Peromyscus perfulvus

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Peromyscus perfulvus

Systematik
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Teilordnung: Myodonta
Überfamilie: Hamster- und Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Wühler (Cricetidae)
Unterfamilie: Neuweltmäuse (Sigmodontinae)
Tribus: Peromyscini
Gattung: Weißfußmäuse (Peromyscus)
Art: Peromyscus perfulvus
Wissenschaftlicher Name
Peromyscus perfulvus
Osgood, 1945

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Peromyscus perfulvus gehört innerhalb der Familie der Wühler (Cricetidae) zur Gattung der Weißfußmäuse (Peromyscus). Im Englischen wird diese Maus Marsh Mouse oder Tawny Deer Mouse genannt. Es sind 2 Unterarten bekannt (Sánchez-Hernández, Schnell & Romero-Almaraz, 2008).

Inhaltsverzeichnis

Erkennung

Peromyscus perfulvus ist eine mittelgroße Art aus der Familie der Wühler (Cricetidae). Das Fell ist dorsal rotbraun bis zimbraun gefärbt, ventral zeigt sich eine weißliche Färbung. Ähnlich gefärbt sind Kinn und Hals. Das Gesichtsfeld zwischen Nasenrücken und Augen ist meist gräulich, die Ohren sind blass bräunlich. Die Hinterfüße sind gattungstypisch weiß gefärbt. Die Sohlen der Hinterfüße sind behaart. Der lange und behaarte Schwanz ist gleichmäßig bräunlich gefärbt, wobei die Unterseite etwas heller gefärbt ist. Juvenile Tiere sind insgesamt mehr zimtbraun gefärbt. Markantes Unterscheidungsmerkmal zwischen Peromyscus perfulvus und anderen Arten der Gattung ist der lange, behaarte und spitz zulaufende Schwanz. Die Ohren sind braun statt eher schwärzlich und am Tarsus ist ein dunkles Band zu erkennen (Sánchez-Hernández, Schnell & Romero-Almaraz, 2008).

Beschreibung

Aussehen und Maße

Peromyscus perfulvus erreicht je nach Unterart und Geschlecht eine Gesamtlänge von 200 bis 255 (223,4) mm, eine Schwanzlänge von 99 bis 141 (118,1) mm, eine Hinterfußlänge von 23 bis 26 (23,7) mm, eine Ohrlänge von 18 bis 20 (19) mm, eine Schädellänge von 27,3 bis 29,0 (28,2) mm, eine Hirnschädelbreite von 125,5 bis 13,1 (12,8) mm, eine Jochbeinbreite von 14,1 bis 15,7 (14,7) mm, eine Gaumenlänge von 3,7 bis 4,2 (3,9) mm sowie ein Gewicht von 33,8 bis 42,0 g. Weibchen bleiben kleiner und leichter als Männchen. Der Schädel ist relativ lang und wirkt eher abgeflacht. Die Paukenblase (Bulla tympanica) ist klein (Sánchez-Hernández, Schnell & Romero-Almaraz, 2008).

Lebensweise

Peromyscus perfulvus lebt einzelgängerisch und ist strikt nachtaktiv. Als semiarboreale Art lebt Peromyscus perfulvus sowohl am Boden als auch im Geäst von Sträuchern und Bäumen. Die Bevölkerungsdichte liegt im Mittel bei 2 bis 14 Individuen je ha. Das Geschlechterverhältnis liegt nahezu bei 1:1. Bäume werden nur in gewinger Höhe von 1 bis 3 m bestiegen (Sánchez-Hernández, Schnell & Romero-Almaraz, 2008).

Unterarten

Verbreitung

Peromyscus perfulvus ist im westlichen Mexiko in einem kleinen Gebiet endemisch. Die Art besiedelt das Tiefland nahe der Küste in Jalisco, Colima, Michoacan und Guerrero. Besiedelt wird zwar das Tiefland, lokal treten Populationen jedoch bis in Höhen von 1.300 m über NN auf. Fossile Funde sind nicht bekannt. Peromyscus perfulvus besiedelt je nach Vorkommen tropische Laub- und Mischwälder, aber auch aride Dornbusch- und Kakteenlandschaften. In der Nähe des Menschen ist die Art auch auf landwirtschaftlichen Fläche wie Zuckerrohrfelder anzutreffen (Sánchez-Hernández, Schnell & Romero-Almaraz, 2008).

Biozönose

Die Art besiedelt den gleichen Lebensraum wie andere kleine Säugetiere wie die Michoacán-Hirschmaus (Osgoodomys banderanus), die Allens Buschratte (Hodomys alleni), die Graue Zwergbeutelratte (Tlacuatzin canescens), Südliche Zwergmaus (Baiomys musculus), die Vesperratte (Nyctomys sumichrasti), Oryzomys couesi, die Sumpf-Reisratte (Oryzomys palustris), Sigmodon mascotensis, Sciurus colliaei, die Magdalena-Ratte (Xenomys nelsoni), Reithrodontomys fulvescens und Pappogeomys bulleri. Zu den natürlichen Feinden von Peromyscus perfulvus zählt insbesondere der Ozelot (Leopardus pardalis) (Sánchez-Hernández, Schnell & Romero-Almaraz, 2008).

Ernährung

Die Ernährung der Art ist nicht bis ins Detail erforscht. Beobachtungen im Freiland zufolge ernähren sich die Tiere überwiegend von Sämereien, Früchten und Insekten (Insecta) wie zum Beispiel Heuschrecken. In Gefangenschaft werden darüber hinaus auch Blätter und andere pflanzliche Bestandteile gefressen (Sánchez-Hernández, Schnell & Romero-Almaraz, 2008).

Fortpflanzung

Die Fortpflanzungszeit von Peromyscus perfulvus erstreckt sich in den tropischen Regen über das ganze Jahr. Ein Weibchen bringt in einem kugelförmigen Nest aus Gräsern und Pflanzenteilen nach einer Tragezeit von 39 bis 46 Tagen 1 bis 3 (2,6) Jungtiere zur Welt. Das Gewicht der Neugeborenen liegt bei 2 bis 3 g. Die Haut ist bei der Geburt rosa und unbehaart. Die Jungen sind blind und taub. Im Alter von 7 bis 10 (8,9) Tagen brechen die ersten Zähne durch. Die Jungtiere wachsen schnell heran und werden bereits im Alter von etwa 25 Tagen entwöhnt. Die adulte Größe wird mit 7 Wochen erreicht (Sánchez-Hernández, Schnell & Romero-Almaraz, 2008).

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Peromyscus perfulvus gehört heute noch nicht zu den bedrohten Arten. Peromyscus levipes wird in der Roten Liste der IUCN daher in der Kategorie LC, Least Concern geführt. Die größte Bedrohung geht mittlerweile von der Vernichtung der natürlichen Lebensräume aus. Hier ist insbesondere die intensive Landwirtschaft zu nennen (IUCN, 2013).

Anhang

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999

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