Größe den Angreifer zu beeindrucken. Wenn sich weiterhin genähert wird, setzen sie zur Verteidigung zum Sprung an und beißen. Jedoch sind sie sehr schnelle Spinnen, die immer nach einem Weg suchen, dem Angreifer kampflos auszuweichen.

Ernährung

Phidippus audax kann seine Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Meistens jagen sie Insekten wie Grillen beispielsweise, die größer sind, als sie selbst, aber mindestens deren Hälfte der Körpergröße erreichen. Oft dringen sie in Gebäuden ein, um dort nach Insekten zu suchen. Bei Insekten wirkt das Gift sehr schnell und tödlich.

Haltung

Gern wird Phidippus audax auch in Terrarien gehalten. Trotzdem sie eher kleine Spinnen sind, bevorzugen sie doch ein etwas größeres Terrarium. Außerdem brauchen sie zum Springen etwas mehr Platz. Sie benötigen normale Luftfeuchtigkeit und Zimmertemperatur. Ihr Gift ist nicht stark genug, einem Menschen gefährlich zu werden (es sei denn, man reagiert allergisch darauf). Sie sind auch in keiner Weise beißfreudig oder aggressiv, wenn man sie nicht in die Enge treibt oder auf die Hand nimmt. Allerdings hat diese kleine Spinne es sehr schwer, mit ihren Cheliceren die menschliche Haut zu durchdringen.

Anhang

Siehe auch

Literatur

  • Dipl. Biol. Dr. METZNER, H. (1999): Die Springspinnen (Arachnida, Araneae, Salticidae) Griechenlands. Andrias 14: 1-279, Karlsruhe.
  • G. B. Edwards: Revision of the jumping spider genus Phidippus (Araneae: Salticidae). in vol. 11 Occasional papers of the Florida State Collection of Arthropods. Gainesville 2004. ISSN 0885-5943
  • Willis John Gertsch: American Spiders. van Nostrand Reinhold, New York 1979. ISBN 0-442-22649-7
  • Phidippus audax (♂,♀) (Hentz, 1845)
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