Mexikanischer Stachelleguan

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Mexikanischer Stachelleguan

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Lacertilia)
Familie: Leguane (Iguanidae)
Gattung: Stachelleguane (Sceloporus)
Art: Mexikanischer Stachelleguan
Wissenschaftlicher Name
Sceloporus poinsetti
Baird & Girard, 1852

IUCN-Status
Least Concern (LC) - IUCN

Der Mexikanische Stachelleguan (Sceloporus poinsetti) zählt innerhalb der Familie der Leguane (Iguanidae) zur Gattung der Stachelleguane (Sceloporus). Im Englischen wird dieser Leguan Crevice Spiny Lizard genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Mexikanische Stachelleguan erreicht eine Gesamtlänge von 24 bis 27, selten auch bis 30 Zentimeter. Die Hälfe der Gesamtlänge entfällt dabei auf den langen Schwanz. Männchen sind leicht an der bläulich bis türkisblau gefärbten Kehle und an den zwei ebenso gefärbten Flecken im Bauchbereich zu erkennen. Dorsal zeigt sich eine ausgesprochen variable Färbung, die dem Lebensraum angepasst ist. Es treten sowohl gräuliche, sandfarbene und orangebraune bis gelblichbraune oder gar olivgrüne Farbvariationen auf. Dunkle Querbänder überziehen sowohl den Rücken als auch den Schwanz. Markantes Merkmal ist ein dunkles Band im Nackenbereich. Dieses Band weist eine helle, meist weißliche Umrandung auf. Ventral ist die Beschuppung weißlich bis hellgrau gefärbt. Die Extremitäten sind kräftig ausgeprägt und enden jeweils in fünf stark verlängerte Zehen. Mexikanische Stachelleguane gehören zu den tagaktiven Leguanen. Während der Nacht verstecken sie sich an geschützter Stelle.

Unterarten

Verbreitung

Mexikanische Stachelleguane sind im Südwesten der USA, insbesondere in New Mexico und in Texas sowie im nördlichen Mexiko weit verbreitet. In Mexiko werden vor allem die Bundesstaaten Durango, Nuevo Leon, Zacatecas, Chihuahua und Coahuila besiedelt. Die natürlichen Lebensräume erstrecken sich hauptsächlich über aride Habitate wie steinige Wüsten und Halbwüsten sowie trockene Nadelwälder. Felsige und steinige Lebensräume werden dabei eindeutig bevorzugt. Die Tiere sind sowohl in der Ebene als auch in Höhenlagen bis in Höhen von 2.000 oder gar 2.500 Meter über NN. anzutreffen. Während der kalten Jahreszeit halten Mexikanische Stachelleguane eine mehrmonatige Winterruhe, die in Felsspalten, natürlichen Höhlen oder an ähnlichen Plätzen abgehalten wird.

Ernährung

Mexikanische Stachelleguane ernähren sich fast ausschließlich von Insekten (Insekten) aller Art, insbesondere von Ameisen (Formicoidea), Käfern (Coleoptera), Fliegen (Brachycera), Heuschrecken wie Kurzfühlerschrecken (Caelifera) und ähnlichem. Aber auch Spinnentiere (Arachnida) und kleinere Echsen (Lacertilia) werden bei Gelegenheitz keineswegs verschmäht. Hier und da nehmen sie auch Früchte und Blüten zu sich.

Fortpflanzung

Mexikanische Stachelleguane gehören zu den lebendgebärenden (ovoviviparen) Leguanen. Die Geschlechtsreife erreichen die Tiere mit rund 12 bis 17 Monaten. Die Paarungszeit erstreckt sich in den meisten Verbreitungsgebieten über den Herbst. Dies ist in der Regel im Oktober oder November der Fall. Zur Geburt kommt es nach einer Trächtigkeit von rund sieben Monaten im Sommer, zumeist im Juni des folgenden Jahres. Ein Weibchen bringt je nach Alter und Ernährungszustand zwischen 6 und 23 Jungtiere zur Welt. Ein durchschnittlicher Wurf besteht dabei aus rund 10 Jungtieren. Sie weisen eine Geburtslänge von 6,5 bis 7,2 (reine Körperlänge 2,9 bis 3,5) Zentimeter auf. Die Jungtiere sind nach der Geburt auf sich alleine gestellt, eine Brutpflege findet nicht statt. Nicht selten werden Jungtiere von Artgenossen gefressen. Die Lebenserwartung liegt bei vier bis sechs Jahren.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Gunther Köhler, Peter Heimes: Stachelleguane. Lebensweise - Pflege - Zucht. Herpeton Dez. 2002 ISBN 3980621499
  • Heiko Werning: Stachelleguane. Natur und Tier-Verlag, Auflage 1 (August 2002) ISBN 3931587134

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