Nephila pilipes

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Nephila pilipes
Weibchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Teilordnung: Entelegynae
Familie: Seidenspinnen (Nephilidae)
Gattung: Seidenspinnen (Nephila)
Art: Nephila pilipes
Wissenschaftlicher Name
Nephila pilipes
(Fabricius, 1793)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:013960]

Diese Spinnenart Nephila pilipes gehört innerhalb der Familie der Seidenspinnen (Nephilidae) zur Gattung der Seidenspinnen (Nephila). Im Englischen wird diese Art Golden Orb-web Spider genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Beide Geschlechter zeigen in Größe und Färbung einen deutlichen Dimorphismus. Diese Spinnenart zählt mit zu den größten Seidenspinnen weltweit und erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 6 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 30 bis 50 Millimeter. Das Weibchen weist ein olivgrünes Prosoma und ein gelblich-schwarzes Opisthosoma mit einer weißen Querbande sowie mit zwei gelben Längsbändern auf, die mit zahlreichen gelben Flecken besetzt sind. Das erste, zweite und vierte Beinpaar der juvenilen Weibchen sind dicht mit behaarten Pinseln bedeckt. Im Laufe der Entwicklung zu adulten Weibchen bilden sich die dicht behaarten Pinsel dann zurück. Einige weibliche Exemplare sind ganz dunkel, hell oder auffällig bunt gefärbt. Die auffällig farblich UV-reflektierenden Markierungen dieser Spinne dienen als Anziehungspunkt für visuell orientierende Beute und könnte somit zum Nahrungserfolg der Spinne führen. Eine Feldstudie ergab, dass die typisch auffällig gefärbten Spinnen mehr Insekten (Insecta) erbeuteten als die dunkel gefärbten Spinnen. Die farblichen Kontraste der Körperoberfläche der Spinnen zeigte, dass die bunten Körperteile der typisch gemusterten Spinnen eher einen hohen Stellenwert bei den visuell orientierten Insekten (Insecta), insbesondere bei den Bienen (Apiformes), hatten. Spinnen, die eine dunkle Färbung der Körperoberfläche aufwiesen, wurden von den Insekten (Insecta) einfach ignoriert.

Lebensweise

Das Netz kann einen Durchmesser von etwa 1 Meter erreichen und ist asymmetrisch mit einer offenen Nabe im Zentrum gewebt. Das Netz wird durch viele Fäden mit umliegendem Laub unterstützt und ist oft auf einer oder auf beiden Seiten durch eine einfache, aber starke "Barriere" geschützt. Die radialen Stützfäden weisen eine weißliche Färbung auf und die oberen Fäden, die sogenannten Spiralen haben eine goldgelbe Tönung, diese Spiralen stabilisieren zusätzlich das Netz. Nach jeder Beschädigung werden die Netzfäden repariert. Die zerstörten Fäden werden von der Spinne verspeist. Dieser Recycling-Prozess dient als wertvolle Quelle von Proteinen und die Spinndrüsen können wieder neue Seide produzieren. Bei dieser Art lebt das Männchen meist mit dem noch nicht geschlechtsreifen Weibchen im Netz zusammen. In der Regel hält sich das Männchen auf der Spitze des Netzes auf und das Weibchen sitzt auf der Nabe mit dem Kopf nach unten wartend auf Insekten (Insecta), die sich im Netz verfangen. Sobald die Beute sich im Netz verheddert hat, nähert sich die Spinne vorsichtig der Beute, umhüllt das Opfer mit Seide und macht es damit unbeweglich. Das Beutetier wird mit einer Injektion Gift getötet, dabei werden Verdauungsenzyme freigesetzt. Die Beute wird dann in die Mitte des Netzes verbracht, wo sie entweder verspeist oder gelagert wird.

Nephila pilipes - Männchen und Weibchen
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Nephila pilipes - Männchen und Weibchen

Unterarten

Verbreitung

Nephila pilipes kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Japan, China, Taiwan, Philippinen, Singapur, Myanmar, Sri Lanka, Indien, Papua-Neuguinea und Nordaustralien. Im Allgemeinen hält sich die Spinne in primären und sekundären Wäldern sowie in Gärten auf.

Ernährung

Nephila pilipes ist ein opportunistischer Räuber und verspeist alles, was sich im Netz verfängt. Die Spinne ist beim Beutefang am Tage und in der Nacht aktiv. Die größte Gruppe von gefangener Beute bilden Schmetterlinge (Lepidoptera), dazu gehören auch die Motten, ferner werden auch in großen Mengen Fliegen (Brachycera), Grillen (Gryllidae), Bienen (Apiformes), Wespen (Vespinae) und Käfer (Coleoptera) von der Spinne nicht verschmäht.

Fortpflanzung

Die Paarung bei Nephila pilipes steht in engem Zusammenhang mit der Ernährung. Das Männchen beginnt mit der Paarung, wenn das Weibchen ein Beutetier verspeist. Die Paarungsansätze bei dem Männchen sind sehr langsam. Wenn das Männchen die Nähe des Weibchens erreicht hat, hält das Männchen in seinen Bewegungen inne, manchmal berührt das Männchen zaghaft die Beine des Weibchens. Dann krabbelt das Männchen unter den Bauch des Weibchens und führt seine Bulben abwechselnd in die Epigyne (äußeres weibliches Geschlechtsorgan) des Weibchens ein und injiziert das Sperma. Wird das Männchen bei der Kopulation gestört, dann eilt das Männchen schnell auf die gegenüberliegende Seite bis zur Spitze des Netzes. Die Dauer der Paarung ist sehr unterschiedlich. Kleinere Männchen begatten in der Regel länger als größere Männchen. Nach der Paarung produziert das Weibchen nur einen flauschig gelblich gefärbten Eikokon pro Saison mit einem Durchschnitt von 400 bis 1.500 Eiern mit einem Gewicht von insgesamt 1,2 Gramm. Dieser Eikokon wird nur in der Nacht an einen Stamm eines Baumes oder an die Unterseite eines Blattes befestigt. Die Entwicklungszeit (Ei und embryonale Periode) ist ziemlich lang, oft dauert die Entwicklungsphase mehrere Wochen.

Nephila pilipes - Weibchen
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Nephila pilipes - Weibchen

Ökologie

Diese Art nimmt eine wichtige Rolle im biologischen Pflanzenschutz ein, da sie eine Vielzahl an schädlichen Insekten (Insecta) vertilgt. Ferner ist sie in der Lage, wenn wenig Insekten (Insecta) vorhanden sind, mehrere Hungerperioden zu überleben. Feldexperimente haben in den letzten 35 Jahren gezeigt, dass die Spinne eine größere Populationsdichte an schädlichen Insekten (Insecta), die erhebliche Ernteschäden verursachen, vertilgen kann. Trotz ihrer Allgegenwärtigkeit und hoher Dichte, verdient die Spinne kaum Anerkennung, die sie braucht, um voll ausgelastet als biologisches Bekämpfungsmittel eingesetzt zu werden. Heute wird allerdings mehr auf chemisch-synthetische Pestizide zur Bekämpfung von Schädlingen vertraut. Die Pestizide haben sich als extrem giftig erwiesen und haben zu einer Reihe von Nebenwirkungen geführt, wie Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit, giftige Rückstände in Lebensmitteln und Störung der lokalen Ökosysteme. Des Weiteren entwickelten die Schädlinge im Laufe der Jahre eine gewisse Resistenz gegen Pestizide. Es werden auch weiterhin verschiedene giftige Chemikalien, die oft als Schädlingsbekämpfungsmittel in den Haushalten und Kulturen empfohlen werden, verwendet. Dies hat dazu geführt, dass die natürlichen Feinde, wie die Spinnen, gleich mit vernichtet wurden, die normalerweise die Schädlinge im Gleichgewicht halten.

Gefährdung und Schutz

Viele Spinnenarten, die weltweit als sehr selten oder gefährdet gelten, werden in drei verschiedenen Listen geführt. Endangered Species Act von 1973 (USC, Band 7, § 136, 16 USC § 1531 ff.) oder auch kurz ESA genannt, umfaßt mehrere weitreichende Umwelt-Gesetze. Sie wurde 1970 gegründet, um Schutz, Sorge und Erhaltung kritisch gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Arten als "Folge des wirtschaftlichen Wachstums" zu gewährleisten.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 25. November 2008 <1>

Nephila pilipes - Weibchen
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Nephila pilipes - Weibchen
Nephila pilipes - Männchen und Weibchen
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Nephila pilipes - Männchen und Weibchen
Nephila pilipes - Weibchen und Männchen
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Nephila pilipes - Weibchen und Männchen
Nephila pilipes - Weibchen
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Nephila pilipes - Weibchen


Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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