Mishmi-Takin

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Takin

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Ziegenartige (Caprinae)
Gattung: Budorcas
Art: Takin (Budorcas taxicolor)
Unterart: Mishmi-Takin
Wissenschaftlicher Name
Budorcas taxicolor taxicolor
Hodgson, 1850

IUCN-Status
Endangered (EN) - IUCN

Der Mishmi-Takin (Budorcas taxicolor taxicolor) ist eine Unterart und zählt zur Art des Takin (Budorcas taxicolor) und gehört zur Familie der Hornträger (Bovidae) sowie zur Gattung der Budorcas. Die Art wird auch Gnuziege oder Rindergemse genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Das Männchen des Mishmi-Takin erreicht eine Körperlänge von 210 bis 220 cm, das Weibchen erreicht lediglich eine Länge von 170 cm. Die Schulterhöhe beträgt zwischen 105 und 120 cm, der Schwanz weist eine Länge von gut 15 cm auf. Das Männchen erreicht ein Gewicht von bis zu 400 Kg, das Weibchen bleibt mit bis zu 250 Kg deutlich leichter. Das lange und dichte Fell schützt die Tiere gegen Kälte und Regen. Es weist je nach Verbreitungsgebiet eine untersciedliche Färbung auf. Die Färbung variiert von hellbeige, rötlich über gelblichbraun bis schwarzbraun. Auf dem Rücken ist ein dunkler Aalstrich zu erkennen. Die Haut sondert ein öliges Sekret ab, das die Tiere gegen Nässe schützt.

Die kurzen Beine sind kräftig gebaut. Die Hufe sind zweigeteilt und verfügen über einen hochentwickelten Sporn, der sie im Bergland zu sehr guten Kletterern macht. Der massige Kopf ist durch mächtige Hörner geprägt, die eine Länge von bis zu 64 cm aufweisen können. Beide Geschlechter tragen Hörner, wobei die des Weibchen etwas kleiner bleiben.

Mishmi-Takins leben in geselligen Herden, die aus Weibchen und deren nicht geschlechtsreifen Nachwuchs bestehen. Die Gruppenstärke liegt bei 15 bis 30 Tieren. Auf Wanderungen schließen sich mehrere Gruppen zu Herden von bis zu 300 Tieren zusammen. Junge, geschlechtsreife Männchen sind in der Regel einzelgängerisch oder schließen sich zu Junggesellengruppen zusammen. Alte Männchen leben meist einzelgängerisch.

Zu den natürlichen Feinden gehören insbesondere Wölfe und Bären. Aufgrund der weitreichenden Urbanisierung und der Vernichtung der Lebensräume durch Abholzung hat die Populationen stark schrumpfen lassen. Auch die starke Bejagung der einheimischen Bevölkerung haben zu dem deutlichen Rückgang beigetragen. Das Washingtoner Artenschutzabkommen stellt die Tiere in Anhang II unter weltweitem Schutz. Die IUCN stuft den Mishmi-Takin in der Roten Liste der bedrohten Arten seit 1986 als gefährdet "endangered" ein.

Verbreitung

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Der Mishmi-Takin ist im östlichen Himalaya-Gebirge beheimatet. Er findet insbesondere im östlichen Tibet, in Sikkim, Buthan, im nördlichen Assam, im nördlichen Burma sowie in Zentral- und im südlichen China seine Verbreitung. Die Tiere bevorzugen mit Bambus bewachsene und felsige Berghänge. In Höhenlagen sind sie bis in Höhen von bis zu 5.000 Metern anzutreffen. Im Frühjahr ziehen sie meist in höher gelegene Habitate, zum Winter hin in der Regel in Tallagen.

Nahrung

In ihren kargen Lebensräumen ernähren sich sich von Blättern, Rinde, Gräsern und Kräutern sowie Knospen. Sie gehen meist in den frühen Morgen- und späten Abendstunden auf Nahrungssuche. Im kalten Winter ziehen sie in tiefere Talsohlen, wo noch Nahrung verfügbar ist.

Fortpflanzung

Mishmi-Takin
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Mishmi-Takin

Die Geschlechtsreife erreicht der Mishmi-Takin mit zwei bis drei Jahren. Die Paarungszeit erstreckt sich in ihren natürlichen Lebensräumen über die Monate Juli und August. Nach einer Tragezeit von sieben bis acht Monaten bringt das Weibchen im Frühjahr meist ein, selten Zwillinge zur Welt. Die Jungtiere weisen ein Gewicht von fünf bis sieben Kg auf. Bereits nach wenigen Tagen ist es in der Lage der Mutter und der Herde zu folgen. In Freiheit erreicht der Mishmi-Takin ein Alter von zwölf bis fünfzehn Jahren. In Gefangenschaft kann ein Alter von bis zu zwanzig Jahren erreicht werden.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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