Oleander

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Oleander

Systematik
Klasse: Zweikeimblättrige (Magnoliopsida)
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Gattung: Nerium
Art: Oleander
Wissenschaftlicher Name
Nerium oleander
Linnaeus, 1753

Der Oleander (Nerium oleander), der auch unter dem Namen Rosenlorbeer bekannt ist, gehört innerhalb der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) zur Gattung Nerium.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Oleander ist ein gabelig verzweigter und immergrüner Strauch, der bis zu vier und in Ausnahmefällen auch bis zu fünf Meter hoch werden kann und eigentlich das ganze Jahr durch wächst, doch seine Blüten erscheinen nur von Juni bis Oktober. Die Blütenfarbe des Oleanders reicht von weiß über rosa bis gelb. Die Blüten erreichen bis vier Zentimeter im Durchmesser. Am Ende hat die Blüte endständige Doldentrauben. Seine ledrigen, bis zu fünfzehn Zentimeter langen Blätter sind lineal oder lanzettenförmig und wachsen ganzrandig in gleichmäßigen Abständen zu dritt oder zu viert am Stiel entlang. Auffallend ist der sehr starke Mittelnerv und die beinahe parallel verlaufenden Seitennerven der Blätter. Alle Teile des Oleanders sind giftig.

Pflege

Mittlerweile ist der Oleander in jedem größeren Gartencenter aufzufinden, auch bei dem Oleander ist die richtige Pflege wichtig für ein gesundes Wachstum. Der Oleander benötigt sonnige und warme Stellen, das erzielt man am besten auf Terrassen und Balkonen, wobei man am Balkon die Größe der Pflanze bedenken muss, so ist es nur am Anfang günstig. Des weiteren ist es nicht günstig an der Pflanze herumzuzupfen, da sie erstens hochgiftig ist und zweitens ihre Blätter von selber abwirft, wenn sie zu alt werden. Im Winter ist es gut, die Pflanze in den Keller zu stellen, in dem es aber nicht unter 5°C abkühlt, da die Pflanze sehr frostempfindlich ist. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt am Mittelmeer. Doch trotzdem braucht sie die Kälte, damit sie einen Ansatz für ihre Blütenknospen bekommt. Schließlich sinkt auch in den Mittelmeergegenden die Temperatur gelegentlich weit unter 5°C.
Oleander im Pflanztopf
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Oleander im Pflanztopf

Giftigkeit

Die Pflanze enthält hochgiftige Glycoside, besonders Oleandrin, sowie Flavonglykoside, welche für uns Menschen herzlähmende Wirkungen besitzen. Vergiftungen bei Kindern kommen glücklicherweise aufgrund des bitteren Geschmacks extrem selten vor. Aber der Oleander ist ein gutes Beispiel für "das Gute im Schlechten". Denn er ist zwar hoch giftig, findet aber nach entsprechender Verarbeitung und in richtiger Dosierung vielfach Anwendung in der Medizin und in der Homöopathie.

Vorkommen

Ursprünglich war der Oleander im Mittelmeergebiet verbreitet, doch durch die Kultivierung in den Gärten ist er jetzt schon fast überall zu finden. Auch an der Schwarzmeerküste, in Zentralasien und sogar in Südamerika war der Oleander ursprünglich und ist er bis heute verbreitet, besonders an Straßenrändern und Parkanlagen. Bei uns ist er in den Gärten als Kübelpflanze weit verbreitet.

Gallerie

Anhang

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Der neue Kosmos-Schmetterlingsführer. Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen. Kosmos, 2003 ISBN 3440093301
  • M. Pahlow: Das grosse Buch der Heilpflanzen, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-1839-5
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