Mozambique-Speikobra

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Mozambique-Speikobra

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Giftnattern (Elapidae)
Gattung: Echte Kobras (Naja)
Art: Mozambique-Speikobra
Wissenschaftlicher Name
Naja mossambica
Peters, 1854

Die Mozambique-Speikobra (Naja mossambica), die auch Rote Speikobra genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Giftnattern (Elapidae) zur Gattung der Echten Kobras (Naja).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Mozambique-Speikobra ist eine mittellange Giftnatter und erreicht eine Länge von bis zu 150 cm. Die Körperfärbung reicht von einem leuchtenden rot bis zu einem rotbraun. Die einzelnen Schuppen sind zum Teil schwarz abgesetzt. Der Kehlbereich weist eine deutliche Querbänderung auf. Der massige Kopf der Mozambique-Speikobra setzt sich nur wenig vom kräftig gebauten Körper ab. Sie ist zwar eine Landschlange, sie kann aber sehr gut schwimmen und ist oft in der Nähe von Gewässern anzutreffen. Während der heißen Tagszeit hält sich die dämmerungs- und nachtaktive Schlange in ihrem Bau auf. Das kann ein verlassener Nagetierbau, aber auch ein hohler Baumstamm oder eine gut zugängliche Felsspalte sein.

Diese Kobra-Art gilt als sehr aggressiv und spart bei Gefahr nicht mit ihrem Gift. Bei Gefahr richtet sie sich auf und spuckt dem Gegener ihr hochwirksames Toxin entgegen. Dabei ist sehr gut ihre gespreizte Haube zu sehen. Das Gift tritt über ihre hohlen Giftzähne unter hohem Druck aus und kann durchaus bis zu zwei Metern ihr Ziel genau treffen. Gelangt das Gift in die Augen, so ist mit schweren Augenschäden bis hin zur Blindheit zu rechnen. Das Gift ist ein hochwirksames Neurotoxion, das auch gewebezerstörende Komponenten enthält. Ein Biss verursacht neben starken Schmerzen auch schwere Gewebeschäden. Die Nekrosen können auch zum Verlust von Extremitäten führen. Neben einer starken Anschwellung fällt vor allem die Verfärbung des betroffenen Gewebes in ein dunkelblau bis schwarz auf.

Die Mozambique-Speikobra ist in ihrer Art noch nicht bedroht und untersteht daher auch keinem Schutzstatus.

Verbreitung

Das Hauptverbreitungsgebiet erstreckt sich über das südliche bis südöstliche Afrika. Insbesondere in Tansania, Angola, Namibia, Mosambik und Südafrika ist diese Kobra-Art weit verbreitet. Sie bewohnt halbtrockene bis trockene Wälder, Savannen- und Buschgebiete bis in Höhen von rund 1.000 Metern.

Nahrung

Die Mozambique-Speikobra ist eine nachtaktive Jägerin, die es insbesondere auf kleine Nagetiere, Vögel und deren Eier sowie auf Amphibien und kleine Echsen abgesehen hat. Auch andere Schlangen stehen auf ihrem Speisezettel. Die Beute wird, wie bei Giftnattern üblich, durch einen Giftbiss getötet und im Ganzen verschlungen. Das Gift führt bei den Beutetieren sehr schnell zum Tode.

Fortpflanzung

In ihren natürlichen Verbreitungsgebieten legt das Weibchen zwischen Dezember und Januar etwa zehn bis zwanzig Eier an eine geschützte Stelle wie Nagetierbauten. Der Schlupf der Jungschlangen erfolgt ja nach Umgebungstemperatur nach 5 bis 7 Wochen. Für gewöhnlich ernähren sich die Jungschlangen anfangs von kleinen Amphibien. Die Mozambique-Speikobra kann ein Alter von bis zu 16 Jahren erreichen.

Anhang

Siehe auch

'Persönliche Werkzeuge