Neuguinea-Teppichpython

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Neuguinea-Teppichpython

Systematik
Klasse: Kriechtiere (Reptilia)
Ordnung: Eigentliche Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Pythons (Pythonidae)
Gattung: Rautenpythons (Morelia)
Art: Neuguinea-Teppichpython
Wissenschaftlicher Name
Morelia harrisoni
Hoser, 2000

Der Neuguinea-Teppichpython (Morelia harrisoni) , der auch Granit-Teppichpython genannt wird, gehört innerhalb der Familie der Pythons (Pythonidae) zur Gattung der Rautenpythons (Morelia). Diese Art wurde bisher als Unterart der Morelia spilota geführt und hatte den wissenschaftlichen Namen Morelia spilota variegata.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Neuguinea-Teppichpython erreicht eine Länge von 160 bis 180 cm. Exemplare in Nordaustralien erreichen durchaus auch Längen von bis zu 250 cm. Die dunkelbraune Grundfärbung wird durch hellbraune bis gelbliche Rautenmuster unterbrochen. Der dreieckige Kopf setzt sich deutlich vom Körper ab. Die Augen haben eine kastanienbraune Färbung. Die Schuppen sind recht klein und nur sehr wenig gekielt. Wie alle Rautenpythons, so verfügt auch Morelia harrisoni über ein thermosensorisches Grubenorgan, mit dem sie ihre Beute aufspüren.

Lebensweise

In den tropischen Verbreitunmgsgebieten hält diese Schlange keine Winterruhe. Der Neuguinea-Teppichpython lebt sowohl auf Bäumen als auch auf dem Boden und ist als dämmerungs- und nachtaktiv einzuordnen. Im Washingtoner Artenschutzabkommen, Anhang II, wird der Neuguinea-Teppichpython als geschützte Art geführt.

Verbreitung

Papua-Neuguinea und die Kimberleys in Nordaustralien gehören zum Verbreitungsgebiet des Neuguinea-Teppichpython. Er bewohnt, je nach Verbreitungsgebiet, sowohl tropischen Regenwand als auch halbtrockene Wald- und Savannengebiete.

Ernährung

Zur bevorzugten Nahrung gehören neben Kleinsäugern und Vögeln und deren Brut auch Reptilien in passender Größe. Hauptnahrung bilden allerdings Nagetiere.

Fortpflanzung

Der Neuguinea-Teppichpython erreicht die Geschlechtsreife nach drei bis vier Jahren, wobei Männchen früher geschlechtsreif werden. Die Paarungzeit erstreckt sich üblicherweise über die Monate Dezember bis Februar. Nach einer Tragezeit von rund 60 Tagen legt das Weibchen zwischen 15 und 25 Eier, die ein Gewicht von 40 bis 45 Gramm aufweisen. Nach einer temperaturabhängigen Inkubationszeit schlüpfen die Jungtiere nach 55 bis 70 Tagen. Die Schlupflänge beträgt durchschnittlich 45 cm. Zur ersten Häutung kommt es nach zwei Wochen. Die Jungtiere weisen eine rötlichbraune Grundfärbung auf, die mit dunklen Sprenkeln versehen ist. Die Lebenserwartung beträgt rund 10 Jahre.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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