Okapi

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Okapi

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie: Giraffenartige (Giraffidae)
Gattung: Okapis (Okapia)
Art: Okapi
Wissenschaftlicher Name
Okapia johnstoni
Sclater, 1901

IUCN-Status
Near Threatened (NT)

Das Okapi (Okapia johnstoni), auch Waldgiraffe genannt, gehört innerhalb der Familie der Giraffenartigen (Giraffidae) zur Gattung Okapis (Okapia). 1901 Johnston.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Das Okapi erreicht eine Körperlänge von bis zu 200 cm, ein Stockmaß von 160 bis 170 cm sowie ein Gewicht von bis zu 250 Kg. Die Schwanzlänge beträgt etwa 40 cm. Das Fell ist überwiegend dunkelbraun, der Kopf weist eine gräuliche Färbung auf. Die Vorderbeine, Hinterbeine und die hinteren Oberschenkel sind zebraartig braun-weiß gestreift. Diese seltsam anmutende Musterung stellt eine Anpassung an den Lebensraum dar und dient der Tarnung. Der Hals ist relativ lang, der Kopf setzt sich deutlich vom Hals ab. Männliche Okapis haben zwei mit Fell ummantelte Hörner auf dem Oberkopf. Die schwarz-blaue Zunge ist mit bis zu 35 cm sehr lang und beweglich. Mit ihr streift das Okapi Laub von den Ästen. Okapis leben einzelgängerisch und finden nur zur Paarung zueinander. Sie sind hauptsächlich tagaktiv und durchstreifen auf der Suche nach Nahrung das Unterholz. Die Sinne sind insgesamt sehr gut entwickelt. Zu den natürlichen Feinden gehört neben dem Menschen nur der Leopard. Über die Bestandsentwicklung der Okapis ist sehr wenig bekannt, da sie in einem unzugänglichen Gebiet leben und Beobachtungen fast unmöglich sind. Interessant ist der sogenannte Passgang. Sie setzen jeweils die linken und dann die rechten Beine vor.

Verbreitung

Das Okapi kommt nur im zentralafrikanischen Kongo vor, wo es dichten tropischen Regenwald bewohnt. Sie bevorzugen Waldlichtungen an Fließgewässern mit viel Vegetation.

Nahrung

Okapi
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Okapi

Okapis ernähren sich ausschließlich von pflanzlicher Kost. Dabei scheinen sie junge Triebe, Blätter und Knospen zu bevorzugen. Mit der langen Zunge streifen sie das Blattwerk von den Ästen.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife erreichen Okapis mit rund drei Jahren. Die Paarung ist an keine bestimmte Jahreszeit gebunden und kann ganzjährig stattfinden. Nach einer Tragezeit von 420 bis 450 Tagen bringt das Weibchen ein Jungtier zur Welt. Es hat ein dunkelbraunes bis fast schwarzes Fell und kann wenige Stunden nach der Geburt der Mutter folgen. Das Jungtier frisst bereits nach sechs Monaten feste Nahrung, wird aber erst nach 12 Monaten entwöhnt. In Gefangenschaft können Okapis ein Alter von bis zu 30 Jahren erreichen. In Freiheit dürfte die Lebenserwartung allerdings deutlich darunterliegen.

Galerie

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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