Nashornviper

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Nashornviper

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Vipern (Viperidae)
Gattung: Puffottern (Bitis)
Art: Nashornviper
Wissenschaftlicher Name
Bitis nasicornis
Shaw, 1802

Die Nashornviper (Bitis nasicornis) gehört innerhalb der Familie der Vipern (Viperidae) zur Gattung der Puffottern (Bitis).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Nashornviper gehört innerhalb der Familie der Vipern und Ottern zur Gattung der Puffottern. Sie erreicht eine Länge von rund 90 bis 120 cm. Adulte Tiere können bis zu 10 Kg wiegen. Die Nashornviper gehört zu den schönsten und farbenprächtigsten Schlangen auf dem afrikanischen Kontinent. Der Körper weist eine braune bis gelbe Grundfärbung auf, die mit weißen, blaugrünen und roten Musterungen versetzt ist, die zum Teil schwarz eingefasst sind. Die Flanken sind ebenso farbenprächtig gefärbt. Über den ganzen Köper ziehen sich verschiedene Muster wie Rauten, Dreiecke, Kreise und Bänder in den beschriebenen Farben. Sie wird oft mit der Gabunviper verwechselt, läßt sich aber aufgrund der Farbenpracht und eines blauen bis schwarzen Striches auf dem Oberkopf leicht von ihr unterscheiden. Die Bauchseite ist grau mit einem grünen Strich und leicht braun gesprenkelt. Insgesamt wirkt die Nashornviper recht plump und hat einen ebenso gedrungenen Körper und kurzen Schwanz wie die Gabunviper.

Der flache, dreieckige Kopf setzt sich deutlich vom Körper ab. Auf der Nasenspitze besitzt sie bis zu 3 paarige Hörner aus verhornten Schuppen. Diese sind bei adulten Tieren stärker ausgeprägt. Aufgrund ihrer Färbung ist sie im Unterholz kaum auszumachen. Sie kann gut klettern und ist eine ausgezeichnete Schwimmerin. Die Giftzähne befinden sich zusammengeklappt im Gaumen und werden bei Bedarf ausgeklappt. Die Zähne sind röhrenartig. Durch den Giftkanal wird das hoch wirksame Hämatoxin-Neurotoxin-Gemisch in die Beute injiziert. Die Menge des Giftes ist ausßerordentlich hoch. Ohne schnelle Behandlung ist der Biss einer Nashornviper für einen Menschen tödlich.

Verbreitung

Zentralafrika bildet das natürliche Verbreitungsgebiet. Sie bewohnt den tropischen Regenwald, Sumpfwälder oder Gebiete mit anderen Gewässern wie Seen und Flüsse. In Gebirgslagen ist sie in Höhen von bis zu 2.500 Metern anzutreffen.

Nahrung

Die Nashornviper ernährt sich zum großen Teil von Kleinsäugern. Selten werden kleine Reptilien, Amphibien oder Fische erbeutet. Als nachtaktive Schlange erfolgt die Jagd aus dem Ansitz. Sie wartet regungslos unter Laub auf Beute und schlägt dann blitzschnell zu.

Fortpflanzung

Die Nashornviper hat wie die Gabunviper eine sehr lange Trächtigkeitsdauer, die zwischen 7 und 12 Monaten dauern kann. Sie ist lebendgebährend (ovovivipar) und bringt zwischen 20 und 40 Jungtiere zur Welt. Die Jungschlangen haben bei der Geburt eine Länge von 20 - 25 cm. Unmittelbar nach der Geburt häuten sich die Jungtiere zum 1. Mal. Die 2. Häutung erfolgt wenige Wochen später.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Mark O'Shea, Giftschlangen. Alle Arten der Welt in ihren Lebensräumen, Franckh-Kosmos Verlag, 2006 - ISBN 3440106195
  • Ludwig Trutnau, Schlangen im Terrarium, in 2 Bdn., Bd.2, Giftschlangen,
    Verlag: Ulmer (Eugen); Auflage: 4., Aufl. (1998) - ISBN 3800173719
  • W. P. Mara, Das Große Buch der Giftschlangen, Verlag: Bede (Februar 2002) - ISBN 3927997536

Links

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