Mexikanische Königsnatter

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Mexikanische Königsnatter

Systematik
Klasse: Kriechtiere (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Nattern (Colubridae)
Unterfamilie: Colubrinae
Gattung: Königsnattern (Lampropeltis)
Art: Mexikanische Königsnatter
Wissenschaftlicher Name
Lampropeltis mexicana
(Garman, 1884)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Mexikanische Königsnatter (Lampropeltis mexicana), die auch San-Luis-Potosi-Königsnatter genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Nattern (Colubridae) zur Gattung der Königsnattern (Lampropeltis). Im Englischen wird die Mexikanische Königsnatter mexican kingsnake genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Mexikanische Königsnatter erreicht eine Körperlänge von etwa 60,0 bis 120,0 Zentimeter. In der Regel beträgt die Körperlänge etwa 90,0 Zentimeter. Die jungen Schlangen weisen nach dem Schlupf eine Körperlänge von etwa 20,0 bis 25,0 Zentimeter auf. In Bezug auf die Länge ist der Körper ziemlich schlank geformt. Der Kopf ist deutlich gekennzeichnet. Die großen Augen sitzen seitlich, weit vorne am Schädel, sie lassen auf eine überwiegende Nachtaktivität schließen. Die Iris der Augen weist eine gelblich-braune Färbung auf. Die Grundfarbe dieser Art ist variabel, sie reicht von hellgrau bis dunkelgrau und ist mit braunen oder bräunlich-roten Streifen versehen. Auf dem Rücken zeigt sich manchmal ein kleiner Farbfleck. Je nach Unterart sind dorsal 5 bis 15 Schuppen vorhanden. Die Beschuppung ist glatt und nur wenig gekielt. Die Färbung des Schuppenkleides unterscheidet sich je nach Unterart und Vorkommen teilweise erheblich. Selbst innerhalb eines Geleges kann es zu unterschiedlichen Färbungen kommen. Ob die melanistischen Farbvariationen eine genetische oder klimatische Ursache haben, ist nicht bekannt.

Lebensweise

Laut der Roten Liste der IUCN ist die Mexikanische Königsnatter eine sehr verschwiegene Art. Sie bewohnt hauptsächlich die Wüstengebiete und Wälder sowie Eichenwälder und Wiesen. Die Mexikanische Königsnatter versteckt sich unter Steinen und Baumstämmen und kann aber auch in der Nähe von Häusern gefunden werden. Die Ernährung umfasst Amphibien, Reptilien und kleine Säugetiere. Die Mexikanische Königsnatter ist eine eierlegende Schlange und legt drei bis fünf Eier. Die Art wird häufig getötet, weil sie von der lokalen Bevölkerung mit der giftigen Korallenschlange (Micrurus) verwechselt wird. Ingesamt jedoch gibt es keine größere Bedrohung dieser Art.

Unterarten

Mexikanische Königsnatter
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Mexikanische Königsnatter
  • Lampropeltis mexicana mexicana - (Garman, 1884)
  • Lampropeltis mexicana leonis - (Günther, 1893)
  • Lampropeltis mexicana greeri - Webb, 1961
  • Lampropeltis mexicana thayeri - Loveridge, 1924

Verbreitung

Laut der Roten Liste der IUCN ist die Mexikanische Königsnatter in folgenden Bundesstaaten von Mexiko endemisch: Durango, Zacatecas, Aguascalientes, westlich von San Luis Potosi, nordöstlich von Jalisco, nordwestlich von Guanajuato, westlich von Tamaulipas, südlich von Nuevo Leon und südöstlich von Coahuila. Sie tritt in Höhen von 1.300 bis 2.400 über dem Meeresspiegel auf.

Ernährung

Mexikanische Königsnattern ernähren sich von kleinen Säugetieren (Mammilia), Vögeln (Aves), kleinen Amphibien (Amphibia) und Echsen (Lacertilia). Bekannt sind sie auch dafür, dass sie andere Schlangen fressen, wobei sie keinen Unterschied zwischen einer ungiftigen Kornnatter und einer hochpotenten Texas-Klapperschlange sehen. Sie sind kräftige Würgeschlangen und töten ihre Beute durch Erdrosseln, bevor diese im Ganzen verschlungen wird.

Prädatoren

Zu den Prädatoren der Mexikanischen Königsnatter zählen besonders Greifvögel (Falconiformes) und Katzen (Felidae). Auch Kojoten (Canis latrans), Waschbären (Procyon lotor) und andere Königsnattern oder gar Artgenossen fressen häufig Mexikanische Königsnattern.

Fortpflanzung

Die Mexikanische Königsnatter ist eine eierlegende Schlange. Nach der Paarung tragen die Weibchen diese 6 bis 10 Wochen aus und legen sie in eine Grube ab. Die juvenilen Schlangen schlüpfen nach etwa 55 bis 80 Tagen und nehmen nach der ersten Häutung das erste Mal Nahrung zu sich. Die Geschlechtsreife tritt nach drei bis vier Jahren ein. In Gefangenschaft kann die Mexikanische Königsnatter durchschnittlich 11 Jahre alt werden und bei entsprechender Pflege kann sie sogar ein Alter von 15 Jahren erreichen.

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört die Mexikanische Königsnatter heute noch nicht zu den bedrohten Arten. Sie ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt die Mexikanische Königsnatter selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird sie als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Weitere Synonyme

  • Ophibolus triangulus mexicanus - Garman, 1884
  • Coronella leonis - Günther, 1893
  • Oreophis boulengeri - Dugès, 1897
  • Lampropeltis thayeri - Loveridge, 1924
  • Lampropeltis greeri - Webb, 1961

Galerie

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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