Messingbarbe

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Messingbarbe

Systematik
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Zwischenklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Überordnung: Ostariophysi
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Überfamilie: Karpfenähnliche (Cyprinoidea)
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Gattung: Barben (Puntius)
Art: Messingbarbe
Wissenschaftlicher Name
Puntius semifasciolatus
Hamilton, 1822

Die Messingbarbe (Puntius semifasciolatus), als xanthische (gelbliche) Zuchtform auch Brokatbarbe genannt, ist ein bei Aquarianern als Einsteigerzierfisch sehr beliebter Karpfenfisch (Cyprinidae). Im Englischen wird sie Chinese barb oder Golden barb genannt.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Messing- und Brokatbarben sind etwa 7 bis 10 cm lang, wobei die Männchen etwas kleiner, schlanker und farbiger sind. Die Messingbarben sind laut ihres Namens glänzend messingfarben. Bei der Brokatbarbe ist die rote Bauchfärbung der Messingbarbe noch andeutungsweise erkennbar. Sie erreichen ein Alter von etwa sechs Jahren.

Vorkommen

Messingbarben kommen in Nordvietnam und Südostchina vor, einschließlich Hainan. Sie lassen sich an der Wasseroberfläche selten blicken, sie bevorzugen die unteren Gewässerbereiche.

Als Zuchtform der Messingbarbe kommen Brokatbarben in der Wildnis nicht vor.

Aquaristik

Brokatbarben
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Brokatbarben

Wasserwerte

Messing- und Brokatbarben sollte man in einem verhältnismäßig großen, geschlossenen Aquarium (ab 150 l bei mindestens 100 cm Länge) halten, bei folgenden Wasserwerten:

  • pH-Wert: 6 – 8
  • Gesamthärte: bis 20° dH,
  • Karbonathärte: bis 15° dH,
  • Wassertemperatur: 18 – 24 °C.

Haltung

Messing- und Brokatbarben sind sehr lebhaft und neugierig, sie halten sich größtenteils im unteren und mittleren Beckenbereich auf. Am besten geeignet ist ein sandiger oder Mulmboden mit dichter Bepflanzung, bei Algenwuchs wird die Körperfärbung intensiver. Da sie Schwarmfische sind, sollten mindestens acht bis zehn Individuen zusammengehalten werden. In zu kleinen Becken und bei Einzelhaltung werden sie schnell scheu und verstecken sich meist hinter Pflanzen. Man kann sie mit sämtlichen Friedfischen, die ebenfalls kältere Wassertemperaturen bevorzugen, vergesellschaften, beispielsweise mit Prachtbarben (Puntius conchonius) und Ritterkärpflingen (Xenoophorus captiva). Wird die Besatzdichte im Aquarium dagegen zu hoch, werden sie gegenüber Artgenossen aggressiv.

Ernährung

Messingbarben ernähren sich omnivor (Allesfresser), bevorzugen aber pflanzliche Nahrung.

Zucht

Zur Zucht wird ein gut angefüttertes Paar abends in ein Zuchtbecken gesetzt. Das Weibchen laicht meist am nächsten Morgen über Javamoos (Vesicularia dubyana) ab, da sie aber Laichräuber sind, sollten die Altfische danach aus dem Aufzuchtbecken entfernt werden. Bis zum Schlupf in 30 bis 36 Stunden sollte der Laich mit Feinkies oder Laichrost geschützt werden. Nach zwei bis drei Tagen schwimmen sie schon frei herum. Die Jungfische lassen sich relativ einfach zu Beginn mit Mikrowürmchen und frisch geschlüpften Artemia-Nauplien, später mit Trockenfutter aufziehen.
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