Mexikanische Dreieckskopfotter

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Mexikanische Dreieckskopfotter

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Vipern (Viperidae)
Gattung: Dreieckskopfottern (Agkistrodon)
Art: Mexikanische Dreieckskopfotter
Wissenschaftlicher Name
Agkistrodon bilineatus
Günther, 1863

Die Mexikanische Dreieckskopfotter (Agkistrodon bilineatus), die auch Mexikanische Mokassinotter genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Vipern (Viperidae) zur Gattung der Dreieckskopfottern (Agkistrodon).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Mexikanische Dreieckskopfotter erreicht eine Länge von bis zu 90 cm. Sie gehört somit zu den kleineren Vipernarten. Je nach Unterart variiert die Körperfärbung von dunkelbraun bis tiefschwarz. Der Rumpf ist mit symetrischen Querbändern versehen, die mit weißen bis gelblichen Linen abgesetzt sind. Der dreieckige, leicht abgeflachte Kopf setzt sich deutlich vom Körper ab. Von der Schnauzenspitze, über den Augen bis zum Hinterkopf verläuft eine gelblichweiße Linie. Eine ähnliche Linie verläuft am unteren Teil des Kopfes von der Nasenspitze bis zum Hals. Die Pupillen sind senkreicht geschlitzt. Der Schwanz ist sehr lang und mit einer gelblich gefärbten Spitze versehen.

Diese dämmerungs- und nachtaktive Vipernart ist sehr aggressiv und beißt blitzschnell zu. Bei Gefahr oder Erregung läßt die Mexikanische Dreieckskopfotter ihren Schwanz vibrieren. Diese Eigenart erinnert an Klapperschlangen, mit denen sie aber nicht weiter verwandt sind. Das bei einem Biss abgesonderte Gift ist sehr stark und hat eine hämotoxische Wirkung. Bissunfälle enden zwar selten tödlich, sind aber dennoch sehr gefährlich und heilen nur sehr langsam ab. Symptome sind unter anderem Erbrechen, Übelkeit und sehr starke Schmerzen und Ödeme.

Unterarten

Verbreitung

Die Mexikanische Dreieckskopfotter ist in weiten Teilen Mexikos verbreitet. Dort vor allem in der Sonora-Wüste. Weitere Populationen leben in Honduras, Guatemala, El Salvador und Costa Rica. Sie bevorzugen trockene und halbtrockene Wüsten- und Savannengebiete mit Wassernähe. Sie sind in Höhen von bis zu 1.000 Metern anzutreffen.

Nahrung

Neben kleinen Nagetieren wie Mäuse und Ratten frisst die Mexikanische Dreieckskopfotter auch kleinere Reptilien und Amphibien. Auch Fisch wird nicht verschmäht. Sie töten ihre Beute mit einem Giftbiss. Bei kleinen Tieren führt ein Biss zum sofortigen Tod.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzungszeit beginnt in den Sommermonaten. Die Mexikanische Dreieckskopfotter gehört zu den ei-lebendgebärenden (ovovivipar) Schlangen. Das Weibchen bringt durchschnittlich zehn Jungtiere zur Welt, die eine Geburtslänge von 20 bis 25 cm aufweisen. Kurz nach der Geburt häuten sie sich zum ersten Mal. Die Schlangen haben eine Lebenserwartung von bis zu 24 Jahren.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Mark O'Shea, Giftschlangen. Alle Arten der Welt in ihren Lebensräumen, Franckh-Kosmos Verlag, 2006 - ISBN 3440106195
  • Ludwig Trutnau, Schlangen im Terrarium, in 2 Bdn., Bd.2, Giftschlangen,
    Verlag: Ulmer (Eugen); Auflage: 4., Aufl. (1998) - ISBN 3800173719
  • Roland Bauchot: Schlangen, Weltbild Verlag, 1999, ISBN 3-8289-1501-9
  • W. P. Mara, Das Große Buch der Giftschlangen, Verlag: Bede (Februar 2002) - ISBN 3927997536
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