Nachtigall-Grashüpfer

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Nachtigall-Grashüpfer

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Ordnung: Geradflügler (Orthoptera)
Unterordnung: Kurzfühlerschrecken (Caelifera)
Familie: Feldheuschrecken (Acrididae)
Unterfamilie: Grashüpfer (Gomphocerinae)
Gattung: Chorthippus
Art: Nachtigall-Grashüpfer
Wissenschaftlicher Name
Chorthippus biguttulus
Linnaeus, 1758

Der Nachtigall-Grashüpfer (Chorthippus biguttulus) zählt innerhalb der Familie der Feldheuschrecken (Acrididae) zur Gattung Chorthippus. Im Englischen wird die Art Duetting grasshopper genannt. Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde die Art im Jahre 1758 von dem schwedischen Naturwissenschaftler Carl von Linné.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Nachtigall-Grashüpfer erreicht eine Körperlänge von 13 bis 22 Millimeter. Männchen bleiben dabei kleiner als Weibchen. Die Färbung ist recht variabel und erstreckt sich über verschiedene Grau-, Rot- und Brauntöne. Facettenreiche Musterungen und Linien überziehen den gesamten Körper. Die Fühler sind wie der restliche Körper gefärbt und bestehen aus vielen kleinen Elementen. Die großen Augen weisen eine ovale Form auf. Die beiden vorderen Beinpaare wirken zierlich und stehen im Kontrast zu den mächtigen Hinterbeinen, mit denen der Nachtigall-Grashüpfer mächtige Sprünge vollführen kann. Charakteristisch ist der Gesang, das Zirpen der Nachtigall-Grashüpfer. Die Töne werden erzeugt, indem ein Sägekamm am Hinterschenkel an der Kante der Flügeldecke entlang gezogen wird. Der Nachtigall-Grashüpfer ist tagaktiv und hat vor allem zur Mittagszeit sowie am frühen Nachmittag seine Hauptaktivitätszeit. Die adulten Grashüpfer kann man je nach Verbreitungsgebiet von Juni oder Juli bis November beobachten.

Verbreitung

Der Nachtigall-Grashüpfer ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Im Süden reicht das Verbreitungsbiet bis in den Norden von Afrika. Man trifft sie meist an mäßig trockenen Stellen wie Wiesen, an Wald- und Wegrändern und Feldgehölzen. In Höhenlagen sind sie bis in die Mittelgebirge verbreitet.

Ernährung

Frisch gehäutete Larve. Männchen.
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Frisch gehäutete Larve. Männchen.

Der Nachtigall-Grashüpfer ernährt sich von verschiedenen Gräsern und Kräutern. Gleiches gilt hierbei auch für die Larven. Als tagaktive Insekten fressen sie hauptsächlich zur warmen Zeit am Mittag oder den frühen Nachmittag.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit der Nachtigall-Grashüpfer erstreckt sich in Europa über den Hochsommer. Nach erfolgreicher Befruchtung legt das Weibchen ihre Eier über den Legestachel am Hinterleib in den Erdboden. Hier überwintern die Eier bevor aus denen im Frühsommer des Folgejahres die Larven schlüpfen. Insgesamt werden in der larvalen Entwicklung zur Imago fünf Häutungen vollzogen. Die Flügel bilden sich erst mit der Reifehäutung aus. Die fertigen Nachtigall-Grashüpfer haben eine Lebensdauer von wenigen Wochen.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Welches Insekt ist das?, Franckh Kosmos Verlag, ISBN 3440098745
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
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